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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-04-24 · 17 (24.4.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
17 (24.4.1931)
Date
1931-04-24
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seit« (i (IKMKINDEULATT PER ISRAELITISCHEN RELIÜIONSGEMEINPE ZU LEIPZIG Nummer 17 Ecieblgi Antrittsvorlesung! die sich mit der Frage befaßt, Inwieweit «u* der Vergleichung der Porm von neutestamentllohen Stücken mit entsprechenden rabbinischen Eraählungsformen Schlüsse auf die Geschichtlichkeit Jesu gezogen werden können. Von besonderem Interesse isi für uns die Einführung, in der Ptebig Ober die Methode als solche spricht .....i dch mii abweichenden Ansichten auseinandersetat, Pieblg weist dar* auf hin, dafi manche Wiaaenschaftler Ihm „Ueberschätsung" der 1£j«l>- binica nachsagen. Kr ist Qberseugt, dafi „spätere Zeiten diese Meinung nicht mehr teilen werden"« Die neu testamentliche Wissenschaft hat sich frOher ihre Aufgabe viel zu leicht gemacht, hat 11 i< 111 berücksichtigt, dafi .Ja doch die rabbinische Umwelt die unmittelbarste Umwell Jesu und der Urapoatel, und die Muttersprache .. dieselbe Bprache wie dielenige, die die Rabbinen gesprochen haben", gewesen ist. Er fordert für die Universitären rabbinische Lektorate, die »mll dem nötigen Nachdruck als Lebensstellung iu arbeiten vermögen", damit die erforderliche Vertiefung und Ausweitung der Methode gesichert wird. Mit Pieblg würden wir eine solche Entwicklung bcgrUBen, well auch wir der Uebereeugung sind, »dafi ernsthafte wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der rabbinischen Literatur besonders geeignet ist. Gerechtigkeit und Frieden zu fördern und tu wecken", und auch manche Geneigtheil christlicher Theologen zu geringschätziger Wertung des Judentums aus dem Wege iu räumen. v Montefiore: Umrisse des liberalen Judentums (Outline* «f liberal Ildaiam), Heraiisi'eg'cboii von Rabbiner Dr. Soliiiniann. Demnächst erscheint im Verlane von Gustav Engel, Leipzig, unter dem vorstehend angeführten Titel in deutscher Uebersetaung ein Buch, dem, nach dem Urteile bedeutender .luden, in der Geschichte des liberalen Judentums außerordentliche Bedeutung beigemessen werden mufi. „Uns fehlte das große Bekenntnishiich des liberalen .ludentnins, das. aus tiefer Herzensfrömmigkeit geboren, die ganae Wucht weltanschaulicher und praktischer Borgen des liberalen Judentums empfand und. ohne nach rechts "der links zu schauen, den Mut zu sich selber gefunden und sich mit allen schwierigen Problemen, die sich aus der gewaltigen Wandlung der geistigen, gesellschaftlichen und staatlichen Lage des Judentums mit Naturnotwendigkeit ergaben, auseinandergesetzt hätte." Aus diesem Bedürfnis heraus entstand dieses vorliegende Buch des sn tiei* religiösen Claude G. Montefiore.....In Buch voll heiligen Ernstes und peinlichster Gevi ssenhaftigkeit, vidi klarer und entschiedener Btellungnahme, die sich mit wahr halt rührender Bescheidenheit und Demut verbindet . . . ein Buch mit einer Fülle von Anregungen und Ratschlägen für die gedankliche und praktische Grundlegung und Gestaltung des liberalen Judentums ... In Familie und Schule, in Arbeitsgemeinschaften, wie als Antrieb zu wissenschaftlicher Erörterung und Vertiefung kann es zum Ausgangspunkt fruchtbarster jüdischer Arbeit werden." Die Verlagsbuchhandlung eröffnet eine Bubskription auf das sufier ordentlich bedeutsame Werk und setzt den Bubskriptionspreis für das in Ganzleinen gebundene Stück suf M. 5.75 (späterer Preis etwa M. 7.Olli, für dss broschQrte Exemplar auf M, 5. (späterer Preis etwa M. 0.—) fest, Rinseichnung in die Bubskriptionsllste nimmt die Bchriftleitung entgegen. Jehoichua Zim an, Krer. Israel in Zahlen. 25 statistische Bildtafeln von Otto Wallisch. Jerusalem 6001. (Herausgegeben vom Hauptbüro des Keren Kayemeth LejisraeL) In anschaulicher Weise gibt das vorliegende Büchlein Statistisches Uber die Entwicklung von Kiez Israel in den letsten 10 .Iahten. Auf nur wenigen Textseiten wird eine Uebersicht über die wirtschaftliche Knt wicklung, die jüdische Einwohnerschaft, die Bautätigkeit, Landwirtschaft, Industrie, Arbeit und allgemeine Fortschritte im Lande gegeben. Den Haupttell des Werkchens bilden die 28 Tafeln, die zeichnerisch die Entwicklung von Eres Israel nach verschiedensten Richtungen verleben digen. Die Tafeln sind ebenso lehrreich Wie anziehend gestaltet, indem das statistische Vergleichsmsteria] dem darausteilenden Gegenstande an gepafil ist. Im Vordergrunde stehen nicht die Zahlen, sondern die Gegenständen, Die Höhe der Zahlen wird durch die Wiederholung der Gegenstände anschaulich gemacht. Beispielsweise beider Uebersichl über die Jüdischen Obstplan tagen werden Orangen, Mandeln. Oliven, Bananen und Weingärten verglichen durch die Zeichnung der Früchte: je eine Frucht in einem Quadrat, das iihmi Dunam bedeutet. Indem BH solcher Einheiten für Orangen, IM für Mandeln, etwa 6W für Oliven, für Bananen, 6V4 für Weingärten dicht nebeneinander gestellt sind, ist mit einem kurzen Itlick das Verhältnis der für die einzelnen Ol,starten nutz i er gl machten Anbauflächen zu übersehen, ist Much ohne große Mühe der Flächeninhalt au berechnen. Auf die gleiche Art werden die anderen Fragen erläutert. Et WS! das Wachstum des Jischuws. indem als Kinheit eine Menschensilhouette in nun Köpfe zugrunde gelegt ist. und für daa Jahr IUP.' mit 57 OHO jüdischen Einwohnern 5 ganze und eine an den Beinen etwas gekürzte Silhouette hingestellt sind: für daa Jahr i'-'-'i mit 86 000 Einwohnern '.i und eine im Rumpfe abgeschnittene (also halbe) Bilhouette; für 1880 mit ITuikmi jüdischen Einwohnern 17 solcher Einheiten. Daneben werden die Tafeln durch sinngemäfie Zeichnungen noch lebendiger gemacht, so z. H. we rden bei der Tafel ..itns Wachstum des Bodenbestandes des Ken n Kayemeth Lejiarael" die Einheiten gebildet durch Rechtecke i .~>unou Dunam), in denen in ganz, knappen Strichen ein Feld mit daaugehörigem Hause sngedentel ist. Daneben aber sieht man den Bauern, der säend durch sein Fehl schreitet. Durch diese Art der Darstellung wird die ganze fülle ihr die Entwicklung und ihn gegenwärtigen Btand des jodischen Kiez. Israel betreffenden Fragen aus der üblichen trockenen Zahlenatatlatlk in eine äußerst lebendige und an regende Form gebracht, so dnll das Büchlein Bicherlich seiner Best Im mung in vollstem Umfange gerecht werden wird: Kiiien großen Kreis Von .luden mit dem Stande des jüdischen Palästina zu befassen und vor traut zu machen. c. Vereinsnachrichten /.ur He ach lang! Wir richten nn die Einsender von Vereinsnnchrichtcn die höfliche Bitte bei keiner Zuschrift die Anschrift des Absenders fehlen zu lassen. Ks Iii bisweilen mitwendig, durch eine schleunige Rückfrage irgcndwelcln Klärungen herbeizuführen. Durch llin/.ufiitfen der Ansrhrift werden im liebsitme Verzögerungen verhindert. Die Srhriflleilung. ®Jüdischer Jugendbund „Kranz Unsen/weig" Lei p zig, im Verband der jüdischen Jugendvereini Deutschlands, Anschrift: Frieda Bernstein, Leip zig (' 1. Hohestr. 7. Heim: Jüdisches Jugendheini Bisters! rafie 7. Heute Preitagab 6 n d f e 1 e i Wie sihnu bekanntgegeben hat Herr Oberkantm Lampel freundlicherweise die Leitung über nommen. Anfang 20.45 Chr. Sonntag, den 28, IV.. 16 Uhr, treffen wi uns abermals zum geselligen Beisammensein, Montag, den 24. IV. Arbeitsgemeinschafi Krich Loew: Wirtschaftspoiitische Fragen: „Akademisches Proletariat Für Mittwoch, den 20. IV. 20.15 Chr. ist es uns gelungen. Hon, 1 »r. med. K. Boloweetach i k für uns zu gewinnen, Herr Dr. Sole WeetSChik referiert über das sehr interessante Thema ..8 2IH", Eil Thema, das weile Kreise interessieren dürfte und bitten wir um regeil Zuspruch, Donnerstag, den SO, IV. Der Heimabend mit der aktuell. Ausgestaltung: Zwei Kurzreferate: ,<Allgemeinpolitische Tagesfragen (Philipp Bachsenhaus), „Handelapolitische Tagesfragen" (Jakob Sehn tenberg). I'nnie-Xinn Leipzig. Kreit ag. den 21. April, pünktlich 2H Chi findet eine Mitgliederveraammlung mil folgender Tage Ordnung im Borochovheim statt: Was wollte die Interessengemeinschafi der Krwerbslnsen und was isl aus ihr geworden? Schekelaktum in 1 Kongreß wählen; Lokale Angelegenhelten; Jugendfrage; Verschiedene» Im Anschlufi daran spricht um 2:1 Uhr <H Uhr) Genosse Prita Na tail, der bekannte sozialistische Wirtschsftakenner Uber die Las i m Zionls m ii s und die jüdische Arbeiterschaft. Zu dieser Veraami hing ab H sind alle Chawerim und Freunde der Poale-Zioii herzlich eingeladen. Wir lullen trota der ungewöhnlichen stunde Naftall spri< vorher in einer anderen sosialistischen Versammlung um regen Besu< Dienstag, den 28. April spricht Gen. Höaselbarth ül>' Das neue PoIen und Pllsudski. Ilen. I[össelbarth ist ein gm Kenner ih r Geschichte des neuen Polen, Wir bitten für diesen Vortn lege Propaganda zu machen. Der Kongreß findet am 20. Juni in Basel statt. Schlußtermin Berechnung der Mandate ist der I. Mal, Wahlen linden voraussieht! am SL Mai statt. Weiht für die Poale-Zlon] Nachdem das erste Heft der Nachrichten des Zentralkomitees allen Ortsgruppen Verbreitung gefunden hat, erscheint demnächst neues Mitteilungsblatt, gewidmet den Gemeindefragen der Poale-Zion l Deutschland. Jüdische Arbeiterjugend (J.A.J.). Am S 0 u n a b S n d . dem 25. Ai fäll) der Gruppenahend aus, dafür gehen die Genossen zur Mitglied Versammlung des Jüdischen Arbeiter-Turn- und Sportvereins. Am Sonntag, dem 20. April machen wir eine Fahrt. Tfoffpui früh TJ6 Chr. pünktlich, am Bahnhof, Osthalle. Fahrtziel wird dai bekanntgegeben. Festkomitee des Polnischen Fiirsorgcvcreins Leipzig. Qeochäfl stelle: Plagwitser Sir. 11 (Polnisches Konsulat), Prühlingsfesi Ks versäume niemand, unser Frühlingsfest, weiches am 25. April 19 unter dem Protektorat von Herrn Generalkonsul Dr. Georg Adamkiewi in sämtlichen Sälen des t'.-T. slaltfindet. zu bcauchen. Der internatinu berühmte Heldentenor Igno Mann bietet dem Leipziger Publik einen seltenen Kunstgenuß, wobei nicht unerwähnt bleiben soll, dati su die berühmte Berliner Klaviervirtuosin Frl. Margarethe Jollea u die beliebte hiesige Opernsängerin Frl. Doris Wilamowsks dem Gebiete der Kunst den Wünschen des werten Publikums entaprech werden. Bs wird deshalb bestimmt mit einer regen Beteiligung gerechi und lullen w ir höflichst, infolge OOS Starken Vorverkaufes sich rechtsei mit Eintrittskarten au versehen, weiche hei allen Komitee ml tgliedem, sämtlichen Vorverkaufsstellen und auch an der Abendkasse ab 17 c erhältlich sind. Wir verweisen besonders auf das sich in diesem Biel befindliche Inserat. To in Iio ia und Pr8 m iebverteilung: Eine sehr reichhall i Tombola, mss m menge sein fast aus nur wertvollen Gegenständeni biet« jedem eine günstige (odegenheit, sich bei billigen Preisen in den Besil

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