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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-04-03 · 14 (3.4.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
14 (3.4.1931)
Date
1931-04-03
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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3, A|>ril 1981 QEMEINDBBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seit« ' $555? II—m-T njffin im JUDISCHER FRAUENBUND + O R T S G R U P P E L E! P Z I G —niii Abschluß unserer Winterarbeit veranstalten wir am Dienstag/ den 14. April 16 Uhr einen »Heiteren Nachmittag« im "Weißen Saal» des Z.00 dessen Liberschuß für unsere Halbtagsferienkolonie bestimmt Ist, + Pünktlich ld.30 Uhr gelangt -in Aufführung DIE SCHONEHELENA (Musik von lacques Offenbach) .-vis Kursoperette in 2 Bildern l>earb. u. m>c. von I lans Loewcnbcrg, Musik. Leitung; I larry Koppisch Paris, König Priams Sohn...........Fritj Cohn Calchas Großaugur de« lupitcr. . . Wilhelm Wojewodc Mcnelau*/ König von Sparta.....I lans Loewenberg Achilles................Nathan Dunkelmann Helena/ dessen Gattin.......Olga Bamberger Lacna............Anneliese Baruch Freimann Agamemnon/ König der Könige .... Fclfx Kestenbaum Parthcnis....................Erika Lewin Orestes/ dessen Sohn............Jacob Feniger Thetis.....Hilde Baumann Margot Bclmonte Eintritt: M. 1.75 inkl. Oed eck Ü ä - t I r r ( n u n il I u g e n d , I I I k 0 I 4t und an . . . Menschen." Erst, so schilderte der Aufsatz, durch die weitere Entwicklung der Gemeinde, seitdem sie sich durch Zuxug von aus lern Osten stammenden Mitgliedern schnell vergrößert hübe, und las! lusschließlich durch diese, habe eine Entfaltung jüdischen Lebens einsetzen können. Der Aufsatz versucht nun ein Bild des heule bestehen len jüdischen Lebens durch die Anfflhrung der verschiedenartigen religiösen, jüdisch-politischen, Wohlfahrtseinrichtungen, Jugend- und aller sonstigen Organisationen zu zeichnen; gibt aber dieser Betrachtung eine gani bestimmte Richtung, indem er all die wesentlichen Mo inente der Verlebendigung der Gemeinde die Begründung der Talmud-Thora-Synagoge (als Versuch einer Einigung des später ragesogenen Gemeindeteiles) und die Gründung der Höheren Israelitischen schule (als das Brsiehungsreservoir für die künftige Gemeinde) durch den orthodoxen Rabbiner Dr. Ephraim Carlebach hingestellt werden. Diese Betonung eines überragenden Einflusses orthodoxen und ostjüdischen Eingreifens für die Gestaltung der jüdischen Verhältnisse in Leipzig beherrscht <leu ganten Aufsatz so sehr, dal! der Eindruck TWeckl wird, als ob seitens des deutschen, Vorwiegend liberal te richteten Teils der Gemeinde nichts oder kaum etwas zum jüdischen .eben unserer Gemeinde beigesteuert werde. Es würde den Talsachen aufs krasseste widersprechen, wenn der \uieil des orthodoxen und ostjüdischen Teils unserer Gemeinde am iidischen Leben auch nur im mindesten verkleinert werden rollte. Ver sich der Mühe unterzieht, die Fülle der innerhalb unserer Geieinde bestehenden Organisationen und Einrichtungen einmal darauf in zu betrachten, wird leicht erkennen, welch ein außerordentliches lall au Leistung von diesem Teile der Gemeinde aufgebracht wird. >ie Gerechtigkeit muH aber tilgestehen, dafl die soeben hier mit nappen strichen skizzierte Darstellung der Verhältnisse die Wirk chkeil unrichtig schildert. Auch der deutsche und vorwiegend liberal erichtete Teil der Gemeinde hai von Anfang au bis /.um heutigen Tage für eine Reihe wichtigster Einrichtungen den Anstofl gegeben Einrichtungen, die zum Teil für «las gesamte deutsche Judentum von größter Bedeutung gewesen sind; au der Gestaltung der gegenwärtig, bestehenden Verhältnisse in der Gemeinde nahmen und nehmen deutsche, liberal gerichtete .luden in führenden Stellungen lebhaften Anteil. Ks mußte diese Kreise der Gemeinde nicht unerwähnt soll bleiben, daß unter ihnen viele durch das. was sie zum Haushalt dei Gemeinde beisteuern, in erheblichem Umfange der Gemeinde die Erfüllung ihrer Aufgaben eist ermöglichen ganz empfindlich verletzen, daß i h r Beitrag zum jüdischen Leben mit solcher nichtachtenden Geringschätsung behandelt wurde, daß auch die ausschließlich oder doch zum erheblichsten Teile von deutschen, vorwiegend liberalen Geineindemitgliedern begründeten und erhaltenen Einrichtungen ihnen nicht zugerechnet wurden, daß der opferfreudigen und hingebenden Mitarbeit liberal gerichteter, deutscher Gemeindemitglieder keine Erwähnung geschah, daß beispielsweise die Tätigkeit der liberalen Gemeinderabbiner, über die jeder, der unsere hiesigen Verhältnisse auch nur oberflächlich kennt, hinreichend unterrichtet ist, nur in anderthalb Zeilen gestreift wurde. Kine peinliche Bedeutung gewann der Autsati dadurch, daß von vornherein allen, die mit den Dingen mehr Verlraul sind, übei den Verfasser dieses mit (i. Jacob) gezeichneten Aufsatzes kein Zweifel bestand: Mau wußte, daß hinler diesem Decknamen der als Redakteui beim Israelitischen Familienblatl tätige Sohn unseres Gemeinderabbiners Dr. Carlebach sich barg. Dieser Umstand ließ, zumal auch scher, früher das Israelitische Kamilieiiblall der Leipziger Gemeinde gegenüber w iederholt eine gleich t inseitige Auffassung bekundet hatte, nicht erwarten, daß eine Richtigstellung in dem Umfange, dei der Sachlage entsprach, Raum gewähr! werden würde. Gemeinderabbiner i ohn veröffentlichte deshalb eine auf tatsächliche Feststellungen begründete Richtigstellung in der Jüdisch-Liberalen Zeitung vom 18, Februar und ^G§C^ Opüket Qccdich hiiftJhxnJuaen / m ^j^'^^^g} i 7 STAMMHAUS: . FILIALEN: NIKOLAISTRASSE 11 (Ecke Sch uhmacher gäßchen) GRIMMAISCHER STEINWEG 4 (gleich vom am A ug u st u splatz) IM ALTEN RATHAUS unter den Lauben am MARKT ISS1 * 1Q31 50jk ihce Dienst am JCunden!

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