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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-03-04 · 9 (4.3.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
9 (4.3.1927)
Date
1927-03-04
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 9 Seite 3 Neue Bücher 3>it jKreatur. Eine Zeitschrift, viermal im Jahr erscheinend. Herausgegeben von Martin Buber, Wictor von Weizsäcker und Josef Wittig. Erstes und zweites Heft 1926. Berlin (Verlag Lambert Schneider). Die Menschheit erscheint nach dem Erleben des Krieges und des Nachkrieges zerrissener als je. Tiefer Fühlende schauen jedoch mehr: es geht ein Sehnen durch die Menschen, sich zu finden. Wie unzulänglich die Wirklichkeit ist, die hinter dem Worte „Völkerbund" steht: für die Idee der Einheit bedeutet es Gewaltiges. Dieser Idee, die sich an mancherlei Stellen dem feiner wahrnehmenden Sinne kundgibt, entsprang auch die vorliegende neue Zeitschrift. Florens Christian Rang, ein „Mann, der Jurist, Philosoph, Theolog in einem und daher jedes fast ohne Grenzen war", der „vom göttlichen Feuer und Erbarmen her auf Schicksalsgestaltung" drängte, halte den Plan gelaßt, unter dem Namen „Grüße aus den Exilen* eine Zeitschrift zu begründen, zu der sich ein Jude, ein Katholik und ein Protestant vereinen sollten. Vor Verwirklichung des Gedankens starb Rarg (1924). In dem Freundeskieise, dem <ler fast Sechzigjährige angehörte, blieb der Plan lebendig und kam zur Ausführuni;, wenn auch die Aufgabe eine andere wurde: „ein Zusammengehen ohre Zusammenkommen''. Die verschiedenen Religionen sind Gestaltungen, die ihr Wesen gewiß nicht verrücken können. Aber trotz aller „Strenge und Klarheit des eigenen Beschlosserseirs" können sie sich eineinander auftun, sich über ein Gemeinsames unterreden: die Kreatur. Was die drei ,.I.ehr- und Dienstgemeinschiilten" miteinander verbindet, ist die „Gewißheit des eigener Erschaffenseins und das daraus wachsende I eben mit allem Erschaffenen". „Diese Zeitschrift will von der Welt — von allen Wesen, von a'len Dingen, von allen Begebenheiten dieser gegenwärtii en Welt — so reden, daß ihre Geschöpflichkeit erkennbar wird." Schon die vorliegenden beiden Hefte geben ein deutliches Bild, welch eine Fülle von Fragen auf dieser Linie begegnen, und wie durch die neue Betrachtungsweise wertvolle neue Er kenntnisse gewonnen werden, als deren letzter Unlerton eben diese Gemeinsamkeit alles Menschlichen t:wchaus Mirbar wird. Es liegt gewiß im Wesen einer Erscheinung, die so liele Stollen in das Werk menschlicher Denkarbeit hineintreibt, daß ihre Sprache „wegen der Energie und Reinheit der Reflexion" schwierig sei" wird. Aber der Gedanke, der der Zeitschrift zugrunde li«.t;t, ist so sehr wert, eine breite Schar von Verbreitern m gewinnen, daß um deswillen der Versi.ch gemacht werden sollte, das Große begreiflicher zu sprechen. G.G. Unsere Vereine "H Amtliche Bekanntmachungen der Israelitischen Religlonsgeiueiiide zu Leipzig Weine und Spirituosen Unter Bezugnahme auf unsere Bikanntmaduing vom 19. Januar 1926 teilen wir mit. daß Weine und Sp i r i t u o s e n der Firma Ad. .1. Elkeles Inhaber N. & S. Horwitz, Himburg, nach dem Gutachten unseres Gemeinderabbinats zu Pcßach gebraucht werden dürfen. Es ist aber besonders daran! zu achten, daß der Etikettenaufdruck den voi'en Namen der Firiiia, also insbesondere c'en Zus;t!z Inhober N. & S. Horwitz", enthalten muß. Leipzig, am 28. Fi bruar 1927 IJer vorstar.d der isr. Religionsgemeinde zu Leipzig. I |-ür die in dieser Rubnk erschctni'inJcn Berichte n:,w, ubernimmt die Schrriitln.tung nur die pnSgtMllliclM Verantwortung. Aehad haem-Gedenkteier. Die 7. i o n i s t isdi ■ Vereinigung zu Leipzig veranstaltete am 24. lebruar in den Kammermusiksalen cies Central-Theaters eine gmt csudite Gedenkfeier zu hl ren des großen ji difdien Führers Adiad haam. N;di ein eilenden Worten von Louis 1uirpi>wsky hielt Dr. Nahum UoUIrrarn-Herlin die Gedenkrede. Das Judentum hat in Ad ad hatm den rVann zu betrauern, des-er. geistige Leistungen die rionistiscbe Kewegung aufs tiefste beeinflußt und gestaltet ja sie r<dt eigentlidl mitgetcbaffen haben. VMihietd Herzl der Sd öpfei der Organisation i nd des politischen Gedankens des Zionismus »ar, sun ml von Acfaad hasni ein wesentlicher Teil des die Bewegung erfüllenden g< istigen Gutes. Er rab ihr die hähigkeit, die Realiill ur.d ihie Möglichkeiten kritisch zu erlassen und damit zu meisten1, In diesem Sinne ist der Zionismus, sind alle Zionislen für immei hiber und Sd vldre: Ad ad raams luden aller Ridlturgen, die Geluhl tir inersoiliche Greifte haben, vereinigen sidi in oiesen Tagen in der Erinnerung;n den großen Toten. — Im AnsdilulS an den überaus würdigen Verlauf dt-i Gedenkfiier sei nodi mitgeteilt, daß die Werbung lür die Schaltung de> Adiad-hnan; Hairs durd' dm Jüdisdien Natior alli nds (Kerei, KJ-jetreth Lejisiael) in I e;i>7ig besondeis günstig vorwäns geht. Alle jv:uisdcn Kreise, die bisher an der Paumfptrdc lür dieses hbrenmal des großen geistiien huhrers noch nid t teilgenomnitn haben, seien nod.mals an diese i'llidit der Dankbarkeit erinnert. Dr. A. Verdingung von Bauarbeiten lür den neuen Israelitischen Friedhof in Leipzig Eutritzsch, Delitzscher Landstraße, gegenüber Krankenhaus St. Georg 1. Die innere Rabitz.kuppet dar Halle, 2. die inneren Werksteinbezw Kunststeinarbeiten. 3. die besseren Tischlerarbeiten der beiden Einsegnungshallen sollen durch öffentliche Ausschreibung vergeben werden. Beschreibung, Arschlöge und Zeichnungen für die betr. Arbeiten sind im Büro des Architekten BDA. Wilh. Haller. Leipzig, Kaiserin-Augusta*Straße 67, erhältlich, wo auch Detail- TOD Fleischerei SPir getroffen une, un|cr neue« Unternehmen bem i'cipjiger fhiblitum in (Erinnerung 311 brinoen unb erlauben une, 6io barotif aufmertfam ju machen, bep trir ncid? wie i>or nur prima erftltaftfgee Kalb* ur.b Sttnbfteifcb liefern. 2lufjcrbeut dalicu wir bitrd) ftittjujiehnng guter Fachleute unfere 2tturf«n»oren tiiifjcrorbentlid) »erbeffert, jobop* mit in bor Sage finbt rtcd ftebenbe SDurj maren im guten Cße« fcbtnad uv.b diii> guten Stetfcbqualitctfeu su liefern. Uprima Liener 3&ürftci)en &egcrt*burgec ^Düi*ftd;-cn 3Mcd>~, &rciFäuer~. <£ec&elaf«, (öffotttourff il U t». Zsn ff. Sttiffdittitttituen bähen mit ebenfalls fclir ßrofjc Vufwab,! au« prima Sletfdjforten!&% bitten im 3nfercffe bot SMIgcmeinbeif um gütigen 3ufprud). Wcdjcn Sie eiuen $erfud), Sic bleiben bauernbet ftuit.be! crine lulante unb prompte Sebicnung fiebern mir 'Mm-.ct. \u. [6d?uftl?cim $ 6d)umcr «plaucntcfjc 6üü£c 3-5 2«itf Itlefonifttietn Vtttnf liefern mix frei ijau*. £«tept)oii Str. 13S04 p

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