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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-07-10 · 28 (10.7.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
28 (10.7.1931)
Date
1931-07-10
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 28 Seite 6 (-- LEOPOLD LYSSOW Steckner-Passage Tel.29183 empfiehlt zur Reise: Schokoladen o Keks Erfrischungsbonbons V_) möglich, schon im Laufe des Montag jeder Woche einiureirhen. Durch Anhäufung <lcr Zusendungen In «ler letalen halben Stunde vor Redaktioneschluß entstehet! unliebsame technische Störungen, die bei einem großen Teile der Einsendungen leicht vermieden werden können, da der Inhalt schon rechtzeitig genug bekannt ist, um am Montag der Schriftleitung übergeben zu werden. Warmag J Seitens eines Ungarn namens Berg er, welcher auch den Namen Siegfried Hermann führt, sind in meinem Büro Briefbogen des hiesigen Rabbinats gestohlen worden, und es besteht der dringende Verdacht, daß sie zum Zwecke der Herstellung gefälschter Empfehlungsschreiben benutzt werden. Sollten Mitteilungen mit meinem Namen auftauchen, so bitte ich jeden, der sie in die Hände bekommt, falls auch nur der geringste Zweifel an der Kclttheil besteht, sie dem Vorseiger abzunehmen und sie mir zurückzusenden. Ks ist dabei durchaus möglich, daß die Empfehlungen auf andere Namen als die oben genannten lauten. Leipzig, im Juli 1981, König-,lohann-Str. 17. Dr. Felix (i o 1 d m a n n , (iemeinderabbiner. Amtliche Bekanntmachungen Ausgabe der Synagogenkarten. Die Erneuerung der Synagogenkarten findet vom 20. Juli bis T. August d. J. im Gemeindeamt, LöhrstraUe 10 1, statt. Karten, die nicht rechtzeitig abgeholt sind, werden anderweit vergelten. Wegen Zuteilung verfügbarer Plätze erfolgt später persönliche Benachrichtigung. Leipzig, den (i. .luli 1031. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeiiide zu Leipzig. Steuerordnung. Die in der (iemeindesitzung vom 1. Juni 1931 beschlossene, vom Ministerium für Volksbildung genehmigte Steuerordnung für das Jahr 1031 (1. April 1031 bis 31. März 1932) liegt vom 6. Juli bis 17. Juli 1031 werktäglich von 0—1 Uhr im Gemeindeamt, LöhrstraUe 10 I. zur Einsichtnahme für die Gemeindemitglieder aus. Der Wortlaut der Steuerordnung ist. abgesehen von den veränderten Jahreszahlen, der gleiche wie in den Vorjahren. Leipzig, den 30. Juni 1931. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeindc zu Leipzig. Sprech-tunde des (iemeinderabbiner Dr. Goldmann. Während des Monats Juli ist Gemeinderabbiner Dr. Goldmann nur in der Lage, einmal in der Woche allgemeine Sprechstunde abzuhalten, und zwar am Freitag von 9—11»/, Uhr. In besonderen und dringenden Angelegenheiten kann eine andere Zeit telephonisch verabredet werden. Das israelitische Gemeindeamt. Aus dem Gemeindeamt Personenslandsnachrichten Geburten : 16. Juni 1031 Rudolf (ireizerstein und Hilda gel). Zingher, Uferstr. 11 einen Sohn „Jakob Wolf". 17. Juni 1931 Jakob Hirsch und Johanna geb. Levi, Bayrische Str. 50 eine Tochter „Margarete Berta". 18. Juni 1931 Johann Lichtstem und Rahel Lea geb. Steinherg, Springerstr. 20 einen Sohn „Leonhard S i e g f r i e d". 22. Juni 1031 Jakob Kalter und Feiga geb. Deutelbaum, Promenadenstr. 17 einen Sohn. T r a u u n g e n : Sonntag, den .">. Juli 1031 Herr Irving Lerner, New York, mit Fräulein Annle Leah Merlin (Haupt), Leipzig, Mittelstr. 3. T o d e s f ä 11 e : 30. Juni 1031 Lina Caroline Bamberger, Waldstr. 00, 30. Juni 1031 Henriette Cohn, Ziegelstr. 20. Austritte aus der israelitischen Religionsgesellsrhaft (nach gellendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesellschaft den Austritt aus dem Judentum) : Dr. med. Johann Schwartz, Volkmarsdorf, Hildegardstr. 40 I. Helene Hermine Spiegl geb. Fuchs, Meuselwitz i. Thür., Altenburger Str. 04. Unsere Jugend Pro und Anti. Kabarett des jüdischen Jugendbundes „Franz Rosenzweig". Wer bei dem Titel „Pro und Anti — das Kabarett der rollenden Köpfe" an eine Reihe von rein lagespolitisch abgestellten Vorführungen gedacht hatte, fand an dem ersten Abend des neuen jungjüdischen Kabaretts wohl kaum das, was er gesucht hatte. Die anderen Gäste aber kamen wohl voll und ganz auf ihre - anerkennenswert geringen — Kosten. Den tagespolitischen Teil brachte in der Hauptsache Kurt Nu ss bau m in einer netten Konference, bei der das „Brüning- Gedicht" den besonderen Beifall der Gäste fand. Frau Eis,' Markise, die in letzter Minute für Fräulein Abraham einsprang, fand mit ihren fein vorgetragenen Chansons, vor allem mit dem „Kothschild-Lied", großen Anklang, ebenso Frau Dr. T r u d e Weichsel, die sich durch die nelte, unbeschwerte Art, mit der sie ihre Lieder vortrug, schnell in die Herzen der zahlreichen Zuhörer hineinsang. Richard Ziegler bestand den Wettstreit zwischen den männlichen und weiblichen Künstlern mit dem „Song von der Unzulänglichkeit" und einem Lied aus dem Tonfilm „Rivalen" vorzüglich: später trug er mit Richard Seile, der in zwei Tänzen „Bettler szene" und „Groteske" den sololänzerisrhen Teil des Abends bestritt einen „Seemannssong" von Mehring vor. Dann — last not least Rudolf Potoker. der in feiner, besinnlicher Weise Gedicht' von Kästner las. Nach dem Ende des Kabarett-Programms Spielten bis lange nach Mitternacht die „Manhattan Syncopaters zum Tanz. Trotz des guten Gelingens des ersten Abends sehe ich für diese Kabarett die große Gefahr, daß es eines unter vielen ähnliche wird, und zwar glaube ich, daß man mehr, als es diesmal geschal das spezifisch Jüdische betonen sollte. Ich will damit nicht auf dei Weg weisen, den das Berliner Kabarett „Kaltau" gegangen ist die Verhältnisse in Berlin und Leipzig sind zu verschieden —, viel mehr wird es die nicht leichte Aufgabe der Veranstalter sein, fi: die künftigen Abende, die etwa alle zwei Monate stattfinden soll, eine ganz besondere Nole zu finden. Und das ist mein Wunsch fii sie: „Findet diese spezielle Note, unter der Ihr Euer Kabarett starte' so wird es in dieser Frage nur noch ein „pro", aber kein „anti mehr geben, und Ihr werdet Euch bei gleichbleibender Qualität d< Darbietungen nie um ein volles Haus sorgen müssen____" Rudolf Solmsen. Neue Bücher Lavoslav Alk |I)r. jur., Krst. Vizepräsident der jüd. KultuageMSlnde Zagrcbl. Jüdische Acrzte in Jugoslavicn. Osijck l'.ni. (Tlsku Rügen Sektor). Der ungemein rührige Verfasser beweist mit der vorliegenden Art" erneut seine vielseitige Interessiertheit und seine ungewöhnlichen wisse schaftlichen Kenntnisse. Diese Untersuchung gibt weit mehr als d Thema ahnen IHBt: sie bedeutet einen fesselnden Hinblick in die geschieh liehe Entwicklung der Judenhcit Jugoslaviens und verdient daher nie außerhalb dieses Gebietes volle Beachtung. Auf emster Forschung b< ruhend plaudert das Buch in allgemein verständlichen Skizzen von abw stattlichen Keihe jüdischer Acrzte, die beweist, daß es unter uns Jude nie an Männern gefehlt hat. die diesen verantwortungsvollen und ■/■<■ gleich von menschenfreundlicher Gesinnung getragenen Beruf erfolgrcicl

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