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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-05-09 · 19 (9.5.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
19 (9.5.1930)
Date
1930-05-09
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Mal l!»:«» OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seile ."i i» n des F reiataates S n c Ii i e n Im Oesterreich!! c h e n 11erla n il «hei m . Klostergasse Nr. :>. Btaltllndet, Beginni n rmillaga 10,30 U Ii r. ragesordnu ng : I. Eröffnung, Rerichl Uber die Ortarupnenarbeil im Bezirk. Rerichl über Genieindearbeit, „Nach il<'ii Londoner Sitzungen und dem Rerichl der Shaw-Koni- •>i"tr". Relerent: Dr. Siegfried Ki.....wltz (Berlin) mil anschließen i Diskussion. •">. „Eine Palästinareise und ihre Lehren". Referent: p, Kritz. Loebenstein (Leipzig), rieht über das erste Vierteljahr l!>:in im R.J. F., Ortsgruppe Lelpiig. ROstiges Schaffeil In <I< r Leitung, reges Interesse bei den Kameden, Hilfsbereitschaft gegenüber den unserem Bunde nahestehen n Bedürftigen, sind auch im neuen Jahre die befriedigenden Merk nie des R. j. F.-Geistes unserer Ortsgruppe. Unser Berich! will die Interne Arbeil im Vorstand und in den us8chüssen Übergehen und nur die öffentlichen Veranstaltungen ermähnen. Eine Mitgliederversammlung vom 18.Januar und auch die nm 8. April beschilft igten sieh mit der llnltuug' der hiesigen Orlsruppe des Volksbundes für KriegsgrlberfQrsorge, Insbe ondere mil der Gefa11 enen-GedenkfeIer. Ks wurde be instandet, dal) die hiesige Ortsgruppe, deren Vorsitz jetzt ein evanelischer Geistlicher Innehat, bisweilen uml insbesondere bei der iefalleneu-Gedenkfeier die Linie politischer Neutralität, wie sie ihr ach dem Programm de? Bundes vorgeschrieben ist und auch Selbsterständlichkeil sein mflfite, verläfil uml sich statt dessen nur mit ein charitativen Zielen, bisweilen auch mil nationalsozialistischen Ideen beschäftigt, Das kann der R.j.F. auf Grund seiner unbeding len politischen Neutralität nicht mitmachen. Es soll versucht werden, möglichst mit anderen Kriegsteilnehmer-Organisationen zusammen inen entsprechenden Einfluß nur die Leitung der hiesigen Ortsgruppe auszuüben, damit nicht ernstere Konsequenzen notwendig v erden. Ein um 15.Februar abgehaltener Herrenabend fand zwar ine sehr starke Beteiligung, die zeigte, daß die Sehnsucht nach heieren Stunden in unseren bitternisgetränkten Zeiten größer nls je *t; aber der Verlauf des Abends bewies doch, wie schwer es selbsi unseren doch ziemlich abgehärteten Kameraden wird, sich ganz aus dem Banne der heuligen Alltagssorgen zu lösen. Der Humor, der gegeigt wurde, war mehr laut, nls echt, mehr breil nls tief uml behielt bei allem guten W illen etwas Krampfiges, Diis Bedeutungsvollste der öffentlichen Versammlungen waren doch die gebotenen Referate und die auschlieUenden Ansprachen, \m 13.Januar sprach unser Kamerad, Vorsitzender Dr. A. Jacoby, nlier den „Schutz des inneren und äußeren Friedens". Vusgehend von den einschlägigen Bestimmungen der Verfassung widmete er besonders dem > in eine eingehende Kritik, die in der dringenden Forderung von Ausführungsbestimmungeu zu diesem Pa ragraphen gipfelte, damit verhindert werden kann, daß dieser Paragraph eine möglicherweise gefährliche Waffe in der Hand der Gegner der Republik werde. Am 10. Februar sprach der Gauvorsilzende des Reichsbanners, Herr Lehrer Oskar Pflugk, Leipzig, Ober „Schwa rz-Rot- Gold in der deutschen Geschichte". Eine ebenso gründliche wie interessante historische Darstellung machte die Kameraden mit der Entstehung und dem Schicksal der Reichstarben im Laufe von Kino Jahren deutscher Geschichte bekannt uml zeigte, daß diese Farben fasl immer das Symbol der Edelsten der Nation gewesen waren, daß sie auch 1870 beinahe schon die Zeichen des neuerstanlenen Reiches geworden wären, und daß es Herzenssache des guten Deutschen -ein muß, überall und jederzeit für diese Farben einzutreten. Am in März hol uns Kamerad K a m u itzer, Erfurt, einen hochinteressanten Bericht über die politischen Verhältnisse im benachbarten Thüringen, besonders über den „Nationalsozialismus in Thüringen". Seit dem Regierungsantritt des berüchtigten Dr, KricU gibt et kaum ein Interessanteres thüringisches Thema. Ucxonders anziehend war die Darstellung einer Inseratenschlacht zwl- Kchen dem Redner als Vertreter des C. V. und einem Nazi In Erfurt, die dem letzteren eine gründliche Abfuhr brachte. Kamerad Kamnitzer halte mit seiner Schlußmahnung, einig und mutig /um AI» wehrkampl gegen die Nazipesl zusammenzustehen, einmütigen herzlichen Keifnil. Schließlich registrieren wir noch das bedeutsame Referat det Kameraden Dr. Michaelis, Leipzig, über den „Sport det vorgerückten Lebensalters" Der Redner, Spezialmediziner für Brillanten * C3old=u. Silberwaren » Uhren Tafelbestecke Trauringe in edii Silber n. BOer Auflage In illen Ooldquatltltcn l l 0 B N B l A N MKATION S. ERLBAUM © CO.»JUWELIERE Reichastraßc 1H 20 . Gegründet 1011 Bequeme TEILZAHLUNG ohne Preiserhöhung gestattet dns orthopädische Gebiet, schöpfte das wichtige Thema nach der medizinischen, psychologischen und allgemein-menschlichen Seite su vollkommen und überzeugend aus, daß In der anschließenden Aussprache sofort eine Turnriege des R.j.F, ins Leben trat, der fnsl alle Anwesenden beitraten und von der für die körperliche Wiedererlüchligung der Männer in vorgerücktem Lebensalter Bestes zu erhoffen ist. M.J. Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen Religiensgemeinde zu Leipzig Wnlinung-wccli-cl des lt<".t;iltiiiig>ordner*. Der Bestattungsordner, Herr Meyer B r a u d e . hat die Dienstwohnung im Synagogengebäudc, Gottschedstraße 28, bezogen und nunmehr Ferasprech-AnschlaB anter Nr. 11250. Jeder Sterbefall ist unverzüglich dem Genieindeanit, wenn dieses geschlossen Ist, dem vorgenannten Bestattungsordner zu melden; sollte dieser ausnahmsweise nicht erreichbar sein, so übermittelt Herr Friedhofsinspektor Siegmund Simon, Neuer Israelitischer Friedhof, Delitzscher Land-Straße, Fernsprech-Nr. 53880, die Meldung. Leipzig, den c. Mal 1980. Her Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Friedhofsgärtnerei des neuen Friedhofs, Die von der Gemeinde in eigener Verwaltung betriebene Gärtnerei unseres neuen Friedhofs übernimmt sämtliche Aufträge aul Bepflanzung, Instandsetzung und Pflege von Grebstellen. Ks w ird weiter darauf hingewiesen, daß die Friedhofsbesucher die Möglichkeil Indien, ihren Bedarf an Topfpflanzen, Schnittblumen, Vasen und Schalen in der Friedhofsgärtnerei zu handelsüblichen Kreisen zu decken. Fachmännische Beratung und Berechnungen erfolgen kostenfrei. Leipzig, den 5. Mai 1930. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemelnde zu Leipzig Hiermit laden wir die Aktionaro unserer Gesellschaft zu der am 26. Mai 1930, Uhr nachmittags im Sitzungssaal des Bankhauses Kroch jun., Leipzia, Goethestraße 2 stattfindenden OMichen Generalversammlung ergebenti ein. TAGESORDNUNG: 1. Vorlegung des Geschäftsbericht!! für das fahr 192S und Beschlußfassung über Genehmigung der Bilanz nebst GewinnundVerlustrechnung für da-, Jahr 1929 sowie überVerw endung des Heingew inns. 2. Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates. 3. Neuwahl des Autsichtsrates gemäß * 243 H. G. B. Zur Teilnahme an der Generalversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, welche spätestens am dritten Werktage vot dem l äge der Generalversammlung bei der Gescüschaftskasse, dem Bankbausc Kroch iun. in Leipzig oder bei einem deutschen Notar ihre Aktien hinterlegt haben. Im Falle der Hinterlegung bei einem Notar ist dessen Bescheinigung über die bis zur Beendigung der Generalversammlung erfolgte Hinterlegung spätestens am zweiten Werktage vor der Generalversammlung bei dem Vorstand einzureichen. Leipzig, den 30. April 1930. Spar- und Kreditkasse A.-G. Leipzig. Der Aufsichtsrat: Hans Kroch.

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