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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-01-21 · 3 (21.1.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
3 (21.1.1927)
Date
1927-01-21
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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3. üaDraattg, Dr. 3 21. üanuar 1927 nttaMtö der Jzr&elitischen Amtliches Nachrichten bis tyer GenieiMcleverwöltHH kz l igiongqc meindz ft &t>$tg aKUAH. ^\ Das Gemeindeblatt erscheint wöchentlich am Freitag. Dan Mitgliedern der Religionsgemeinde wird es unentgeltlich durch die Post zugestellt. Bezugspreis für Nichtmitglieder monatlich 60 Pfennige. Anzeigenannahme: W. Teicher. Glockenstraße 11, Telephon U449. Schriftteitung: Gemeinderabb. Gustav Cohn, Leipzig, Löhrstr, 10, Telephon 29641. :: Für den Inseratenteil: Siegmund Cohn, Leipzig, Ottostraße 24, Tel. 429-45. Druck u, Verlag: W. Teichel. Leipzig, Glockenstr. II, Teleph. 14449. Anzeigenpreise; Die 4 gespaltene mm- Zeile 20 Pfg. Familien- und kleine Anzeigen 10 Pfg. Umschlagseiten und Textinserate nach besend. Tarif. Die Schriftleitung übernimmt für die unter dem Namea des Verfassers "erscheinenden Beiträge und die Vereiniiiachrichten nur die preßgeset. liehe" Verantwortung. Nachdruck nur mit Quellenangabe und Genehmigung des Verfassers gestattet. Amiliche Bekanntmachungen der Israelitische Rtllgionsgemelnde zu Leipzig Gemeindeanlagen Die Gemeindemitglieder, die mit ihren Gemeindeanlagen im Rückstände sind, werden um deren umgehende Entrichtung ersucht. Die Gemeindekasse, Löhrstraße 101, ist werktäglich geöffnet von 9 — 1 Uhr; Postscheckkonto Nr. 50533. Es liegt im eigenen Interesse der Zahlungspflichtigen, diese öffentliche Erinnerung zu beachten, da ihnen sonst unnötige Kosten durch Mahngebühren und Verzugszinsen erwachsen. Leipzig, am 10. Januar 1927 Der Vorstand der Isr. Religionsgcmeinde zu Leipzig. Achad Adiad haatn ist in die Ewigkeit eingegangen. Dieses Wort, bei Adiad haam gesprochen, hat nicht die Bedeutung einer Phrase; es gilt in seinem wahrsten Sinne. Bei seinem irdischen Tode kann kaum von dem Verlust gesprochen werden, den die jüdische Weil erlitten hat: er ist nicht verloren; unlösbar wird sein Name mit dem Judentum an der Wende des 19. Jahrhunderts verknüpft bleiben als der Name eines führenden Denkers, der Richtung weisend jüdischem Wollen neue Ziele zeigte, der als ein umfassender Geist aus der Fülle der Kenntnis und Erkenntnis ungeahnte Impulse zum Judentum hin erweckte. Wer immer den Kragen des Judentums in ihrer ganzen Tiefe nahezukommen sucht; wer für die Aufgabe des Judentums und seine Kraft, seinen Segen und seine Sorgen volles Verständnis gewinnen, an seiner Gegenwart und seiner Zukunlt erhaltend und gestaltend mitwirken will, der kann an Achad haams Gedanken nicht achtlos vorübergehen, auch wenn er ihm nicht zu folgen vermag. Und keine künftige Geschichtsbetrachtung wird die Spuren verkennen können, die er dem gegenwärtigen Judentum eingegraben hat. Adiad haam (Uscher Ginsburg war sein bürgerlicher Name) wurde im Jahre 1856 im Gouvernement Kiew geboren. Als haam Kind angesehener, wohlhabender Eltern genoß er eine sorgfaltige Erziehung. Nach einer sorgenfreien, harmonischen Jugend verließ er als Zweiundzwanzigjähriger das Elternhaus, um in Odessa, dann in Wien und anderen Hauptstädten Europas wissenschaftliche Studien zu betreiben. Setfs Jahre später kehrte er nach Odessa zurück, wo er bis 1908 lebte; danach wirkte er fast fünfzehn Jahnin London und siedelte 1922 nach Tel Aviv über. In den letzten Jahren war er sehr leidend, so daß er sich voh jeder Arbeit zurückziehen mußte. Ungewöhnliche Originalität, unterstützt durch eine gründliche Bildung, gestaltete .seinen Weg zu einem einzigartigen. Er hatte sein Denken an Darwin geschult und eignete sich besonders in beziig auf soziale Entwicklung alle rxueren Erkenntnisse an. Von da aus gelangte er zum Kernpunkt seiner Weltanschauung, die er mit unbeirrbarer Eestigkeit und Treue vertrat. In jungen Jahren schon hatte er sich der Chowewe-Zion- Bewegung angeschlossen, die sich für die Besiedlung Palästinas einsetzte und, wenn auch noch in geringem Umfange, praktische Arbeit leistete. Aber schon nach wenigen Jahren beschreitet er seine eigene Bahn. Er veröffentlicht eine Reihe von Aufsätzen, in denen schon ganz deutlich die Grundlinie setlMr

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