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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-01-07 · 1 (7.1.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
1 (7.1.1927)
Date
1927-01-07
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Nr. I GFMEINDERLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE. LEIPZIG Seile 7 Dir rtiviiM O. Buhlmann, PetersstraBe — jübifcb,en lereifeii heften« betnnnt — bietet in ihren impofonten WefcbäftStäumen eine fcMfce *«-iwrtt»l fdjoner unb »rciStocrtet ^orjellau , .W'ctftaH=, (»lal» unb ftunfi* I^aetilänbe. Der jeUt ftattfinbrnbe 5wlNWtUC»<UH»«ttauf gibt McgaiÄttt, be» onket« ttovteilbaft eiujulauf«u. Die 6>efd)äft«leituiifi ift flet« bemttbt, aUe SBttnf<f)e ber ttunbfttaafl etfütlcit unb mir empfehlen baher unfeten Sefetn, bei flebarf bie fo günftig im Zentrum gelegene CrmanftneUi *u benufcen. Ufa-Theater. U8 ift ber Direttioit bet Ufa Xbraloc gelungen, ben neuen tiifftfdjcti Wroftfidn „5er fchmniie Sonntag' für üeip^ia ju erlangen. Der Bilm lii(it bfe iiitermr&lirbe Irogit eine« unterbrachen Sorte« ftatt unb »neu(d)Iid) erfd)ütternb jum «uSbrucf fommen. Mb 7. Januar läuft ber fttlra fllelc^jeitin in foigeuben Iheatent: Uniocifuin, M'ururin,tftraß e*9t ofti>la(^ 93in« Irrgarten, ISiienbabnftraftc!><!, 1'olnft Ib,eotorA,inoenth»ier Strafte 41, SiJeftenb, ^'*i)(t)erfrhe Strafte 41. ........ 1 Versicherungen aller Art Siegmund Colin i Elslersfraße 2.4 Fernspr. 15000 _ Oegr. 1892 Möbel n größter Auswahl nur solid und preiswert Riedel & Böhme KathirlnenstraBa 19, l. Etage Aufstauung in 3 Etagen. ■pianobauö £cip3»9 'Diftridjring 18 Oj e»»Guptriun-S [cuwvc x W ©roß«» Säger in Piano» unb klügeln in allen Preislagen Geringe (Rnsablung — 'Hlcbrjabriger Ärcbif Vermietung mit Verrechnung bet tonuf — H4 — trratHr); er mag felbft nicht mehr an ba« Spiel benfen. ber bas 'JWäbdjen war treu unb gewiffenhaft, unb ba* tum »erbtent es höcbfte Änerfennung." ,,3d) finbe," fyrad) ber Zweite, „ben 3üngling, ber ba« Welübbt auflöjte, noch wnrbiger be« hödjften Holt*. Stahl mochte er uielleirht ->e« lain^e ^urütflieiien« ben Setmure« nicht mehr (frkncf)t haben; aber in beut Sluaenblirfe, ha er ö" Söjftn^ett feiner früheren (yefpielin fal|, entflammte fr für fie. Unb bennod) gab er fie frei, »eil er ihrem £">erjen nicht wehe tun wollte. Da« mar ebetfte Selbftlofigfeit; unb bar um nenne tri) il)n ben be« itabe« Starbigften." «eiben trat ber Dritte entgegen, „Staä ba« SDiäb» chrx unb wa« ber Süngling getan l)at," fagte er, „ift nicht« Wiihmenflwerte«. Das ÜMäbrben hätte ben Sdjmerj letrtjt uerminben fönnen, wenn i()r Welübbe nicht c^elöft würben wäre; wäre fie bann bod) bie (Mattiu he« einfti« gen Jreunbe«. geworben. Unb beut Jüngling bebeutete ei garnicht«, ba« iüiäbdjen freizugeben; benn er finbet andere sDtäöd)en, unter benen er wählen tattn. 3dj rfihme ben Räuber, ber ben Reiben bie ganje urojje ©elöfumme jurüefgegeben l)at, obwohl fte es ihm bat« ten überlaffeu wollen." 2>a rief Saluint) btefem Qefeten ,^u: „Du bift ber Wfiuber. Du baft feinen Sinn für£reue; eble Srlbft« loftnfeit t\iU bir nidjtä; fonbern ad betn Sinnen ift auf (Sriutuu (]erid)tet, unb bu fetjeuft aud) nur (gemalt niebt jurüd, um beinen ($eft$ ju vermehren." Jluf ben!8efel)l be3 Atönn^ tourbe er ergriffen, u«» nad) (anderem Beamten a.eftanb er fd)lteülid) ein, »d er bie geraubten Sdjäjje nerborflen Ijatte. — Der weife Jiöntfl Ijatte red)t: ber Sdjulbige uer» r*t ftd) felbft. g_- Gaffel. Die nadjfteljenben ÜRamen oon ^Jerfonen, bie in •er liibtfdjen ®efd)td)te eine Molle fpielten, füllen fo nitereinanberaefteCt werben, bafi jwei fenfredjte Stettjen be« Manien eine« juöifdjen Möniqs unb feiner Mefibenj ergeben: 3oab, SBrer, (£rwig, Urftcinu«, ©etb, Söaroca«, Sabtenitc, «erurta, 9Za(eaa)i. Stidjrta« SOfungeB pn» rinittfeitbeH an ©. «obn, tUMifl'^ Ortoftr. 84. ^ür unfere "}ugcnl>. Hlonaflidje Beilage 3um „Öcmcinboblaft ber 3jraelifijd>en 3^e!igion»gemcinbe ju £«ip5igu Mr. 16 Januar 1927 ^>ct6d>ult>igc t>accä( fid) felbft 3n jenen meit, weit ^urücfliegenben ßeiten, wo e* feine l£ifenbal)nen gab, unb aud) nur wenige Meifenbe fidj bie 8eqnemlid)teit bon Meitticren ober «Sagen l»e* retten tonnten, ba liebten es bie SRanner, bie mit ,pa«« belsartifeln uml)er,\ogen, auf il)ren SJegen gemeinfam mit anberen oon Stabt ju Stabt unb oon Dorf ju Dorf wanbern. SBenn mehrere beieinander waren, »erfürjten fte einer bem anbern bie fyit unb tonnten fidjerer iljre« 3Begeö jieljcn. iSinft frfjtoü ftd) jWv'i Siaufleuten, bie fdjon l)äufiger ^ufantmengetroffen waren, ein britter an, unb halb füljlten fie fo freunbfctjaftltd) füretnanber, bafj fie mandje 3öod)e beifammen blieben. Da gefdjal) e« einmal, baü fte ben SBeg uerfe^l* ten unb viele Stunben umherirrten. Sie hatten alle iljre Sparen oerfauft unb trugen feber eine ftattlidje Summe Weibes bei fid). Sie ftrebten nad) oeruialent, wo fie ben Sabbatl) »erleben unb bann neue Staren einlaufen wollten. Mad) itjrer Seteihnung hätten fit nod) red)tieitig am Freitag üor Untergang ber Sonne in ber Stabt eintreffen muffen. Bot)l faben fie fdjon bie erften Käufer ber 4tarftabt wiufen: aber bie Dämmerung war fd)0tt eingetreten, unb fie ertannten, ba» fie »or beginn be8 Sabbatl)« nod) nirbt am ^iele fein fönnten. Da fte ftreng am Branqe ber Später feftbiel* ten, wollten fie il)r (öelb ntd)t weiter mit fid) füljren unb befdjloffen, e« an einer Stelle, bie fie genau be» zeichneten, in ber (£rbe ju »ergraben, um es nad) Slul« gang bes Sabbatl)« wieber hervorzuholen. 3n bem ruhigen iSewufitfein, bi.fi ihr Schaft gnt «erborgen fei, feierten fie ben Sabbath. Äber al« fie am nä'cbften Zage bie Stelle auf juchten, mußten fie |n

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