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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-05-16 · 20 (16.5.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
20 (16.5.1930)
Date
1930-05-16
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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I, Mai 1080 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN K K LI (11 (>NS( i HM KINI) K ZU LKII'ZMi Seite ."> mmm^mm^mmm städt. Kaufhaus ■■■hh Sonnabend, 17. Mai, Sonntag, 18. Mai, Montag, 19. Mai, Dienstag, 20. Mai, abends 8' , Uhr 4 Gastspiele des Jüdischen Kabaretts „Halfan" FlanLim Sokaschonskv (Jüdische Volkslieder) Ruth Klinger, Helene Robert, Marta Tamara, Anita Rossi, Erna Schöller, Oscar Ebelsbadier, Ernst ■»■•»«**■. Manfred Geis, Nik Jljin, Hans u. Walter Odenheimer, Oskar Robins, Anneliese Schaff er u.a. Aus dem Programm: Die Talmud-Schule — Chassidische Tänze — Scholem Aleichem: Der Doktor — Die Eixe — Kalle besingen „Die Lügen" — Jüdische Volkslieder u. a. m. Die Presse* A"a*m. Jüd. Familienblatt: Es dröhnte das ganze Haus; ein Applaus erschütterte die Mauern. - 8 Uhr Blatt: Einzig, wie Sakaschansky die Lieder seines Volkes vorträgt. — Walt am Montag: Es ist echt jüdische Kleinkunst, die von Meistern des Faches geboten wird Karten (M. 2.— bis M. 5.—) bei Kaufmann, Brühl 8; Klemm, Neumarkt 26; Jost, Peterssteinweg 1, und Abendkasse. Unsere Gemeinde Miidrlicnkonfirnmtion. Am Sonntag, 25. Mai 1980, Andel vormittags 10 Uhr in der Gemelndetrynagoge, Qottacbedstrafie 2«, die Konfirmation der Mädchen statt. iTaiien-Chewra-Kadisrha. Die Chcwrn Kadlscha für Frauen gibt bekannt, daß ab Montag, den 10. Mai jeden Montag von 15 bis 1K Uhr im Gemeindeamt, Ltthrstraße 10 ptr., genäht wird. Um lahlreichen Besuch bittet der Vorstand, i. A.: Krau Johanna Habinowitz. Ksralandhcini. In ertreulichem Mafie hat sich in den letzten Jahren die Tätigkeil unserer jüdischen JugendbOnde gehoben. Auf erzieherischem wie sozialem Gebiete wurde viel Wertvolles durch die jugendlichen Kührer geleistet Besonders bemerkenswert ist der im vorigen Jahre unternommene Versuch der Leipziger Bsragruppe, ein eigenes Landheim während der Sommermonate zu eröffnen, in dem vornehmlich die dem Bunde angehörigen Jungens und Mädels unter der Leitung von bewährten KOhrern und PQhrerinnen einige Wochen verbringen konnten. Die schöne gesunde l,aj_'o des Heimes inmitten des Thflringer Waldes und die ausgezeichnete Verpflegung ließen die in (roher Kameradschaftlichkeit Verbundenen gen hinwegsehen über gewisse Primitivitäten, die sich daraus ergaben, dal.t die Bsragruppe fast ohne fremde Hilfe den Plan durchführte. Besonders verdient hervorgehoben zu werden, daß dem Wirken des Hundes entsprechend auf die religiöse Kühruni! in jeder Beziehung gesehen wurde, des weiteren, daß auch manchen Kindern unbemittelter Kitern die Möglichkeit geschaffen wurde, die Wochen der Krhnlung zu genießen, ohne die geringen Beiträge der Unterhaltung zu leisten. Wir hal>en im vorigen Jahre über den Erfolg dieses Versuches berichtet und wir freuen uns, darauf hinweisen zu können, daß er in diesem Jahre — jetzt schon nicht mehr Versuch — in noch Verbesserter Weise wiederholt werden soll. Ks ist zu wünschen, daß diese Tätigkeit der hiesigen Bsragruppe nicht nur die verdiente Anerkennung erfälirt, sondern, dal.t sich auch recht viele linden mögen, die diesem susgeseichneten Werke ihre tatkräftige Untorsttttsung gewäh ren. Unsere Jugend 8. DcleKierlrnluK <los Verbandes der Jüdischen JuKend vereine Deutschlands. Die m. Ordentliche Delegiertentagung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutachlands wird an den beiden Pflngsttagen in ftfOnchen in der Tonhalle abgehalten' nach den bisherigen Meldungen wird sie durch Delegierte und <!äste von etwa IM Bänden aus gana Deutachland besucht werden. Im Mittelpunkt der Verhandlungen des eisten Taues siebt, unter dem Motto: ,Jugend iiiin der Jugend", das für die jüdische Jugend ao außerordentlich schwierig gewordene Ber n f sproblem. Aus der Kr kenntnis. (lau ei sieh in der heutigen Situation bei {Fragen, die Wirt schaftsksmpf und Lebenagestaltung berflhren, für den jungen Juden nicht mehr nur um rein persönliche Angelegenheiten handelt, stehen Kr- Srterungen über die Möglichkeil einer gemeinschaftlichen Inangriffnahme dieser schwierigen Probleme im Vordergrund. Der Vortrag Martin Bubers: „Wie kann Gemeinschaft werden?", bildet den Auftakt für 2 Gruppen von Arbeitsgemeinschaften, die. von verschiedenen Grundlagen ausgehend, unter dem Thema „Beruf und Leben" und „Lebenagestaltung" stehen. Den Abschluß des eisten Tages bildet eine Vollversammlung, in der die Ergebnisse der Arbeitsgemeinachaften in Thesenform vorgelegt werden. In einem Schlußwort „Gestaltung durch den Hund** werden diese Ergebnisse susammengefaßt und die Konacouensen, die sich aus ihnen für die lukUnftige Gestaltung ih r Jugendbundarbeit ergeben, sufgeseigl werden. Der zweite Tue ist Verbandsfragen gewidmet. In ausführlicher Aus aprache werden die Ergebnisse der vergangenen Arbeit überprüft und die Bichtlinien organiaatorischer Art für die Weiterarbelt restgelegt werden. Mit der Wahl der neuen Leitung des Verbandes wird die Tagung ihren Abschluß linden. Am Pflngstsonntagsbend führt die Künstlerische Arbeitsgemeinschaft des jüdischen Jugendvereins Düsseldorf „Jeremias" von Stefan Zweig auf. Hierzu hat der Dichter seine Anwesenheil SUgeSSgt. Veranataltungen geselliger Art. Pühruiiucn und AiisIIübc uiuralinieu die Tagung. TiiRuiiK der Jüdisch-liberalen .limcnd. Am 14. und 15. Juni tritt in Dresden die „A rbeitsge m eins e h a f i der Jttdisch-liber a I e n .1 u b e ii d v e r eine Deuts c h I a nd s i A r b e)" su ihrer diesjährigen Tagung susammen. Im Mittelpunkt ihr Tagung stehen Prägen geiatiger und organisatorischer Art sowie ein lieferst von Bruno Weil (Berlin) über „Lebensnähe der Religion". Das Tagungaprogramm erwähnt ferner Pestgotteadienste (zum Teil von der Jugend seihst veranstalteti und gesellschaftliche Veranstsltungen (Besuch der Hygiene-Ausstellung und Ausflöge in die Sächsische Schweis.) Ks Hegen bereits Anmeldungen aus allen Teilen Deutschlands von zusammen mehr als hundert Teilnehmern vor. Die Tagung wird zum Teil Öffentlich sein. Die „Arbeitsgemeinschaft" ladet alle Jugendlichen und alle an der Jugendarbeit Interessierten zur Teilnahme ein. (Anmeldungen weiden an die Adresse des Vorsitzenden. Herrn Rechtsanwall Dr. Hugo Holtmann, Prankfurt s. M . Untermainanlage I, erbeten.) Hechalas. Die jüdisch,' Arbeiterschaft in Kiez Israel, die heute :tiMHMi Menschen umfaßt, erblickt im Weltliechaluz. ihre Nachwuchsbewegung. Die Mitgliederzahl des Welthechalus ist seit den Augustereignissen von ll.VKi nur über 2IMMK) gestiegen. In dieser Zahl sind die Jugendorganisationen, die eine Reserve des liechaluz darstellen (..liechaluz 11 az.iii". „Haachomer Hasair", „Gordonia", „Freiheit", „Tccheleth Lawan". ..Dath weawodah" in Deutschland: ...I.J.W.Ii.". „Zeire Misrachi", ..Kadimah") nicht inbegriffen. Der Hechalui Polen zählt in Polen 12000 Mitglieder mit STB Bniflm (Ortsgruppen). Die Chaluslm des „Gordonia", „Haschomer Hasair" „Freiholt" und „Dath weawodah (orthodoxe Chaluslm) sind in den liechaluz eingetreten. Die Mitgliedersahl in Rumänien betragt 1000, in Litauen •Vhi. in Lettland SSO, in Osterreich SSO, Deutschland ätMi. in der Tschechoslowakei 100, Außerdem Bild es Bniflm in Belgien, Ungarn, Amerika, Oanads und Argentinien. In den verschiedenen I laclischa rah-Anstalten (Ausbildungsanstalten) werden mehr als :kmmi Cbalusim susgebildet. Die fachliche und kulturelle Ausbildung wird voii den Vertretern der allgemeinen Arbeiterorganisation in Brei Israel (Hiatadruth) geleitet. In den letsten l Monaten des Jahres HttS sind DU Mitglieder des Hechalui nach Bres Israel gegangen, in den ersten *t Monaten des Jahres IBSO weitere 1240. Die (Sesamtsahl, der nach den Augustereigniasen aus verschiedenen Ländern eingewanderten Chaluslm und Chalusoth betrügt SS61. 88% der Gesamtsahl der Zertifikate sind auf die Mitglieder des Hechalui entfallen, Die Alijah (Kinwanderung) für dieses Halbjahr ist bereita im Gange. Die Exekutive der „Allgemeinen Arbeiterorganisation in Krei Israel" („hiatadruth haklalith haowdlm beerea jisrael") entsandte Chawer .1. Tabenkin zur Leitung der Hechalusarbeit nach Polen. Tabenkin

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