Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 8 (25.2.1927)
- Date
- 1927-02-25
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GEMEIN DEBLATT DER ISRAELITISCHEN RF.LIG10NSGEME1NDE, LEIPZIG 3. Jahrgang der jüdischen Anstaltsvei waltung (Direktor Dr. Koburger), des Wohlfahrtsamtes (Eugen Caspary) beleuchtet; die Aufgaben und die erforderliche Ausbildung von Frl. Frieda VVeinreich (Zentralwohlfahrisstelle der deutsdien Juden) geschildert. Aulgaben und Ziele der sozialen Krankenhausfürsorge sind fest umrissen, sie erstrecken sich einmal auf den Kranken selbst, zum anderen auf seine Familie, die hilflos zurückgeglieben ist. liier muß die Verbindung geschaffen, für die Abstellung wirtschaftlicher und gesur dheitlicher Note gesorgt werden. Die Überführung des Genesenen in das Berufsleben, die Betreuung des noch behaudlungsbedürftigen Entlassenen sind vorzubereiten; die Verbindung mit den Organen der allgemeinen und freien Wohlfahrtspflege ist herzustellen. Alle Referenten waren sich darin einig, daß eine beamtete gut vor gebildete soziale Krankenhausfürsorgerin (möglichst Gesundheitslürsorgerin) eingestellt weiden müsse, die ihre Wirksamkeit nicht nur auf die in den jütischen Anstalten befindlichen Patienten, sondern vor allen Dingen auch auf die in den nicht j:;disi.hen Kranken- und Pflegeanstalten untergebrachun Juden erstrecken muß. Ebenso wurde die Wichtigkeit der Betreuung der Besucher der Polikliniken hervorgehoben, um eine Gewahr dafür zu gebtn, daß die gesundheitsfürsor^erischen Anordnungen auch wirklich durchgeführt werden. Es gilt, eine Form zu finden, um eine gedeihliche enge Zusammenarbeit mit sämtlichen in Frage kommenden öffentlichen und pri/aten Fürsorgeeinrichturgen. .'owie vor allen Dingen mit den Für sorgerinnen, die an den nid'tjüdischen Anstallen wirken, zu erreidren. Es wurde weite;hin von al en Anwesenden betont, daß auf die .Mitarbeit der ehrenan iiichen Hilfskräfte trotz Einstellung einer Berufskraft nicht verzichtet wtrden soll, daß aber diese ehrenamtlichen Mitarbeiter durch besondere Kurse geschult werden n iissen. Solche Kurse, verbunden mit einer Praktikantentätigkeit in Krankenanstalten, sollen in Gemeinschaft mit dem Jii<li>die:: Frauenbund eingerichtet werden. Die lokalen Berliner jüdischen Organisationen, vor allem das Wohlfahrtsamt dur jüdischen Gemeinde Berlin, werden sich nunmehr der praktischen Durchführung der vielseitigen werlvollen Anregungen annehmen und die bereits in sehr guten Anfängen in Berlin vorhandene Soziale Krankenhausfürsorge systematisch weiterentwickeln. Die Zentralwohlfahrisstelle der deutschen Juden und der Hund der jüdischen Kranker- und Pflegeanstalten Deutsdilands werden es sich angelegen «ein lassen, die Durchführung oder den Ausbau der Sozialen Kr lnkenhausfürsorge auch in anderen jüdischen Gemeinden Deutschlands anzuregen und durch Rat und Tat zu unterstützen. Aus unserer Gemeinde V. Jahreskonferenz des Verbandes jüdischer Stndentenvereioe in Deutschland e.V. Zu V. Jahreskonferenz des Verbandes jüdischer Studentenvereine in Deutschland, dfe diesmal ausnahmsweise in L;>;. s a findet, kommen 38 Delegierte aus allen Universitltssttldten Deutsch a ds. Die I x ku'ive d*s Verbandes hat folgende Tagesordnung aufgestellt: i M^mmmt%^@®»m^%m | - M ----' v-. -s* vu> ~—--w ,/J l^^T^Z N^^-OOSi (/A7VTy ^•T' 1PyP^JP 1 J. C. Hanisdi, Leipzig \ Grimmaische Str.29 und Hauptbahnhof West h alle Gegründet 1836 / Pernspr. Nr. 20.' 16, 21173 RH 85 Frische Blumen zu jeder Gelegenheit 1. Sitzung (im Saale der alten Handelsbö se, Naschmarkt), Sonnabend, 26. d.M., 8 Uhr abends: Feierliche Eröffnung mit der Beteiligung von Vertretern jüdischer Organisationen, verschiedener Körperschaften und Persönlichkeiten. 1. Eröffnungsrede, Dr. M. Goldmann-Berlin, 2. Begrüßungen, 3. Referat von Rabbiner Dr. Goldmann-Leipzig über das Thema „Probleme der jüdischen Studentenschaft". 2. Sitzung: 1. Wahl des Präsidiums und der Kommissionen, 2. Bericht der Exekutive: a) Organisation und Arbeitsnachweis, F. Rabinowitsch, b) Finanzen und Kasse, c) Kulturarbeit, Dr. O. Stern, d) Vorbereitungen zum Kongreß des Wtltverbandcs, Zeitschrift und Sammelt uch, Dr. J. Rubin. 3 Sitzung: 1 Berichte der Ortsgruppen, 2. Bericht der Revisionskommission, 3. Generaldebatte. 4. Sitzung: l. Fortsetzung der Generaldebatte, 2. Absolutorium 5 Sitzung: 1. Die Kulturaufgaben unseres Verbandes, 2. Debatte. 6. Sitzung: I. Der Weltverbar.d i.nd seine Aufgaben, 2. Debatte. 7 Sitzung: 1. Hilfsarbeit unseres Verbandes (Geldbeschaffung und -Verteilung), 2 Organisation urd Arbeitsnachweis, 3. Debatte. 8. Sitzung: 1. Probleme der Berufsumschichtung und der Auswanderung. 2. Debatte. 9. Sitzung: I, Wahl der Exekutive und des Zentralkomitees, 2. Schlußsitzung. Anschlu Bend an die Sitzungen werden Führungen durch die Stadt und Besicht gungen der Sehenswürdigkeiten in Leipzig vorgenommen. Die wichtigste Aufgabe der Konferenz ist, außer den wirtschaftlichen Beratungen, Klärung über die herrschenden i Strömungen und Anschauungen innerhalb der jüdischen Studentenschaft zu bringen. Schw. Studenten- und Mittelstandstisch (Nordstraße 15) Für den Studenten- und Mittelstandstisch des Schwestf rnbundes der Leipzig-Loge (Nordstr. 15), streng rituell, nimmt Bewerbungen von studierenden und kaufmännisch tätigen Herren und Damen entgegen: Frau Hedwig Mathias, Prendelstr. 4 (Sprechstunde Montag und Freitag von 2—3 Uhr). Tischzeit 1—2 Uhr. Preis pro Portion M —60. General v. Schönaich über Palästina Generalmajor a. D. Freiherr v. Schönaich war am 17. Februar einer Einladung des Leipziger neutralen Keren- Hajessod-Komitees gefolgt, um vor einem geladenen Kreise über seine „Reiseeindrücke in Palästina" zu sprechen. In fesselnder Weise hob dei Redner die politisch-wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und religiösen Momente des jüdischen Aufbauwerkes in Palästina hervor. Als erfahrener Landwirt beleuchtete er in sachlicher Kritik manches Verbesserungsbedürft ge, um aber zugleich auch mit warmen Wort'.n uneingeschränkte Anerkennung für die Leistungen der jüdischen Pioniere in Palästina, der „Chaluziin", zu fin- ' Trauringe Juwelen. Uhren, Schninck, Kultus- und Gel. > i ...!s Silber gegenstände Silberne Tafelbestecke boo «est. u. ooer süberauiuge Kompl. Ausstattungen, Ergänzungen, Einzelteile empfiehlt zu konkurrenzlos billigen Preisen Ma w Qlnnar Uhrmacher Piauensdie Straße Nr. 2 OK O I 13 y 12 I v u. Juwelier (gegtRüu. d. 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