Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 16 (18.4.1930)
- Date
- 1930-04-18
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ßeraeitiö cbktt DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZV LEIPZIG AMTLICHES NACH RICHTEN BLATT DER GEMEINDEVERWALTUNG! Das GoMÜtdcbUM ersuVinl |eden IreltaK und »Ird den Mitgliedern der KellglimsKemelnde um-nlgelllldi durdi dir Post zugestellt — S c Ii r I f 1 I c 11 u n I : Cemelndt-rabblner Custav Cohn, Leipzig, I ölinitralic 10 NUMMER 16 / JAHRGANG G FREITAG 18» APRIL 10IO rtim»%i im i mkimi und Druiki Budidrackerd Auw» Prien, Leipzig, llruderstr. SB - 1'ernruf 70006 - Postsdirik Leipzig 53920 - Naihdnuk nur mil Quellenangabe und mit (tenebmigung des Verlassen« gestattet ▼ 5 ) AUFRUF Am 6.September 1930 werden es fünfundsiebzig Jahre sein, daß die Leipziger Gemeindesynagoge eingeweiht und daß zum ersten Male in ihr Gottesdienst abgehalten wurde. Die 75. Wiederkehr dieses Tages soll nicht durdi ein rausdiendes Fest begangen werden. Dazu sind die Zeiten zu ernst, und die Lage des Judentums ist auch nicht dazu angetan, frohe Feste zu feiern. Ks ist beabsichtigt, den Tag lediglich durch einen Festgottesdienst zu begehen und in einer Festschrift, die der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde herausgeben will, die Geschichte unserer Gemeinde und ihres Gotteshauses darzustellen. Daneben aber soll der Tag dadurch ausgezeichnet werden, daß unser altehnvürdiges Gotteshaus selbst zu seinem Rechte kommt. Einst als eine der schönsten Synagogen der damaligen Zeit gepriesen, hat es im Laufe der Jahrzehnte vielfach Schaden erlitten. Äußerlich bedarf es einer gründlichen Erneuerung, und im Innern würde ein heller, freundlicher Anstrich ihm die Wärme und die Schönheit wiedergeben, die es einstmals besaß. Die Gemeindemittel gestatten nicht, daß diese Aufgabe jetzt ausgeführt wird, und so ergeht denn an alle Gemeindemitglieder, an alle Freunde unseres Gotteshauses der herzliche Aufruf, durch Spenden einen Fonds zu schaffen, aus welchem unsere Gemeindesynagoge anläßlich ihres 75. Geburtstages außen und im Innern neues Gewand erhalten kann. Und noch ein zweites! So alt unsere Synagoge auch ist, so arm ist sie an wertvollen Kultusgegenständen. Ihr Schatz an Vorhängen, Decken und Thoramäntelchen ist ein ganz geringer. Für die heiligen Handlungen des Gottesdienstes besitzt sie nur die notwendigsten Geräte, oft noch dazu in wenig schönen Formen. So ergehe denn anläßlich des 75 jährigen Jubiläums an alle Mitgiiedei der Gemeinde und Freunde unserer Synagoge auch der herzliche und dringende Aufruf, durch Senden von Kultusgeräten unsere Synagoge zu ehren. Beiträge werden an der Kasse der israelitischen Religionsgenieinde Löhrstraße [0,1 in der Zeit von 9—1 Uhr entgegengenommen oder können auf das Postscheckkonto der Gemeinde Nr. 50533 oder durch Überweisung auf das Konto der Gemeinde bei dem Bankhaus B. B r e s 1 a u e r und bei der Stadtbank überwiesen werden. Leipzig, am 17. März 1930 Der Vorstand und die Verordneten Die liberalen Gemeinderabbiner der israelitischen Religionsgenieinde zu Leipzig d