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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-01-16 · 3 (16.1.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
3 (16.1.1931)
Date
1931-01-16
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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$ emeüiö ebtott DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEI NDE ZU LEIPZIG AMTLICHES NACH RICHTEN BLATT DER GEMEINDEVERWALTUNG! IDus Urmclndeblalt ersdirlnt Irdrn Krrlia« und wird I ^a ■ ■ a A w- * m mijn/jiu/ den MIlRlIedcrn der Krllnl<mn|«-ni<lnd<- unrntgrltlldi I W NIHMBN » / JOrlKuflNu / i ilurdi dtr Post zusrstrllt - SchrlftlrltunR: r o c ITA f. 1r\ I AMIIAD \f\*1 > <;rmflndrrahblnrr Gustav Cohn. UIpziR. lAhmlraBr 10 I F KB IT OQ lO» JONUAK lVfl Anzeigender« altim« und Druck: Budidruckercl Auflust Prien, Leipzig, Bruderatr. 59 - Fernruf 70006 - Ptistsdiedi Leipzig 53920 - Nachdruck nur. mit Quellenangabe und mit Genehmigung dm Verlassrrs gestattet Sächsische Nothilfe Wir bitten unser«' (ieiucindeinitglieder. sicli ltt>i ihren /.uweiingen für das allgemeine Hilfswerk unserer Vermittlung ni bedienen. Wir führen nlehe an den Ortsausschuß1 ab. Im Rahmen der Nothilfe können Spenden auch für jüdische {wecke bestimmt werden. Geldspenden werden au unserer Kasse werktäglich von 9 bis 1'l lihr entgegengenommen oder können auf unser Postscheckkonto Leipxig B0588 überwiesen werden. Sachspenden aller Art werden . i Wunsch abgeholt. Der Ertrag der W o h I f a h r t s b r i e f in n r k e n . die durch unsere Vermittlung besogen werden, trägt zur Linderung der Not jüdischer Mütter und Kinder bei. Leipzig, den '24. Dezember 1980. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Die jüdische Bevölkerung in Leipzig Von Herbert P h i I i p p s t Ii a I. Berlin. (Schluß.) Die (lliedorung nm-li dem LaiuiliciMand 1910. Gesamte Wohnbevölkerung .luden Familienstand männl. weibl. zus. männl. weibl. zus. ledig 169685 Hi:> 974 888 659 :iis:t 2481 5614 \ erheiratet 109878 109 742 219 115 1700 1047 3347 getrennt lebend 1 722 2 768 4 487 18 28 88 verwitwet ."> 589 28 802 29 241 «7 818 102 geschieden i im 2 808 :»848 11 21 82 insgesamt 287 412 802 4:m 888 BfiO 4994 4440 0484 V e r Ii ä 11 n i s z a Ii 1 e u ledig 59,0 54.2 50,4 03.7 54.H 59.:» verheiratet B8j0 30,3 117.2 34,0 37.1 H5.5 getrennt lebend 0,0 0,9 o.s o.:t 0,0 0.5 verwitwet 1.9 7,8 4,9 1.x 7,0 4.4 geschieden 0,5 0,S 0.7 0.2 0,5 o.:t insgesamt 1(10 100 1 (MI 100 100 1INI Aus der Gliederung nach dem Familienstand ersehen wir, daß t Prozentsatz der ledigen .luden bedeutend über dem der liesamt- Wilkerung liegt; daß die Zahl der verheirateten .luden unter der r N'irhtjuden sich bewegt. Kerner nehmen wir wahr, daß die ge- mit lebenden .luden ein geringeres Kontingent stellen als die bristen. Verwitwet leben die .luden auch in geringerem Ausmaße. >enso sind, was wohl allgemein bekannt sein dürfte, die jüdischen '■Scheidungen nicht so stark verbreitet wie die der Hevölkerungs- lirhelt. Für die Nachkriegszeit liegt diesbezügliches Material nur is Hamburg vor. wo die Verhältnisse die gleichen sind (ausgenommen bei den jüdischen Witwen, was wohl mit dem Kriege in Zusammenhang steht) wie die in dem VorkriegS-Leipiig. Deshalb ist wohl die Vermutung berechtigt und wird auch aus vorhandenen Einxeluntersuehungen bestätigt, daß der .lüde nach wie vor schwerer zur Heirai sich entschließt als der Christ. Dies hängt vor allem mit tler Kxistenzerschwerung bei den .luden zusammen. Als Jude ßndel er in geringerem Ausmaße die Möglichkeit einer einigermaßen gesicherten Kxistenz und. wenn vorhanden, unterliegt er stärker der Arbeitslosigkeit als jeder andere Staatsbürger. Auf 1000 .luden entluden im Jahre 1925 3 rein jüdische, auf KHK) der (jesamlbevölkerung .9 Eheschließungen. Klteu und Mi*« liehen 1900—1919. Jahr rein jüdische Mit .chehen Ehen M. j. Fr. j. zus. 1900 00 8 1901 :!1 8 1902 2:i 0 1908 ■ 15 0 1904 25 5 1905 24 9 1906 87 11 1907 1908 88 10 8 17 1909 59 8 1910 20 10 1911 81 0 (i 15 1912 41 8 9 17 1918 34 10 1 17 1914 88 10 18 28 1915 IS II — 11 1910 •>-■ fj 3 10 1917 88 9 0 15 1918 80 11 4 15 1919 155 8 12 20 1920 205 20 j 27 1921 105 IS 3 21 1922 121 28 ß :u 1928 ISS 80 14 44 1924 88 17 9 20 1925 41 10 8 24 1920 28 (i 14 20 1927 24 24 8 82 1928 33 19 5 24 1929 32 28 4 88 insgesamt 1577 529 Die rein jüdischen Khen bewegen sich zahlenmäßig zur Zeit auf Vorkriegshöhe. die Khen überhaupt liegen dagegen über dem Niveau der letzten Vorkriegsjahre. Die Mischehen zeigen, wie obige Aufstellung beweist, eine unaufhörliche Zunahme, wobei die jüdischen Männer, die Christinnen heiraten, die Christen, die Jüdinnen zu Krauen nehmen, weit in den Schatten stellen. Dieser Tatbestand

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