Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 1 (7.1.1927)
- Date
- 1927-01-07
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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Seite 8 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 3. Jahrgang Ihn 5 SfltUMl eröffnenbie tiifjmlid.fi Mannte Litton Fahl« ifaen aiotca 3«Denh«4to*De»tau| In ¥or,eHan , •!«•», Jhijinliunb Sunttooten. 8uq an Mtf« Stell« fei Moniert bawnj (tn«j«tolefen. £co!Happaporf unb $ rau (ilörc geb. heiler banlen ncijli^ft für bie anlajMkb ihrer SVrmähJung ertoi« jenen ftufmertfambifon. Seipsifj, 3anuar 1?'2I Gegen Schuppen yffgamusfa/f nur Dr. medSandshin^ -m^TS^T^iil'W^S fä>)gl]jlUJ&& Nk. j.J-c ' rsANOSTCiNeco. a.nt« UiPtiO dittpickpinö 16 PURA Telephon Nr. 24333 12137 reinigt und färbt schnell und preiswert Teppiche« Portieren Herrenu. Damengard. Nächste Filiale: Salzgäßchen Nr. 6- Zlonlstliche Vereinigung, Ltlpzlj Mittwoch, 12. Januar 1087, pünktl. 8 Uhr abends im Pfauensaal des Zoologischen Gartens Tagesordnung: 3. o) Staflcnbericbt 1. SaticjSeif»beriebt b) ©eriebt ber 'fleoiioren 2. Cöcncbf ber $onb» 4. ejntlaftuna. be» S>orjtanbe» a) Äeron -Öajcijob 5. Q1eu»abl be» Sorjtanbc» b) Äeren Rajcmctr; 6. X>ericbiobene» 41m recht yiblrcicben ©ejueb bittet Der Vorstand CrtuHiigc ^Anträge jine Ipöteften» 3 läge t>or ber CßoncralDcrjammlung an ba» Sekretariat, SVcilftr. 4 einjureieben. ST€(T)P€L gc-r^^f 1897 ALBERT OTTO LEI PZIG, Plauensche str.2 Tel.25291 SCHILDER — 68 — ihrem Schweden i^eifnlir werben, bnß iiwuüichen bei Boben aufgewühlt unb alles ©elb geraubt wo-rben war. Wur einer Don i l) Rt n fonnte ben Staub begangen l)aben, ba (du anberer SRenfdj ihren Betftetf fannte. Sü be fdmlbigten iie beim einer öen anbeten be« Diebftahle1, ohne aber erweiien 31t fönnen, wer ber Sdnilbige fei. Xu wanbten iie fiel) an ben Ronig Salome, um einen NJ{id)terioruri) }tt erlangen. X'Ule Sanbe wußten von [einei großen IBettbeM; oielleirht tonnte er aud) in bieiem JaHe bie Starrheit and Sidjt bringen. Sie erjählten bem Mönig, wie aUeö fid) )Ugetrugen l)atte, unb jeber mälzte bie lat auf ben anbereit. JiMe felir aud) ber Röntg veriudite, ben Uter ju entbeden: ecj war alles vergeben:-. Ter Staubet oerftanb [0 geidjidt, jeben üerbadjt von iirii fernzuhalten, ba$ fein Beweis i^elintien wollte. Da irhidte Salome iie fort unb befahl ihnen, am uöd)iten Jage wieber Dor ihm ,w etfetjeinen. HÜ iie wieber oot bem weifen Röntge ftanben, ba tebete bieier iie an: WiO euch ben Xieb nennen; bod) jUDOt möchte id) euch eine jjrage vorlegen. Der Röntg eines anbeten L'anbes hat utid) um eine Cut* [Reibung in einem fd)Weren jJnUe gebeten. vM)r feib \a burd) viele Stäöte unb Sanbet getommen, habt be«?* halb vieles gefeiten unb feib weite geworben. Btellndjt fönut ihr mir helfen. ein Mttabe unb ein SR&bdjen haben Don früher Minbheit an jufammen geivielt. 8inet Xaaef ünad) ber Rnabe tu ber öefpietin: ,S3ii merben einft SRaun unb Atau '.werben. 2d)ttHHf mir, bar, bu (einem anbeten SRanne folgen witft, wenn wir erwadjfen fein tverben. Unb wenn bu bod) bie ^ratt einee aubereu ju metben bereit 'ein [ollteft, bann mußt bu juüot um Söfung beiite-? Sdjroutee bitten.' Xaj "JÜuibdjen triftete ben (Sib. KidjtDiel fpätet würben bie beiben Donetnanber getrennt Satire oergingen, ohne ba| bie @efpielen fid) luteberfahen. Xao Käbdjen war jut Jungfrau ^etangewadjfen, unb n!le bewunberten ihre 2d)bnheit. Befonber« ein 3üngling au0 einer angelesenen gamtlie. Unb aud) bacjuns-(c SRAbdjen hatte au ihm (Gefallen gefunben. Sroybem midi iie feiner KBerbung immer auS. Unb al<S er fid) tnbUdj ein .vier^ faf;te unb fte qerabe,^u fraa,tf, üb fie bie Seine -.serben trolle, ba qeftanb aud) ftc ti,in iljre Üiebe, fagte ihm aber. ba| fie meiien beij einft gt- — 63 — leifteten Sdjtoured iljm nidjt anaehüren biirfe. Der 3ünglinn abet wollte nicht von ihr laffen, unb fo be fdjloffen fie, }U beut rinftt^en Spielgefährten }M jiel)en unb iljn um Söfung beö ©elöbniffei «1 bitten. Sie nahmen viele Sttjälje mit, ®olb unb Silber unb eble Steine, um banitt ben jungen SRann ((um ^Pet- Atd)t p bemegen, neun er ecs nicht freitoillig tun füllte. Äber ti beburfte nidjt foldjer 2)iittel. Der junge 3Wnnn mar ^toar entlieft 0011 ber Schönheit bes Wäbciiend, aber ali er hörte, bau fie ben anberen lieb hatte, gab er fie fügleid) frei; er wollte ihrem Qerjen fein i'eib jufügen. Beglitdt über ba«S gute Belingen ihrer iHetfe mad)« ten fiel) bie betben auf ben $eimweg. ^(ö^tid) aber ftetlte fid) ein Slfiubei ihnen entgegen, einen mödjttgen Stod fdjtoingenb, unb unter Drohungen fotberte er, baü ber Jüngling atlei gebe, toaö er bei fid) trage. s-8or Sd)red gelähmt, überteidjte btejer beut Oanbiten alle Sd)ät;,e unb flehte nur um bac Veben fetner Braut unb um ba« eigene, oe^t erft betrachtete ber Mäitber bat» 3Häbd)eu unb mar fogleid) von ihrer Sd)önt)eit fo gefangen, bau er leibenfdjaftlid) aufrief: ,Daö 'ÜKäbdjen iaffe id) nidjt tneljr, bid) aber werbe td) erfdjlagen.' Sdjon holte er 311111 Schlage auf, ba bat weinenb bac> JÜiäbdjen um Sdjonung. Sie erzählte alle*, waft firt) jugetragen hatte, wie fie voller Sorge aufgejogeu feien, um baö (Sieli'tbbe ttngefdjehen )U tuadiea, unb toie iie bod) fo glüdlid) gewefen feien, baf; fie etnanber angehören binjten. lir möge nur alle Sd)ä(je behalten, aber fie bod) in jjWebeu ^ieljen laffen. Da<5 {Beinen unb glel)en be« fd)önen ilJiäbriieifS rüljrte ben wilbett Wann. Cr Hefe ihnen baf x!eben, ja, er gab ihnen attd) alleö geraubte (tut wieber {urfid, baittit fie miteinanber leben fönnten. — — Diefer JvaK," fo fpradj Möntg Salüino, „ift mir vorgelegt worbett. li<5 ift ein Streit entftanben, wer von all ben ^erfonen ba« größte 80b Derbtent; iljr füllt mir helfen )U entfdjeiben. Sagt mir ein jeber feine?lnfid)t!" — Da iptad) ber IStfte: ,,^d) lobe am bödjften ba3 Ü)(äbd)en, weil eo baä (Melübbe nidjt vergeffen Ijat. l£S l)ät(e fid) fugen fönnen: l£ö war ein (inblld)ef Spiel, nl« id) ba* Berfpredjen gab; weit WOfjnt ber einftige