Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 39 (26.9.1930)
- Date
- 1930-09-26
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Seite <> Nummer Sil Unseren Geschäftsfreunden und Bekannten wünschen wir ein gesundes neues Jahr Die Inhaber der Metallverwertung M. Broder & Söhne -* Jugend, die sich mit ehrlicher Beharrlichkell Ihre Stellung in der Umwelt, im Chaos der sie umgebenden Erscheinungen sucht. So kam man aus der umfassenden Neutralität zur jüdischen Volksgemeinschaft, so von da weiter zur Chaluziuth und Hindun',' an die jüdische Arbeiterschall Palästinas. Von einem unbedingten Willen zum Ernst-machen waren alle Entscheidungen getragen, von liefgehender Abneigung gegenüber Deklarationen, die nicht ins Leben übersetil wurden. Schon die „Frankenberger Formel" von 1022 beschränkte sich nicht auf das Bekenntnis zur Volksgemeinschaft, auch sie stellte schoii Forderungen der Verwirklichung auf. suchte schon den Punkt zu linden, an dein für jeden Einseinen und für die Gesamtheit das Bekenntnis zur schöpferischen Tal werden kann. Freilich «ar es noch wenig, gemessen an dem uns beherrschenden Will« a zur Ganzheit, was uns Frankenberg zu verwirklichen gab. Die Jungen im Hunde konnten sich nicht damit begnügen, dal.! man ihnen und dem Hund für ihre Volksgemeinschaft zu arbeilen überließ, da. «Ii sie ihren Platz fühlten. Schon die Formel von Frankenberg hatte ja deutlich genug Palästina als die primäre Stätte der jüdischen Tal genannt. Aus der inneren Zentripetalkraft, die den Hund bei seinen Entscheidungen stets auszeichnete, mußte auch die Entscheidung ii'ir Palästina in einem hundesgültigeii Sinne wachsen. Und es war dann keine Entscheidung prinzipieller Natur mehr, zur Chaluiiuth zu kommen. Vielmehr war das Bekenntnis zu Palästina als der Stätte der Verwirklichung zugleich das Bekenntnis zur unmittelbaren Verwirklichung im Lande. Sicherlich wurden all diese Entscheidungen nicht leicht gefällt. Geber Zweifel und Kämpfe. Spaltungen und Verluste an wertvollen Menschen hinweg kam man zu klaren Weglosungen. Daß aber trotz all dieser Widerstände der Zugang zur unmittelbaren menschlichen und jüdischen Tat gefunden wurde, zeugt von der unbeirrbaren Tendeni des Hundes, zum Zentrum der Verwirklichung vorsustoBen. ■Diese Tendenz, auch war es im Grunde, die den Hund zum Snzial'Minibrachte und seine Stellung innerhalb des Sozialismus bestimmte, Die politischen Auffassungen im Hunde waren ungeheuer verschieden. Trotz einer bewußt ehrlichen Bejahung der ..Franken berger Formel", die übrigens, wenn man werten will, eine durchaus kulturzionistische Konzeption enthält, gab es Menschen im Bunde, die iIit K. P. D. und ihrer Ideologie nahestanden. Die Intensität der ßundesgemeinschaft ließ über solche Tatsachen hinwegsehen. Das Bekenntnis zur palästinensischen Arbeiterschaft und die Vrbeil unserer Menschen in den Arbeitergemeinschaften des Landes bestimmte auch zu einem wesentlichen Teil den Sozialismus des P,undes Allmählich machte es sich im Bunde bemerkbar, daß die Entscheidung zur palästinensischen Arbeiterschaft auch eine politische Entscheidung innerhalh der internationalen Arbeiterbewegung war. Nicht zuletzt lehrte sie uns den Werl der Einheit der Arbeiterklas schätzen. Der Hund hatte sich immer an Palästina orientiert. So wird es klar, von welchem Einfluß seine wachsende Hindling zur Arbeil. Schaft, die mit der Alijah des Kibuz Cheruth in eine neue Phase ti auf den Hund und seine Entwicklung sein muß. Der Wille zur Ganzheit, der bei den großen Entscheidungen i Hundes bestimmend war, zeigte sich auch im Schicksal Unsen Menschen in Palästina. So wie der Hund zum Zionismus und zur | lästinensischen Arbeiterschaft gekommen war, so fanden die Chav rlm in Palästina zu dein Teil der Arbeiterschaft, der der Vorkäin fer für die Interessen der Arbeiterklasse in Palästina ist — zur Kibu bewegung. Der Weg in den Kibuz, der mit seinen Kommunen Stadt und Land der Wegbereiter der neuen, sozialistischen Oese schaff ist. — er bedeutet die konsequente Fortführung all der friili reu Entscheidungen des Hundes. Die Tendenz zum Zentrum revo tionärer Verwirklichung wird innerhalb des Hundes ihre höchst Manifestation im Bekenntnis zum Kibuz linden. Auf dein Hundestag dieses Jahres hat sich der JJWB. den Nam „Brith Haolim" gegeben. Die zehnjährige Vergangenheit des Bundi auf die wir beule zurückblicken, läßt ihn nicht ohne Berechtigu den Namen der „Aufsteigenden" führen. Der Weg in die Zukunft gebt weiter aufwärts, auf der Hahn i sozialistischen Verwirklichung in Eres Israel. Wolfgang Orbach. Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen Religionsremeinde zu Leipzig Wahrung der Würde des Gottesdienstes. Es ist seit Jahren häufig die Klage laut geworden, daß die Würde der Gottesdienste vielfach durch Unterhaltungen gestört wird. Wir nehmen deshalb Veranlassung, anläßlich der bevorstehend' Festtage darauf hinzuweisen, daß solche Störungen unter allen X• ständen vermieden werden müssen. Es sei besonders betont, dnfl der Jugend nur durch ein der Weihe des fiotteshauses nngemessei Verhalten ein Reispiel würdigen, zur Andacht stimmenden Oiott dienst es gegeben werden kann. Die Aufseher sind streng angewiesen, gegen jegliche Störuni! i zuschreiten. Leipzig, den 12. September 1030. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig .TiicendRottesdienst. Seit einigen Jahren ist die F.inrirhtung getroffen worden, daß :•• den hohen Feiertagen für Kinder unter 14 Jahren Jugendgottesdien stattfinden. Diese werden im Feuricbsaale an den Vorabenden d Neujahrsfestes und des Versöhnungsfestes, sowie an den Festen selb veranstaltet. Der Gottesdienst ist dein kindlichen Verständnis ang< paßt, insbesondere wird in den Predigten der Gesichtskreis des Ki des berücksichtigt. Wir brauchen die Eltern kaum darauf aufmerksam zu mach' daß durch einen solchen Gottesdienst den Kindern wirkliche Erhebui zuteil wird, und daß eine nachhaltige Wirkung bleibt, und wir bltti daher alle Eltern liberaler Richtung, ihre Kinder diesem Gottesdien« zuzuführen. Der Fi n tritt ist ohne Eintrittskarte ffl alle Kinder frei. Nach dem Urteil aller derer, welche in di vergangenen Jahren diesen Gottesdienst zu besuchen Gelegenhi hatten, ist er geeignet, im besten Sinne jüdisch-religiös auf das hera 'D'aia&n -tud D^rona lau nx -rra tinv&jm "mx" iuv nVsn ••vnwai "rnxx» nav Vnn Familie Rabbiner Feldmann rrntj n&*nm nrns Allen Kunden, Freunden, Verwandten und Bekannten herzlichsten Glückwunsch zum neuen Jahre A. Lichter und Frau HumboldtstraRe 18 Unseren lieben Freunden, Bekannten und Kunden herzliche Glückwünsche z. neuen Jahre H. Gelles & Co. Packhofitrafle 7' Allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum neuen Jahre die herzlichsten Glückwünsche naie n&*nm na»na Heinrich Loinger und Frau Nordstrane 64 Meinen werten Kunden ein frohes neues Jahr ftlüert Otto. Plauensche Straße 2 Stempel u.Schilder raus na"»nm hitd Allen Verwandten, Freunden und Kunden die herzlichsten Glückwünsche z. neuen Jahr Fam. B. Dzialoszynski NordstraHe 33, 1 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel naiü fiö'nm nrns F. Rimalower und Frau Humboldtstrane 6