Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 2 (14.1.1927)
- Date
- 1927-01-14
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4876568-5968785-5968945--0916-4878624- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 4 GEMEJNDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3. Jahrgang Fraktion der Landesversammlung des Preußischen Landesverbanees jüdischer Gemeinden an. Dr. Weisse isi seit Jahren Mitglied des Schulvorstandes der Berliner jüdischen Gemeinde und Vorsitzender der Konferenz der Leiter Berliner Religionsschulen. Er entfaltet sowohl auf seelsorgerischem wie auch namentlich auf pädagogischem Gebiet eine überaus umfangreiche wie segensreiche Tätigkeit. Deutsche Friedensgesellschaft. Auf der Generalversammlung der deutschen Friedensgesellschaft in Mannheim wurde die folgende Resolution beschlossen: „Die Generalversammlung der D.F.O. lenkt die Aufmerksamkeit der deutschen Öffentlichkeit auf den vom Internationalen Friedenskongreß in Genf einstimmig angenommenen Antrag, der gerade vom pazifistischen Standpunkt aus alle Pazifisten auffordert, den enischiedensten Kampf gegen den den inneren Frieden schwer gefährdenden Antisemitismus aufzunehmen. Die Generalversammlung fordert ihrerseits alle Ortsgruppen der D.F.G. auf. den Kampf gegen den Antisemitismus als einen unerläßlichen Bestandteil ihres Aufgabenkreises anzusehen." Ein vorbildlicher Wohltätigkeilsverein in Berlin. Seit mehr als 250 |ahren besteht in der Berliner Gemeinde ein Verein .Schomer laboker umischan awelim', dessen Aufgabe u. a.. wie der Name besagt, die Unterstützung bedürüiger Trauernder ist. Diese Hilfe geschieht in so zarter, diskreter, das Empfinden schonender Weise, daß jede Scheu vor der Annahme einer Hilfe überwunden wiid. Es wird nämlich in jedes Trauerhaus. das der Reichen wie der Armen, bald nach dem Trauerfall ein Trostbrief gesandt, in dem auf die von dem Verein getroffene Einrichtung hingewiesen wird. Bald Achtung! Dienstag, 18. Januar 1927, 8 Uhr abds. fir grone siiingslest tt* im Gr. Festsaal d. Centrai-Theaters d.Bundesjüd.Frontsoldatend .ehem.ost.ung.Armee statt. Tanz, Stimmung gute Musik ist die Devise für das Fest! Wenskat mit seinen Prominenten Intendant Marco Großkopf vom Operettenhaus dirigiert Wiener Walzerl Ballettmcistcrin Erna Abendrolh v. Neuen Theater hat für das Fest neueinstudiert: 1. Walzer von Strauß, getan)! wn Stinbern ber ^al(e((|d>ulc 2. Deutschmeistermarsch getarnt t>. S)annd)eti Qltüller, i)erfa ^cfh S. Tango, getankt 0. ttäthi Richtet i.Solottmerm, Ott. 6chult l.Sulotiinzer I. Charleston . , , 3. Charkston-Parodie, getanjt pon 1 Damen be& ßalletf» C\ 7\m MOgel: ftapellmeiftci Staltet (Seifert 7. Prämiicrung bor brei beiten Xai^paare n mgo, Charleston. Boston) s. piflntiierunj bei SalltBnigin 9. 3m Silör-oalon: SDienec (Stlmtnungtaiufil 10. Xomboto --«?ejclljchaft&aniuq unbebin^f erbeten. -—- (Eintritt für alle Plätze: Mk. S.— Eingang nur GoHachedstpaBel S)'my\ laben mir alle unjere ^reunbc unb (ßönner, bio Samcraben t>om „1V j. ", (oroie unfero ftameraben mit ihren Jlngebörigen heriticbjt ein. ßejonbero OEinlabungen ergehen nicht mehr! Der Vorstand. Geschäftsstelle: Rosdeutscher. Brühl 71. Telef. 23915danach werden in dem Trauet hause /.wei Büchsen übergeben. Beide Büchsen sind verschlossen; zu der einen erhält der Empfänger unter Siegel den Schlüssel und einen Begleitbrief mit dem Ersuchen, die Büchse zu öffnen und den darin liegenden Qeldbetrag unter allen Umständen zu entnehmen. Je nach der Bedürftigkeit kann er den Inhalt ganz oder teilweise für sich verwenden. Bedarf er aber keiner Hilfe, so ist er gegeten, den Betrag in die andere, verschlossene Büchse zu tun. Die Wohlhabenden sind gebeten, den Inhalt der Büchse aus ihren eigenen Mitteln zu vermehren, damit die Zwecke des Vereins dauernd erfüllt werden können. Diese zweite Büchse bleibt längere Zeit, in der Regel wenigstens einen Monat, uneröffnet, so daß niemand, auch nicht der Vorstand des Vereins, wissen kann, wer genommen oder wer gegeben hat. Aus der Art der Einrichtung leuchtet der alte jüdische Grundsatz hervor, daß das Empfinden der Bedürftigen geschont werden soll. Amtliche Bekanntmachungen der Israelitischen Religiousgemeiude zu Leipzig Aufsicht zu Peßach Kolonialwareugcsdiäfte, die zu Peßach 1926 nicht unter Aufsicht des Gemeinderabbinats gestanden haben, aber zu Peßach 1927 Aufsicht wünschen, werden aufgefordert, sich bis zum 14. Januar 1927 beim israelitischen Gemeindeamt zu melden. Ob und unter welchen Bedingungen die Aufsicht erteilt werden wird, wird den Antragstellern schriftlich bekanntgegeben. Nach dem 14. Januar 1927 eingehende Anträge werden unter allen Umständen abgelehnt. Leipzig, den 21. Dezember 1926. Der vorstand der Isr. Religionsgemeinde zu Leipzig Aus dem Gemeindeamt Kalendarium 14.-22. Januar 1927. — 11.-19. Schwat 5687 1927 Januar Schwat 5687 Freitag 14. 11. Sonnabend 15. 12. Sabbath B'schallach Sonntag 16. 13. Montag 17. 14. Dienstag 18. 15. Mittwoch 19. 16. Donnerstag 20. 17. Freitag 21. 18. Sonnabend 22. 19. Sabbath Jisro Gottesdienste Gemeindesynagoge Sabbathgottesdienst: Freitag, 14. Januar, Abendgebet 4*5 Uhr mit Predigt (Rabbiner Dr. Goldmann); Sonnabend, 15. Januar, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 445 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Goldmann); Abendgebet 5'7 Uhr. Wochentags früh 730 Uhr, abends 449 Uhr. Voranzeige: Sonnabend, 22. Jan., nachm. 315 Uhr: Jugendgottesd. Talmud-Thora-Synagogen Otto Schillstraße 6 u. Keilstraße4 Freitag, 14. Januar, Abendgebet 4 >3 Uhr, nach dem Gebet Schrifterklärung. Sonnabend, 15. Januar, Morgengebet 830 Uhr, Jugendg'ttesdienst 3 Uhr, Mincha 4 Uhr, Sabbathausgang 517 Uhr.