Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 17 (24.4.1931)
- Date
- 1931-04-24
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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24. April 1931 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 6 künstlerische Leistung voll zur Geltung. Lebhaften Beifall löste die Llebessene mit Paris aus. Grol.it> Lachsalven rief das urkomische Spiel von Maus Löwenberg als Menelaus hervor, dessen Maske schon eine wundervolle Karikatur des Griechenkönigs darstellte. Auch alle übrigen Darsteller, der kriegerische Agamemnon, der würdevolle Calcium und die anmutigen Jungen Mädchen haben den ihnen gespendeten Beifall voll verdient. Die musikalische Ausgestaltung lag in den Händen von Kapellmeister Koppisch und Walter Kamerling. Der vorsOgliche Besuch des Nachmittags war ein Beweis für die Anziehungskraft der Künstler, und die heitere Stimmung der Zuhörerschaft ist als ein wohlgelungener Abschluß der Winterarbeit zu betrachten. ^uaseiehnung für den Architekten Wilhelm Maller. Wie wir erfahren, ist unser Architekt Wilhelm Malier wiederum gelegentlich eines Ideenwettbewerbs ausgezeichnet worden. Die schwierige Pinanslage der Stadl Leipzig hat dazu gezwungen, den Bau von stadteigenen Wohnungen äul.terst einzuschränken, obwohl die Haukosten in der Nachkriegszeit noch nie so niedrig waren wie gegenwärtig. Die zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossenen Architekten-Verbünde haben deshalb einen Ideenwettbewerb veranstaltet, um Entwürfe für Wohnbauten zu erlangen. Zu den Architekten, deren Kidwürfe lohend bewertet worden sind, zählt auch Wilhelm Kaller, dem damit von neuem eine auszeichnende Anerkennung seines Könnens zuteil geworden ist. Ks verdient besondere Beachtung, dafi der durch seine Sakralbauten weithin bekannte Künstler durch diesen Entwurf erneut auf seine besonderen Fähigkeiten für l'rivatlinutou aufmerksam gemacht hat. Sein Ruf als Raukünstler für Sakralzwecke sollte seinen Ruf als Künstler für Zweckbauten nicht überschatten. Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen Religionngemeinde sn Leipsig Tascheakalender. Die Gemeinde wird für das Jahr "><>{>•_> wieder einen Taschenkalender herausgeben, der wie im Vorjahre ein Verzeichnis aller in unserer Stadt bestehenden jüdischen Vereine enthalten soll. Da erfahrungsgemäß viele Aendeningen vorkommen, erfolgt die Aufnahme in den neuen Kalender nur nach eigenen Angaben der Vereinigungen. Die Vereine werden deshalb gebeten, uns Iiis 'l'l. Mai ds. .Is. mitzuteilen, in welcher Form die Eintragung vorzunehmen ist. Leipzig, den 17. April 1931. Der Vontand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. riedhoisfcärtlierei des neuen Friedhofs. Die von der Gemeinde in eigener Verwaltung betriebene Gärtnerei unseres neuen Friedhofs übernimmt sämtliche Aufträge auf lepflanzung, Instandsetzung und Pflege von Grabstelleu. Ks wird weiter darauf hingewiesen, daß die Friedhofsbesucher lie Möglichkeit haben, ihren Bedarf au Topfpflanzen, Schnittblumen, .'asen und Schalen in der Friedhofsgürlnoroi zu handelsüblichen 'reisen zu decken. Fachmännische Beratungen und Berechnungen erfolgen kostenfrei. Leipzig, den 18. April 1981. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt 'riedhofs- und Bc-i.iUmm-w......i. Jeder sterbefall ist unverzüglich dem Gemeindeamt, wenn dieses eschlotsen ist. dein Bestultungsordner Meyer Brande. Gottsched- •r. 28, Fernspr.-Nr. 11200, zu melden: sollte dieser ausnahmsweise ich! erreichbar sein, so wird die Meldung durch den Neuen israelischen Friedhof, Fernspr.-Nr. 58889, übermittelt. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstraße 4. Am Sonnabend, den 25. April 1931, wird Herr Landrabbiner Dr. Blum-Emden in unserer Synagoge im Morgengottesdienst um 9',, Uhr eine Predigt halten. Der Synagogen-Vorstand. Jftce \3tecz£MSW4Utsche\ weedm ecfüilt... durch «inen Gewinn in der Sächsischen Landes - Lotterie Fast jedes zweite Los gewinnt! Ziehung 1. Klasse am 18.. 19. und 20. Mal 1931 Lose V,. Vi 5.- 10.- 25.- 50.- Mk. empfiehlt die Staatslotterie-Einnahme £eopotd IMMec Büro nur Petersstr. 11 Telef. 24558 (Fahrstuhl) .laciihsnu-llcim in Seesen. Vom ReichsausschuB der Jüdischen Jugendverbande erhallen wir nachfolgende Mitteilung: „Wir erlauben uns, Ihre Aufmerksamkeit noch einmal darauf ZU lenken, dafi wir in den Monaten Mai und Juni noch eine Anzahl von Plfttzen In unserem Jacobton-Heim in Seesen zu einem Pflegesatz von M. 2.25 bei streng koscherer Verpflegung frei haben. Autgenommen werden Jugendliche beiderlei Geschlechts, im Alter von 14—28 Jahren. Die Kurperiode für Mai läuft vom l. _'.s. Mai, für Juni vom l.—29. Juni. ICs sind jedoch auch Aufnahmen für nur 11 Tage möglich." Meldungen sind an den Reichsausschufl der jüdischen Jugendverbinde, Berlin-Charlottenburg, Kantstraue lös. zu richten. Peraramsteadsuehrichtei B a r m i Z W a : Sonnabend. Mai. Rolf Kremnitzer. Sohn des Herrn Dr. Bernard Kremnitzer und Frau Hösel geh. HeBdorfer, Grassistratte Ü. in der Qemeindesynagoge. T o d e s f ä I I e : 8. April 1981 Riwa Rebeka Kirschner, KOnig-Johann-Str. 16, 12. April 1i):tl Chaim Isah Bienenstock, I'ronienadenstr. 7. 12. April ItW Leonhard Meyer. (iustav-Adolf-Str. 84. 14. April 1981 Adelheid Falk. Bberhardatr. in. 18. Apnl ]!>:!! Theophila Auerbach, Brühl 8. Neue Bücher Paul F i e Ii i g (Professor für noutestumentliche Wissenschaft au iler Universität Leipzig). Kabliinisclic Ferssgesehiehta und <Jesrliii'htlirhkeit Jesu. Leipzig (ISKll). (Verlag Gustav Engel.) Fiebig gehOrl zu den noch wenigen Forschern, die mit allem Nachdruck «Ii«1 Notwendigkeit betonen, die rabbinischen Quellen selbst zu durchforschen, um von Ihnen aus Licht auch suf die Bttesten Zeiten <les Christentums fallen zu lassen Die vorliegende Veröffentlichung bringt