Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 40 (3.10.1930)
- Date
- 1930-10-03
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife -1 (IKMKINDKMLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer Eine wirkficße Teiertagsfreude ~ tBehaglichkeit im eignen Heim: Darum Haufen Sie Gardinen, Stores, Übergardinen Teppiche, Läufer, Btfagstoff« Deck"eu aller Art BeaSten Sic meine Scbauftnsttr Teppicf^osScßrödter Ai;r. Weiuiiarftt 33 SSjähriges Bestehen des Kinderheimes iler Leipzig-Lose. Die Leipzig-Loge rüstet zur Feier <les 25-jährigen Bestehens dos hiesigen Kinderheims. Ein Festakt soll am Iii. November in den Logenräumen stattfinden, /.» dem «'ine lebhatte Beteiligung nicht nur aus den Kreisen der Leipziger, sondern seitens aller Kreise unserer Gemeinde, insbesondere der am jüdischen Wohlfahrtsleben interessierten Persönlichkeiten, und der amtlichen Stellen, mit denen das Kinderheim in Berührung steht, erwartet wird. 7.ur Hebung der Feier soll es besonders beitragen, daß nach Möglichkeit sämtliche i bemaligen Zöglinge des Kinderheims zur Teilnahme eingeladen werden. F.s ergehl auch an dieser Stelle die Bitte an alle ehemaligen Zöglinge, soweit sie nicht in ständiger Fühlung mit dem Kinderheim stehen, ihre Adressen dem Leiter des Kinderheims. Herrn Weiil, Poniatowskistraße 12, mitzuteilen. — Anläßlich des Jublläums soll in einer Festschrift über die Entwicklung des Kinderheims der breiteren Oeffentlichkeit Kenntnis gegeben werden. Delegiertentagug der Jüdischen lageidvereine, Landesverband Sachsen. Am ii. und 7. Sept. hielt der Leipziger jüdische luuondbund ..Franz Rosensweig", der dem Verband der (neutralen) jüdischen Jugendvereine angeschlossen ist. die Delegierten des Landesverbandes Sachsen zu einer Tagung in Leipzig willkommen. — Die sorgfältige Vorarbeit sicherte schon einen guten Verlauf der Tagung. Der Begrüfiungsabend in den Räumen der r. (>. B.B.-Loge vermitteile die Bekanntschaften, die — auch Sinn einer solchen Tagung geschlossen und aufgefrischt wurden. Der herzliche Ton. das last immer selbstverständliche „Du" fielen angenehm auf und /eiut,.n auch eine innere Verbundenheit, die jüdischer Jugend, wenn Bie >tari< verschiedener jüdiscli-politischer Anschauung ist, wie dieser Kreis, nicht immer solche Selbstverständlichkeil ist. Eine ..kleine Sache" d. r Plauener Gäste, ein Sketsch ..Liehe im Schlaf" betitelt, wurde herzlichst beklatscht. — Die öffentliche Kundge- Ii ii n '_< fand Sonntag früh im ..Hotel Hauffe" statt. Eine grofle Anzahl Leipziger und auswärtiger Freunde der Bewegung waren der Einladung gefolgt Nach der Begrünung durch Herrn Max Schweiflheimer, Chemnitz, den ersten Vorsitzenden des Landesverbandes Sachsen ergriff Erich Altmann Wanne-Eickel, der der Hauptleitung des Verbandes als stellvertretender Vorsitzender angehört, das Wort zum Hauptreferat der Tagung: „Unser Kampf gegen Nationalsozialismus und Wirtschaftsnot". (Das Winterprogramm des Verbandes und der hiesigen Ortsgruppe sieht die genaue Behandlung der Themen ..Nationalsozialismus". ..Soziale Frage" vor.) F.r sprach eingehend von der Kultur- und Wirtschaftskrise d"r Welt und unserer nächsten Umwelt insbesondere. So sah er den Nationalsozialismus als Symptom dieser Krise, die auch unsere Reihen hart trifft. Es tut daher dringend not. da. wo nicht geholfen wird, seihst ZU helfen und Abhilfe zu schaffen, weite Kreise zu erfassen für diese Hilfe, die eine jüdische Tal ist. die jeden jüdischen Menschen erfassen muß. In der Diskussion, die sich an dieses Referat anschloß, wurde eingehend über die praktische Durchführung der Ausgestaltung d r sozialen Hilfe und des Kampfes gegen den Nationalsozialismus l1 - sprochen. Man sali: hier ist eine aktive jüdische Jugend, hon opferwillig anzupacken, wo sie eine Not und eine Aufgabe aielit. Der Vertreter dos IL j. F., der wanne Worte der Begrüßung fand. \i, i diesem Gefühl in einem lauton Appell zur Tat Hand in Hand mil seinen Bestrebungen Worte. Der Nachmittag fand die Delegierten und Gäste wieder in di Loge zur Berichterstattuni; und Diskussinn über die zukttnftij Arbeit Man hörte viel, und trotz mancher Klage viel Erfreulich« Der Landesvorhand Sachsen zählt zirka 700 Mitglieder. Die Arb< ' mancher Bünde, besonders dos Leipziger „Franz Rosenzweig", h i durch finanzielle und räumliche Schwierigkeiten. Trotzdom wurd überall gute Arbeil geleistet Bewegte sich noch in vielen Bünd< i die Arhoit mehr in der Art von „Unterhaltung und Belehrung", s< I in Zukunft der systematischen Arbeit nur noch Raum gegeben werde Dorr Waldemar Strauß, Morlin, der Dezernent für den Aushau der sozialen Hilfe, besprach mil «lein Kreise der (Osialt Helfer den Weg dieser Arhoit. deren Hauptwerk zunächst einmal d Vermittlung von Stellungen ist. — Es wurde auch für Mitteideutaehland hier eine „Gilde" gegründe deren Mitglieder sich zu intensivster Durcharbeitung umstellter Tin inen verpflichtet haben. Nachdem abermals die Plauener (diesmal hervorragend gut! ihre Schauspielkunst in einem Dialog gezeigt hatten, der alle Vei bandsgrößen Sachsens bombardierte, fanden noch die Neuwahlen zui Landesverbands-Vorstand statt. Leipziger Mitglied des Vorstand' ist Eli Rothschild. Die in allen Teilen erfreuliche Tagung hat gezeigt, «lall, w i immer an toten Punkten, lebendige Kräfte aufs neue wirksam wei den. und es ist im Sinne einer für das Judentum guten Sache / wünschen, daß diese Kräfte von allen Seiten gestützt und gefördei werden! Unsere Jugend Wohin steuert die jiidisehe Jugend? Die jüdische Presse in Deutschland ist voll von «lein Kimlrucl den die Hitler-Wahlen gemacht hallen, und mit Recht wird imne wieder darauf hingewiesen, daß die wichtigste Aufgabe der Judenhe jetzt ist. sich zusammenzuschließen und Ober die uns zur Verfügun stehenden Kräfte zu beraten, um die wirksamste Selbsthilfe zu leistet Die jüdische Jugend ist diesem Ruf zur Zusammenarbeit Uber di Grenzen der zufälligen Gesellschaftaschicbl oder der politischen Ricl tiinii hinaus schon früher gefolgt und hat sich eine Reihe von Am (laben (icstellt. die sie gemeinsam verfolgt BiOX-ULTRA-ZAHNPASTA ist die rtetttige, ste matid d /Mhne blendend weiß und b seitigt Mundgerudi. snritet nid ist hodikontentriert, daher af>a samer. Max Elb. A.-C,.. DresU-