Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 21 (22.5.1931)
- Date
- 1931-05-22
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 21 Da U mir unmöglich ist, für die vielen Gratulationen und Ehrungen, die mir anläßlich meines Geburtstages und Jubiläums erwiesen wurden, einzeln zu danken, spreche ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank aus. König-Johann-Straßc 2,'" Josef Kobcr hundert mit Recht einen Beitrag zur Geschichte der Aufklärungi da er zeigt, daß bereits lange vor Mendelssohn Jaden in erheblichen l'mfang UniverstUitsstudten betrieben haben. Keiner liefert .1. Bonne Beiträge zur Geschichte der noch immer dankten um! doch ansiehenden Gestalten David ltcuhcuis und Balomo Möhlins. Man abonniert die Monatssohrift. indem man Mitglied der Gesellschaft zur Forderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird and den jährlichen Mindestbeitrag von M. 10.— an diese Gesellschaft I Postscheckkonto l'nul Veit Simon. Berlin TOM) oder nn einen der Verlraucnsinjinner sendet, welche in Jeden lieft der Monatsschrift aufgezählt sind. Jüdisches Jahrbuch 1991. (Verla); Jüdisches Jahrbuch, Kerlin S 12, Luisenstr. 84.) Treis M. 4.80. Wer das jüdische Leben in Herlin mit dem der ..Provinz" vergleicht, wird gewahr, daß in dieser Kroßen Metropole, wo ein Drittel aller deutschen Und ilie Hälfte der preußischen Juden wohnen und die Zentral* Institutionen dea deutschen Judentums domiziliert sind, das Wissen der Juden umeinander und um viele der lebenswichtigen Krauen der deutschen Juilen verhältnismäßig schwach ist. Zu den Versuchen, die diesen Zustand abhelfen sollen, gehört auch die regelmäßige Ileransgalie eines jüdischen Jahrbuches. Wieviel von den fast 2110 (KM) Juden in Berlin kennen ihre (iemeindefObrer, ihre Politiker, ihre Wissenschaftler so nah. wie das in den kleineren Gemeinden der Kall ist. So ist es ein glücklicher Gedanke, daß neben den Berichten über das Biedlungsproblem, das Darlehnskassenwesen, «lern WohlfahlIswesen, dem Nachschlageteil mit seinem umfangreichen Adressenmaterial der Organisationen und Vereine, die in diesen fi. Jahrbuch zu linden sind, auch die großen Toten des Jahres au uns im Hilde vorüberziehen, ebenso Synagogenbauten usw. Wenn auch manches noch zu kurz bebandelt wird (S, H. die Berichte) und viele Kragen, die das jüdische Berlin angeben, in diesem Buch, wohl aus Platzmangel, nicht erörtert werden konnten, so kann man doch allen dieses wichtige Nachschlagebuch empfehlen. K. K. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Philo-Veriag, Rerlin. 3. Jahrgang (1981/82), 1. Heft (Jahresabonnement Mk. 10.—, Finzelheft Mk. 2.75). Wann und WO sind die Juden zuerst in Deutschland geschichtlich na c h z 11 w o i s e n V Mit dieser Krage beschäftigt sieh Oberhaun.! Adolf Bchmetser (Regensburg) in einem In Aprilheft der ..Zeitschrift für die Geschichte der deutschen Juden" erschienenen Aufsatz ..Die Rcgonshurger J u d e n s t a d t". Hier werden namentlich auf Grund Iiis auf die Itöiucrzcit zurückreichender gründlicher baiigescbicbtlicher Korsebungen zum ersten Male genauere Angaben Ul>er Kmstehung. allmähliche l'mbihlung und Ausdehnung der in dieser alten Handelsstadt liegenden Judensiedlung gemacht. Schmelzer glaubt trotz Köhlens unmittelbarer Howeiso — als sicher annehmen zu dürfen, daß schon um das Jahr 3.10 11. Chr.. also schon fast 120(1 Jahre vor ihrer Vertreibung (1.111)), Juden in Regonshurg ansässig waren. Danach hätten sie dort ein viel älteres Heimatrecht als die erst um Kl.'i eingewanderten Hajuvaren. - In einer grundlegenden Studie unterzieht Dr. Hans Reiünor (Berlin-Tempelliof) die vielbeachtete Weltgeschichte des jüdischen Volkes von Simon D u b 11 0 W einet wissenschaftllch-kritiachen Analyse. Dr. Sa rt Bchlffmann (Tel Aviv) sucht in einer Abhandlung Uber „Hein r ich S IV. V e r halt e n z u d e 11 .1 11 d e n z u r Zeit d e ( ersten Kreussuges" die politischen und psychologischen Beweg gründe des entschiedenen Eintretens 'les Kaisers für die Juden zu er klären. Den von Oecll Hoth im vorigen Jahrgang der Zeitschrift veröffentlichten neuen Mitteilungen über die Hamburger Marraueiigemeimh folgt jetzt aus der Keder von Alfonao OaBSUtO ein wichtiger Bei trag „N e u e F u n d e zur Ii 11 e s t e n Geachichte der p o r 111 giesi sehen Juden in Hamburg; auch diese Arbeit förder; wertvolles, bisher verborgen gebliebenes Archivinaterial zutage. Daf Heft, mit dem die „Zeitschrift für die Geschichte der deutschen Juden ihren dritten Jahrgang eröffnet, enthält außerdem interessante Miszellei und Rezensionen. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei. Her ausgegeben von Hugo Gold. Jüdischer Kuch- und Kunstverlag Krünn, Rennerpasse 20, I. Jahrgang Heft 8, Das dritte Heft dieser Zeitschrift ist besonders reichhaltig und er schien soeben in einem Umfange von SO Seiten. Die Zeitschrift bring' diesmal 11. a. folgende Heiträge: Bernhard Hrilling, Breslau: Der Präge ..Schlimmes" in Breslau. Kill Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte der Präge Juden. - Dr. Gustav Treixier, Graslitz: Kcchtsbrünchc in der alten Judenstadt. Dr. II. Sehwenger, Lundenburg: Die jüdische Schule Ii Lundenburg. Dr. A. Deutsch. Prag: fid Jahre Verein ..Afike Jehuda" Prag. — Bernhard Mandl. Budapest: Zur Geschichte der jüdischen (b meinde in Holitsch. — Dr. It. Wenisch, Konotau: Aus dem Konotauer Stadtarchiv. Dr. Michael llozmann und Max Porthein, Wien: Mute riallen zu einer Sonnenfels-Biograpbie. — Bücher- und Zeilschriflenscha 11 — Buch ecke. Stammbaume. — Namensdeulung. — Abonnement ganzjährig M. 7. . Probeniiinmer gratis. Faltboot* Ausstellung Ivörv 'Klepperründ Sonnlandbooten, Klepperzelten, Kleppermänteln in der Klepper-Fabrtkniederlage Ch. Starke, Brühl 8, Tel 27520 LEIPZIG C1 Vereinsnachrichten Jüdischer Jugendband „Franz Kosenzwelg" Leite zig im Verband der jüdischen Jiigcudvcrciti, Deutschlands. Anschrift: Frieda Bernstein, Leip zig (' I, Hollestr. 7. Heim: Jüdisches Jugendliche Klslerstr. 7. Mittwoch, den 27. Mai sprich! als letzter Redner Innerhalb der Vortragsreihe Uber das deutsche Rechtswesen Herr Arbeil gerichtsral Dr. Lew in über das „Arbeitre <• h t". Freitag, den 211. Mai, 21 Uhr Fre'tng abendfeier, Leitung Bundesfreund Pocke Sonnabend, den .10. Mai, 20.:to Ihr im Saale des Jüdisch Jugendheims Schewiiaus-Hall. Kapelle ..Manhattan Syncopaters", Zu Deckung unserer Unkosten müssen wir einen kleinen Kintrittspreis , beben. Die Karten sind bei unserem Hundesfreiind, Ludwig Hahn, haben. Wir laden hierzu alle Freunde und Mitglieder herzlichst ein. Jüdischer Frauenbund, Ortsgruppe Leipzig. Qrippi der Berufstätigen. Das nächste Beisammeiis. bildet am Mittwoch, dem 20. Mai, ab 20 Uhr v üblich in den Räumen des israelitischen Kindergarb Lcihiiizst r. :I0 II. statt. Da auch Gelegenheit gegeben den Abend im Garten zu verbringen, bitten wir i zahlreiches Erscheinen unserer Teilnehmerinnen. Zionisten — Revisionisten. Die für Donnerstag, den 21. Mai gesetzte Mitgliederversammlung findet Feiertags halber erst am Do: nerstag. dem 2H. Mai, 20,:t(l Uhr. im Jugendheim, Klslerstr. 7, Stl Jüdischer Gesangverein „Hassmir". Regelmäßiger Besuch der 1' beii unbedingt notwendig. Bei genügender Beteiligung findet an d< beiden Püiigstfeiertagen ein zwangloser Ausflug statt. Meldung 1*. K il e I m a n u erwünscht. Verein Ahawas Thora (Talmud Thora) K. V. n-2 Die größere Klasse der Talmud Thora (Abtlg. ^2,S',) feierte wiede: einen cre auf E'YU n:cc mit dem J—1. Zwölf Clin: hatten die ganze rece durehgelernt, von denen einer, nan Moitel Bchlffmann nach Kadin auf die ."WS" de» K-B*?» B"n )"rn gefah ist. Kin Festessen vereinigle Schuler, Lehrer, Litern und Freunde bis In die Nacht, geschnackt mit verschiedenen Thora Worten. — Herr Rabbi) 1-cldmann beendete die rcCB und schloß daran einen VY',1 an, in wclcl er der Jugend besonders ans Herr legte die Aneiferung dieser rCEB zum I lundsiI intensiven Lernen in der p-miTI wie die Hcdculung vom fmt " zu iH'folgen. Bbcnsa verlangte er von den F.ltern, der neuen KB2 SI2 r:. folgend, ijMS r-a vnr:n -.rwEr; -rsn» ^2 bedeutend größeres Gewicht auf d Lernen ihrer Kinder zu legen, ila die Verantwortung der Fehler der Jur den Eltern zugcsrhrielicn wird. Desgleichen ist nach flcm Satze J-ftSB ra \"'-'■ lpt1 J0 VnSOfl -,kK2 .. . 1j:tJ darauf hinzuweisen, daß das Verursachen gering St« Fehler große Folgen nach sich ziehen kann. — Es wäre noeh zu ergänz daß der Schiller I) z i a I oz in s k i einen 'nc^C vorgetragen hat. Kraitncr nie eine Abhandlung aus dem v»"t über rnVUS 1^ S*'» 121. — Es sprachen noch die Lehrer I. l'otok und Herr IL Merkin, wumil '■ F'citr ihren würdigen Abschluß fand.