Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 35 (29.8.1930)
- Date
- 1930-08-29
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer INGER Nähmaschinen in altbewährten Güte ♦ Weitestgehende Zanlungserleichterungen Mäßige Monatsraten SINGER NÄHMASCHINEN AKTIENGESELLSCHAFT Singer LSdcr, Sb»^u p H falsche Auffassung verbreitet, dafi der KKL. nicht eine Angelegenheit der gelegentlichen, sondern nur <i«*r kleinen Spende ist. Der BUchseninhaber muß wissen, daß durch sein Interesse teigen er dem Heller «war Arbeit macht, aber eine Arbeit, die er sehr gern macht. Wenn manche jüdischen Restaurants und Versammlungsstitten wüßten, wie erzieherisch sie auf das jüdische Publikum durch Aufmerksaminachen auf die dort autgestellten Büchsen wirken könnten, wurde die Büchse jährlich viel mehr bringen. Die Büchse hat ja einen Massencharakter und das Ziel, das allerdings in Leipsig noch nicht erreicht worden ist: in jedes jüdische Maus eine blaue Büchse! In diesen Tagen gehen wir wieder los. und bitten, dafl man uns die Büchse leeren liil.it. Wir setzen Fahrten ab und müssen auf Sportveranstaltungen verzichten. Alles, was wir uns vornahmen, tritt zurück, denn der Bodenfonds des jüdischen Volkes ruft uns zur Hilfe. Wir tun es, denn wir zittern um unser Heim. Werden wir mancherorts wieder wie Schnorrer behandelt oder denkt IIii stindig, wie wir. dafi unser Land in Gefahr? Denkt daran: für Eure Brüder und Kinder gebt Ihr. nicht irgendwelchen Schnorrern! Laßt uns nicht weiter glauben, «lall Euch Eres Israel nichts angeht, denn dann tütet Ihr seihst den (Hauben an das jüdische \dlk. David Vogel. Neue Bücher V rt hur Kron t ha 1, Aus einem jüdischen Leben des vorigen •inhrhunderts (Sonderdruck aus: JOd. Familienforschung, Herausgegeben von Dr. Arthur Csellitser, Berlin). Di« Schrift behandelt <li>' Generstion der um die Wende des 18. und 11).Jahrhundert geborenen ostdeutschen Juden, dir in Ihrer Kindheit noch . uchmarhvolle Unterdrückung der damaliger Zeit erdulden dann such nachdem die Ghetto-Mauern gefallen waren noch viele Jahre von der westeuropäischen Kultur ausgeschlossen blieben und Mannt »alter die preußische Staatsangehörigkeit erwerben konnten, die ihnen wenn auch nicht de racto, so doch wenigstens de jure die staatsbürgerliche Gleichberechtigung gewahrte. Sie nahmen dadurch eine (nur Ihre Mentalität natürlich nicht ohne gebliebene) Mittelgliedstellung swischen Ihren Vorfahren einerseits und ihren Nachkommen anderseits ein. Denn wlhrend ihre Bitern in»! Voreltern in Polen noch wlhrend Ihres gansen Lebens rechtlos der It und Willkür ihrer christlichen Zeitgenossen preisgegeben waren, durften ihre Kinder sich in BOdprenBen bereits von ihrer Geburt an der relativen Freiheit ab preußische Staatsbürger erfreuen. Im übrigen will die Schrift Im Interesse der „Gesellschaft für jüdische Fsmilienforachung" sn einem Beispiel sei gen, daß man sich bei cl irakterokigiachen Lebensbildern, die in Familienchroniken a insu fügen •ind. durchaus nicht auf „prominente" PersffnUcfckeiten zu beechrlnken ' teht: dafl es vielmehr ein« refarvoUa Aufgabe sein kann, gerade an dem ereignisarmen Leben linei achuchten einfachen Msnntis eh..... Querschnitt seiner Bell zu geben. <l»ie Behrlfl wird von dem Herausgeber, Ht u Dr. Artl nr Csellitser, Berlin W Potsdamer Straße .">. zum Preise von kl. 1.11 ragmsten der von Ihn geleiteten flsssHsrhafl für jüdische PamiUenforschung" abgegeben.) Synagoge Ohel Jacob e. V. Leipsig, Pfaffendorfer Straße 4 Den geehrten Mitgliedern und Platzinhabern unserer Synagoge zur gefl. Kenntnisnahme, daß die Erneuerunq der Platze für das Jahr 1930 31 (5691) von Sonntag, den 31. August 1930 bis einschließlich Sonntag, den 14. September, allabendlich von 1 ,8 bis 1 ,10 Uhr stattfindet. Bis dahin nicht eingelöste Karten werden bei Verlust des Anrechtes ohne weiteres anderweitig vergeben. Der Vorstand. Das Jahr des Jüdischen l'raucnhiimlcs, 5(i!ll I1i:<0 31. Auch der •">. Kunstkalender, den der Jüdische Frauenbund herauagi steht unter einem einheitlichen Gesichtspunkt, Seine H Abbildunt seigen Architektur, Plastik und Kunstgewerbe vom Altertum bis i Neuzeit. Gerade weil man im allgemeinen hluflg Kunst mit Malerei Iden Bsiert, wurde dieses - bekannteste Gebiet einmal bewui.lt anschaltet. Zwischen Architektur, Plastik und Kunstgewerbe besteht ein wisser Zusammenhang: nicht die Fliehe, sondern ein Körner wird staltet und geformt; das erfordert eine besondere Einfühlung, für d Behagenden wie für den Behauenden, Der Versuch, einen jüdischen Kunstkalender unter diesem > sirlitspiinkt zusammenzustellen, durfte unternommen werden, weil jtl sehe Kunstsammlungen in verschiedenen Städten, sowie Werke Uber dische Kunst, die in den letzten Jahren erschienen sind, mit reic kunsthistorischer Materialsammlung zur Verfügung standen. Durch i sttnliche Mitarbeit wie durch ihre Werke haben Ernst Cohn- W i e n und Karl Schwarz sich um das Gelingen dieses Versuches verdi gemacht. In der Textbearbeitung hat Frl. I>r. Margot Itiess die historiscl und künstlerischen Zusammenhinge der Abbildungen sachkundig ■ gexeigt. Vereinsnachrichten Komitee für das arbeitende Pnllistina. Leipzig. Öffentliche Versau lung: Das arbeitende Palistina und die kommende Weltkonferens i Melech Neustadt (Tel-Aviv), Generalsekretär tles Palistina-Arbeil fonds, Bonnabend, den 80. August, 20JO Öhr pünktlich. In der Aula i Jüdischen Schule. Gustav-Adolf-8tr. 7. Zu Massenbesuch ruft «las Vereinigte Komitee für das arbeitende Pallstinn Poale-Zion Hechalua JOngjüdischer-Wanderbii Jiiilisrhr Arbeiter-Jugend. Leipzig. Wir veranstalten am M on t ■ dem 1. Beptember, im Jugendheim, Tüpferstr. '-. Zi. T. ein Referst i dem Thema: Be X U a 1 f r S g e n. Ks wird ein bekannter Sozialistis, Arzt sprechen. Wir rechnen auf den Besuch aller jüdischen Jugi liehen, denen an Bexualaufkllrung gelegen ist. Srhwcsternhund der Leipzig-Loge. Wer den Fragebogen n nicht abgeschickt hat, wird herllich gebeten, denselben möglichst bald die Vorsitzende. Krau Rechs Carlebach, c i. Carl-Tauchnlts-8tr, 41. a P'fülll zuzusenden. Keirhsbunil jüdischer Krontsnldnten. Ortsgruppe Lcipzitf. Mit Rtl sieht auf die wirtschaftliche Lage wird ein Messe abend zur di {Ihrigen Herbst messe n i c h t; abgehalten, Uns große Winterfest unserer Ortsgruppe Bndet am Sun abend, dem IS. (I kl eher. 'Jll Uhr, im Alhambra Saal (grol Saab des t'enlral Theaters zu Leipsig statt. Jüdischer JiiKcndhuml „Franz ItnsrnzweiK" 'im Verband der . dischen Jugendvereine Deutschlands). Da wir augenblicklich im Zeicl unserer De legierten tagung am K. und 7. Beptent stehen, wollen wir in der kommenden Woche ni ■usammen treffen. Wir neben hier das l'nu;raiiim unserer gung bekannt S o ii u a b e u d . den <i. ix.: Begrüßungsabend Delegierten und Oiste in den Blumen der Leip Loge lArmltstr. Ii: anschließend geselliges i sammenseiii. Sonntag, den 7. IX. früh s.:ki t'iir. sm-i Dr. Herbert Felsenthal im Hotel Hau l(uU|ilatz. Uber „K a m l> f gege n <1 e n N S 11 •> n a I s o SIS 11 S in u Anschließend gemeinsames Mittagessen im Restaurant Msnelis, Kat rinenstr, ii.öii ihr findet dann eine Arbeitsgemein Schaft der Delegierten der Leipsig Loge statt. Wir erwarten außerordentlich viel von dieser Tagung und es nicht nur Selbstverständlichkeit. <iaU Jeder Verbandsfreund sich beml an dieser Tagung teilzunehmen, sondern auch. ihiU er sich bemüht, 1 liehst viele < laste an unserer Tagung zu interessieren. Mas genaue I gramm ist bei unserer Schriftführerin, Frieda Bernstein, Hohestr. 7 erhllUich, Wir bitten nochmals, uns für unsere Oiste Freiquartiere zur \ rügung SV Stellen, Ks ist selbstverständlich, dal! wir für die G!gto G freundechaft, die andere Itündc uns auch gewähren werden, seilet n ausüben. Meldungen für Quartiere (Bett und Frühstück) für die St vom S. zum 7. IX. erbeten sn N. Qewflrs, Bberhsrdstr. IS. Die Treffahrl des Hundes am vergangenen Bonntag war srunderaebflnem Wetter begünstigt. Leider kamen durch die Unübersii Uchkeit der riesigen Anzahl von Olsten die sportlichen Wettklmpfe ni