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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-03-28 · 13 (28.3.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
13 (28.3.1930)
Date
1930-03-28
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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28. M&rz 1030 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite •"> Mittwoch dcn *• April 1930, abends Uhr ■ — spricht Im Feurich-Saal, Schulstr. 1 Um pünktliches Erscheinen wird gebeten Herr Alfred Berger, Berlin Araberfrage und Bodenpolitik Keren Kajemeth Lcjisracl / Zionistische Vereinigung Leipzig. (laß eint' wirklich Feierliche Stimmung vom ersten bis /.um loteten Moment an jenem Abend herrschte. Einen besonders hohen geistigen Genufl empfanden aber die Mitglieder, als Herr M e 1 a m e d , der auch stets den F reit a g a b e n d ,|,,s \Jisnichi ein hohes geistiges Niveau durch seine Midrasch- Vortrige verlieh, als er in einer sehr sinnreichen Ausführung unter andern! darauf hinwies, was der Jude von T2X ""JE zu lernen und was der Misrachi sich bereits zu eigen gemacht hat. Er kommentierte nämlich die eigenartige stelle der rfrJB, in welcher sich der strenggläubige Mordechai an Esther wandle, um die drohende jüdische Gefahr durch ihren Eintlul.i zu beseitigen, also eine mehr diplomatische als religiöse Maßnahme verlangte, während die im nichtjüdisrhen Milieu verkehrende Esther auf das "j," -.S'i' den Hauptwert legte, also mehr religiös als diplomatisch vorging. Kur den Misraehisten hat es zu bedeuten, daß man mit n u r religiösen, anderseits mit nur politischen Maßnahmen dem jüdischen Volke nicht helfen kann, sondern dal.t beide Richtungen einander ergänzen sollten. Der erste Schritt war daher das 0*1 VPR '2 TS ZMZ Versuche, oh das jüdische Volk soviel aus seiner eigenen Geschichte gelernt hat, daß es bereit ist, eine Einigung mit Andersdenkenden einzugehen. Das n'Tiivn ^3 f*K muß aber vom Judentum Mändiu betont werden — nicht nur im Unglück, sondern auch im GlOck. Als Beweis hierfür gilt das Gebot, dal.t die Megillah nicht nur in der Nacht (Sinnbild für Unglück), sondern auch am folgenden Morgen (der Tag ist stets Sinnbild des GlOckes) gelesen werden soll. A. E. ..Heilerer Nachmittag" im Jüdischen Frauenbund. Nach einem arbeitsreichen Winter versammelte der Jüdisch* Frauenbund seine Mitglieder und Freunde zu einem „Helteren Nachmittag" im „Panorama (Künsllerspiele)", der einen hohen Kunstgenuß bot. In liebenswürdiger Weise hatten sich Krau (lila Bamberger, Fräulein Jeanne Hein, Herr Hans Löwenberg und II irr Fritz Cohn zu einer Aufführung der Immer noch reizvollen Suppe sehen Operette „Die schöne (ialathee" bereit erklärt. Der Nachmittag bildete einen ausgezeichneten Abschluß für die von dem Frauenbund sehr vielgestaltig geleistete Arbeit. Die Aufführung konnte einer von Kerufssrhauspielorn geleisteten vollwertig zur Seite gestellt werden. Frau Ulla Bambergers kultivierte, gelgeschulte Koloraturstimme, wie auch ihr sicheres und überzeugen des Spiel, boten eine Leistung von hohem künstlerischem Niveau. Ihr Temperament stimmt vortrefflich mit dem des jugendfrischen Jeanne Hein (Ganymed) zusammen. Auch diese Darstellerin entzückte durch ihr sprühend lebendiges Spiel und ihren Charme. Die mit der „schönen (ialathee" vorgetragenen Duette mußten mehr fach wiederholt werden. Herrn Hans Löwenbergs Schauspiel.' rische (labe verkörperte die karikierte Figur eines Kunstmä/cuvortrefflich, und es gelang ihm. das Charakteristische dieser Rolle in der richtigen Nuance zu treffen. Herr Frilz Cohn lieh der <!•'• stalt di's Hildhauers Pvgmalion männliche Leidenschaft. Besonderer Beifall löst das Trinklied aus. Die Einstudierung halte Herr Gfaller mit bekannter Routine geleitet, und Herr Hans Löwenberg hatte eine textliche Neubearbeitung vorgenommen, die durch Einfügung aktueller Gedanken die Darstellung noch humorvoller macht'. Alles in allem löste die Aufführung stürmischen Beifall aus. ge. Amtliche Bekanntmachungen der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Religionsunterricht. Religionsunterricht wird erteilt: 1. in den vier Abteilungen der Religionsschule I der israelitischen Religionsgemeinde (Leitung: Geineinderabbiner Dr. Goldmann), im Norden : 32. Volksschule, Yorkstr. 2—4. im Osten: 10. Volksschule. Tätlhihenweg 2. im Süden : Qoetheschule am Schietlerplatz, im Westen: 47. Volksschule, Elisabethallee 24/26. Die Anmeldung hat Sonntag, 80. März 1980, von 10—12 Uhr im Gemeindeamt. Löhrstr. 10 1. oder Sonntags, Mittwochs und Freitags in der Wohnung des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Goldmann, König- Johann-Str. 17. von 9,30—11 Uhr zu erfolgen: 2. in der Religionsschule II der Gemeinde, Qustav-Adolf-Str. 7 (Leitung: Gemeinderabbiner Dr. Carlebach). Die Anmeldung kann schon jetzt täglich von 11—12 Uhr im Schulgebäude Gustav-Adolf-Str. 7. Erdg., bewirkt werden. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dafl die Kinder bereits vom secb>ten Lebensjahre ab dem Religionsunterricht der Gemeinde zugeführt werden können. Hei j e d e r A n m 6 I d U n g ist d er < I e b 11 r I s s c h ein de g K i 11 d e s mit /. 11 Ii r i n g e n. Leipzig, am 12. März 1930. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Itifcinii de« Religionsunterrichts in der Religioassehule i. Der Unterricht für das neue Schuljahr beginnt al in der Hauptschule am Mittwoch. 2. April 1930, nachmittags ii Uhr. im Schulgebäude der 32. Volksschule. Yorkslral.Se 2—4. b) in der Ostschule am Dienstag. 1. April 1930, nachmittags :S Uhr, im Schulgebäude der 10. Volksschule, Täubcheiiweg 2. c) in der Südschule am Donnerstag. April 1930, nachmittags :5 Uhr, im Schulgeblude «ler Goetheschule am Sehletterplatz, d) in der Westschule am Donnerstag, :t. April 1930, nachmittags •"> Uhr, im Schulgebäude der 17. Volksschule. Klisabethallee 24 26. D i e a 11 g e g e b e n e n Zeiten s i n d p ü Ii k t I i c Ii e i 11 /. 11 - halt e 11. Neuanmeldungen können zu den oben genannten Zeiten noch entgegengenommen werden. Leipzig, am 12. Mär/. 1930. Der Direktor: Rabbiner Dr. Goldmann. bis die Pessachfeiertage unmittelbar vor der Iure stehen. Oer Bedarl an unteren altbekannten n00 Molkereierzeugnissen wird auch in diesem Jahre 10 groß sein, daß eine vorzeitige Bestellung ratsam wäre. Die Herstellung und der Verkauf meiner Warten Sie nicht, -k» Allerfeinsten Butter beginnt am s.ApHi. Sämtliche fürPessach in den Verkauf gebrachten Produkte stehen unter Aufsieht des Leipziger liemcinderabbinats. J. Bartfeld, Molkereiprodukten, Leipzig,

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