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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-09-25 · 39 (25.9.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
39 (25.9.1931)
Date
1931-09-25
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 30 im f aipio tjon« ym\ *tt*? nm1?» od1? »rana dstos dd« n^in1? •uns r-nn Vn1? a-nax w "oan1? iatn ca "Äi ^» ^in» psa nrn s'Kin 'irr .i»*B»<^ 'DHU HERTA O E LS N ER FRITZ GOTHELF VERLOBTE Leipzig W 33, Markt 22 September 1(31 Empfang Sonntag, den 27. September, von 3—6 Uhr nachm. J dabei 455 ledig, 45 verwitwet, 47 geschieden; von den weiblichen Partnern waren 478 ledig, 24 verwitwet. 45 geschieden. Mischehen gingen '244 jüdische Männer (1X4 Ledige, 18 Witwer, 42 Geschiedene) ein. Von den nichtjüdischen Ehefrauen waren 178 evangelisch (157 Ledige, 8 Witwen, 15 Geschiedene), 34 katholisch (28 Ledige, 1 Witwe. 5 Geschiedene), 2 sonst christlich (beide ledig), 80 Dissidentinnen oder Frauen unbekannter Konfession (28 Ledige, 8 Witwen, 1 Geschiedene). 130 jüdische Krauen heirateten nichtjüdische Männer (103 Ledige, <> Witwen, 21 Geschiedene). Die nichtjüdischen Ehemänner waren 80 Protestanten (58 Ledige, 4 Witwer, 18 Geschiedene), 14 Katholiken (11 Ledige, 8 Geschiedene, 2 sonstige Christen (beide ledig). 34 Dissidenten oder Männer unbekannter Konfession (2(5 Ledige. 3 Witwer. 5 Geschiedene). Nach den Zählungsergebnissen des Statistischen Amts der Stadt Berlin beträgt die Gesamtzahl der reinjüdischen Ehen im .Jahre 1030: 1010, die Zahl der jüdisrh-nichtjüdi- SChen Mischehen 495, die der nichtjüdisch-jüdischen Mischehen 280. Die Zahl der reinjiidisrhen Eheschließungen wie die der Mischehen ist hOber als im .fahre 1929 (89(5. 489. 252). 1177 jüdische Menschen sind während des Berichtszeitraums in Grofi-Berlin gestorben; davon waren 018 Männer. 559 Frauen. Die Säuglingssterblichkeit war gering. Die meisten Personen starben im Alter von 85—75 Jahren. Die Sterblichkeit der Frauen ist geringer, auch ihr Sterbealter liegt höher als das der Männer. Bei Zurechnung der Geburten aus Mischehen ergibt sich im 2. Halbjahr 1980 ein SterbeQberschufl von 455. ohne diese Zurechnung ein Sterbeflbersehufl von 581 Menschen, somit für das ganze Jahr 1980 ein SterbeQberschufi von etwas über IKK) Menschen. Dieser Heber- Behufi entspricht ungefähr dein von 1928 (1188), ist aber niedriger als der von 1929 (1492). Dies ist jedoch nicht auf eine Steigerung der Geburtenzahl zurückzuführen, sondern auf einen Rückgang der Sterblichkeit, die 1929 mit 2714 Personen besonders hoch war. Unsere Gemeinde Warnung! In letzter Zeit ist zu verschiedenen Malen in betrügerischer Absicht der Name der (iemeinderabbiner in der Art mißbraucht worden, daß einige Jüdische Finnen durch fingierte Gespräche im Namen der Gemeinderabbiner ersucht wurden, bei ihnen sich vorstellende Bittsteller durch Gaben oder Aufträge zu berücksichtigen. Es ist damit so schlimm geworden, daß schließlich die Hilfe der Polizei in Anspruch genommen werden mußte. Am Montag ist ein Mann festgestellt worden, der einen betrügerischen Versuch dieser Art unternommen hatte. Ks handelte sich nicht um einen Ortsansässigen, sondern um einen gewissen Wilhelm Gehlkopt aus Elberfeld. Er ist nach Feststellunfl seiner Personalien wieder entlassen, und es ist noch einmal davon abgesehen worden. Straftantrag zu stellen. Im Interesse der Wohlfahrtspflege bitten wir alle unsere (iemeindemitglieder herzlich bei der Bekämpfung dieses Unfugs mitzuwirken. S 0 b a 1 d Anrufe i n W o h I f a h r t s a n g e 1 e g e n Ii e i t e n StOff"Etd^G nurl».t«r.str.S.I.Bt«*« Mantelstoffe in neuesten Mustern, Boucle, diagonal reine Wolle, zirka 140 cm........RM 4.90 3.90 2 Meter d u r c h G e m e i n d e rabbiner erfolg e u , e in p I i e h 11 es sich d u r c h Rückfrag e g e n a u e r e F e s t s t e11u u g e n z u m a 0 h e n. Auch der oben genannte Betrüger ist nur durch eine solche Rückfrage erwischt worden. Amtliche Bekanntmachungen Anmeldung von Kindern lum Religionsunterricht in den Schulen. Da demnächst die Anmeldung von Kindern zum Schulunterrichl zu erfolgen hat, so machen wir schon heute auf nachstehendes aufmerksam. Nach dem Gesetz ist bei der Anmeldung von Kindern den Schulleitern eine Erklärung darüber abzugehen, daß die Kinder am Religionsunterricht teilnehmen sollen. Auf diese Bestimmung seien alle jüdischen Eltern und Erzieher, welche wollen, daß ihre Kinder am israelitischen Religionsunterricht teilnehmen, nachdrücklichst hingewiesen. Es empfiehlt sich, diese Erklärung schriftlich in folgender Form zu bewirken: An die Schulleitung der........schule. Ich erkläre, daß mein Kind.........Schüler der . . . Klasse. an dem israelitischen Religionsunterricht im Sinne der Reirhsverfassung teilnehmen soll. Name ............ Stand ............ Adresse............ Datum......... Vordrucke zu dieser Anmeldung stehen auf dem Gemeindeamt kostenlos zur Verfügung. Leipzig, den 14. August 1931. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Mädrhenkonflrmation. Die Vorbereilungskurse für die M ä d r Ii e n k n n f i r m a 1 i o n beginnen im Oktober. Vorbereitung und Konfirmation sind unentgeltlich. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Mädchen, die am 1. April 1932 das 15. Lebensjahr vollendet haben werden, jüngere nur, wenn sie die Schule verlassen, um ins Leben zu treten. Schriftliche oder mündliche Anmeldung bei Gemeinderabbiner Dr. Gnldmnnn. König- •lohann-Straße 17 (Sprechstunde Sonntag. Mittwoch und Freilag 9X bis 11 Uhr. Fernsprecher 21007). Leipzig, den 24. August 1931. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. ßarmizwa-Vorberritung. Zur Barmizwa-Vorbereitung werden seitens der Gemeinde unent geltlich besondere Lehrgänge abgehalten. Für die in der Zeit vom I.April 1919 bis 30..luni 1919 geborenen Knaben beginnt der Lehr gang am I.Oktober 1931. Nur wer daran teilgenommen hat, wird nb Barmizwa in der Gemeindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 30. September 1931 im Gemeindeamt, Lohr Straße 101. Von der Teilnahme können auf Antrag der Eltern solche Knabei befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durcl einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch dies< Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. Leiprig, den 24. August 1931. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Im A: srhhiß an den Unterricht in unserer Religionsschule II is ein Barmizwa-Vorbereitungsunterricht eingerichtet worden. In dieser Unterricht sollen vor allem das Erlernen der Tonzeichen (Neginoth) Iii die Thora- .;i<! Prophetenvorlesung geübt und die praktisch-religiöse Vorschriften (T'fillin, Zizzith usw.) behandelt werden. Der nächste Lehrgang beginnt im Oktober d. J. im Gebäude de Höheren israelitischen Schule, Gustav-Adolf-Straße 7, und ist für Kn; ben bestimmt, die in der Zeit von Anfang April n. .1. bis Ende Se| tember n. .1. Barmizwa werden; die Teilnahme daran ist kostenlo Anmeldungen werden schon jetzt im Schulgebäude der Höheren i.sra< litischen Schule, Gustav-Adolf-Straße 7, von 15\i —16K Uhr entgegen genommen. Leipzig, den 25. August 1931. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig.

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