Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 15 (10.4.1931)
- Date
- 1931-04-10
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 (IKMKINDEBLATT OKI! ISRAELITISCHEN KEI.MilONSdEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer i Gebrüder Kornmehl schlägt alles in Bettwäsche Einsatz - Bettgarnituren mit garnierten Bettbezügen Spezi alangebot 2 BSe! Schni"^ •*>/*» Qualität Lina . . . RM 7.90 1 Beide Qualitäten u Bertha . . >, O.SO I Prima Linon Vorstehende Preise verstehen sich pro Doppalgarnitur mit prachtvollen kunstscidenen Mickcrci-Kinsiuzcn in beiden Kissen und Bazügan, in gtau, weil*, KoM, tlicdcr und farbigen Einsätzen. Volant-Bettgarn itu ren Werbeangebot 2 Bezüg"! Schni"8rößc «3° 200 Qualität Gerta . - . RM lC^.OS) aus schweren „ Klara ... „ 11.75 I Linon Vorstehende Preise verstehen sich für 2 Kitfan mit prachtvollen kunstseidenen Einiätzan und 3 Saitan Spitza, 2 Kilian Klau und 2 Bazüga Ergänzungs-Angebot Damenhemden mit reichhaltiger Stickerei und Motive aus besten StofTqualitätcn, mit Achselschluß und Träger .... normal RM 1.20 extra weit l.SO sowie Damaste, Stangcnlcincn, Bettücher, Handtücher, Inlett usw. 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Wir mochten an dieser stelle allen Referenten und Referentinnen noch einmal bestens danken, sie haben durch ihre Mitarbeit dazu verholten, einer zahlreichen Tcilnehinerschaft an der Arbeitsu> meinschafl neue, wichtige Wissensgebtete zu ersehließen, und es bleibt zu hoffen, daß In späteren Aussprachen diese Referate bzw. die darin behandelten Stoffe ausgewertet werden können, um wirklich in den geistigen Besitz der jüdischen Frauen Leipzigs überzugehen. Die Teilnehmerinnen der Arbeitsgemeinschaft haben außerdem an einem Vortrag von Frau Dorothee v. Velsen, der Vorsitzenden dedeutschen Staatsbürgerinnenverbandes, teilgenommen, der zum Thema hatte: Die Frau in der Politik. Dieser Vortrag war von den i>rtsgrup|>en iles staat-bürgerinnenverhandes. des Jüdischen Frauenbundes, de- Lehrerinnenverbandes und der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit einberufen worden. Wir haben es besonders begrüßt, dafi gerade in der jetzigen Zeil diese genannten Verbände gemeinsam zu einem solchen informierenden Vortrag sich zusammengeschlossen haben. Ks wäre äußerst wünschenswert, wenn unsei jüdische Arbeil auch in der Folge mit Interkonfessioneller Frauei arbeil zoiwoilig mehr in Konnex kommen könnte. Gelegentlich der bevorstehenden Generalversammlung der Ort gruppe iles Jüdischen Frauenbundes hoffen wir, von den Mitgliedei der Ortsgruppe sowohl, w ie speziell von Teilnehmerinnen an der ,\i beilsgemeinschaft, ZU hören wie man einer ähnlichen Veranstalte im nächsten Arbeitsjahr gegenübersteht, Unsere Jugend Bericht des KSRA-Lanilhcim Leipzig für ItKIO. Zu Beginn der Soinnierferien des Jahres UKW) konnten wir zum zweiten Male die Pforten unseres Landheiines in Triebes öffnen, l>. finanziellen Schwierigkeiten, mit denen wir bereits im Jahre 1!)'2!1 m kämpfen hatten, waren im vergangenen Jahre noch größer. Air slchts der wirtschaftlichen Lage halten wir es unterlassen, mit di Bitte um Spenden an die Oeffentlichkeil zu treten, so daß wir .v einzige finanzielle Unterstützung den Beitrag der Israelitischen Religionsgemeinde durch Vermittlung des Jüdischen Jugendriugi Leipzig, erhielten, für welchen mich an dieser Stelle herzlichst dankt sei. Die Erträge des Chanuka- und Purimf est es 1929/80 \. wandten wir zur Bezahlung unserer Verpflichtungen auf das im Jahre 1!)'.;'.) gekaufte Inventar. Trotz aller Schwierigkeiten können wir zu unserer Freude feststellen, daß wir einen großen Teil Kinder minderbemittelter Eltern einen Ferienaufenthalt von 1 5 Wochen gewährt haben. Die Freud.' dieser Kinder, die zu Hause den Kampf um das tägliche Brot ständig miterleben, zu sehen, war für alle Mitarbeiter am Landheini ein. reichliche Entschädigung für alle Mühen. Von den ingcsaint 58 Be suchern unseres Laudheimes haben wir S Freistellen gewährt und 11 zu teilweise bis zu .">()"„ des festgesetzten Satzes ermäßigte! Preise aufgenommen. Nachstehend einige nähere Angaben: Es waren 2!) Jungens und '_'!) Mädchen im Heim, das Durch Bchnittsalter war bei den Jungens nü Jahre und bei den Mädchei Iii Jahre. Der Aufenthalt betrug hei den Jungeus durchschnittlich :t Wochen 1 Tag und bei den Mädchen '-' Wochen ."> Tage. Im ein zelnen waren bei den Jungcns 'J eine Woche. 10 zwei Wochen. 7 dl Wochen. I vier Wochen und!• fünf Wochen, bei den Mädchen 5 eine Woche. 12 zwei Wochen, ö drei Wochen. I vier Wochen und 0 lül Wochen im Heim. Ferner waren (i Nichlinitglieder unseres Bilm im Heim, und zwar :; Jungens und 8 Mädchen. Die Durchschnitt einnähme pro Kopf und Tag betrug 2JJ4 M. Dieser Salz konnte nur dadurch erreicht werden, daß einzelne selbst verdienende Bsräei ihren Verpflegungsbeitrag freiwillig erhöhten, daß ferner einzeli Freunde unseres Hundes uns in Triebes besuchten, die für die di genossene Gastfreundschaft uns finanziell reichlich entschädigten, unserer großen Freude verging kaum ein rar und Sonntag, oh daß wir Besuch seitens unserer Freunde und Eltern erhielten. \v glauben feststellen zu können, dafi auch die Besucher unsere- L heimes. die nur einen oder zwei Tage in demselben verbrachten, n dem dori herrsehenden Geist zufrieden waren. Der Zweck unseres Landhelmes, einer möglichst großen An/ vin Kindern, denen sonst keine Ferienfreuden gewinkt haben, sei. 1 zu verschaffen, sie ihre Ferien in einem echt jüdischen Milieu i I gleichgesinnlen und gleichalterigen Freunden verbringen zu lassi die noch besiehenden sozialen Unterschiede zu Oberbrucken, zur s ständigkcil zu erziehen, das Gemeinschaftsgefühl zu pflegen, das Y sntwortungsbewufitsein zu stärken, alles das konnten wir im \ gangenen Jahre, wenn auch nicht im vollen, so doch in ziem großem Maße erzielen. I'nsere Aufgabe wird es sein, diese in jii scher und sozialer Beziehung wichtige Institution zu erhalten U auszubauen, und die Aufgabe unserer Freunde und Gönner wird sein, uns hierin so weit wie möglich zu unterstützen. Wir wollen diesen Bericht nicht schließen, ohne all denen, i uns bei der Einrichtung und Ausgestaltung unseres Heimes behilfl waren, unseren herzlichsten Dank auszusprechen. Gegründet 1868 Fernspr. S.-Nr. 717 86 Aug. 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