Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 13 (28.3.1930)
- Date
- 1930-03-28
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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ßemeiuö cMatt DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU I XLI D7| Im AMTLICH ES NACH RICHTEN BLATT LLIl^lwDBR GEMEINDEVERWALTUNG« Das Oemeindeblntt ersdieint Jeden freltag und uird den Mitgliedern der KeliKlnnsKemelnde unentgeltlich durch die Post ziiKestellt - Schrtftleltunp: (»emelnderabbiner ilustav Cuhn, l^lp/lg, Lohrstrafie 10 NUMMER 1t / JAHRGANG 6 FREITAG 28»MARZ 1010 Ansotftenvcrwaltunfl und Drink: Buchdrudtcrcl Auguil Prirs, I.ri|>/i|t, BrtWrrstr. 59 - I . ruriil 700 06 - l'nstsdirtk LnpxlB 53920 - Nndhdrml nur mit t,)urllrnnntiahc und mit <.nu hini^unp dos VcrfMMTl gestattet Den nachstehenden Aufruf des Moaus-Chitim-Ausschusses veröffendichen wir mit der herzlichen Bitte an unsere Gemeindemitglieder, dem Aufruf die nötige Beachtung zu schenken. Leipzig, den 17. März 1930. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Goldschmidt Gottlieb MOAUS CHITIM Wie alljährlich muß auch in diesem Jahre der Moaus-Chitim-Ausschuß sich an den wohltätigen Sinn unserer Gemeindemitglioder mit der herzlichen Bitte wenden, zur Erfüllung der besonderen Fürsorgepflicht während der Pessachtage durch Gewährung reichlicher Spenden beizutragen. Die Zahl der bedürftigen Familien ist unter der Last des wirtschaftlichen Druckes beträchtlich größer geworden. Die Anforderungen, die an unsere Hilfstätigkeit gestellt werden, erreichen ein ungewöhnlich hohes Maß. Es bedarf keiner besonderen Hervorhebung, wie dringlich die Aufgabe ist, die unser Ausschuß alljährlich zu erfüllen hat. Die Pflicht, an den Pcssachtagcn dem Bedürftigen Mazzoth zu geben und ihn in die Lage zu versetzen, diese Pessachtage in Übereinstimmung mit den alten überlieferten Vorschriften zu begehen, ist in ihrem besonderen Ernste allezeit anerkannt gewesen. Sie soll auch inmitten unserer Gemeinde in ihrer ganzen Gewichtigkeit erfüllt werden. Daß die Not in diesem Jahre eine noch nie dagewesene Höhe erreicht hat, ist so bekannt, daß es darüber keiner weiteren Worte bedarf. In um so größerem Maße muß die freiwillige Hilfstätigkeit einsetzen, zumal die Gemeinde angesichts der beschränkten zur Verfügung stehenden Mittel nicht mehr in dem früheren Maße helfend eingreifen kann. Der Ausschuß hofft, daß der Ruf an die Gemeindemitglieder nicht vergeblich erklingen wird, und bittet, in reichlichem Maße Spenden zu überweisen an: Herrn J. Felsenstein (Postscheckkonto 55077), Herrn J. B. Sachs (Postscheckkonto 55127) und Herrn M. Tager (Postscheckkonto 62747). . Leipzig, den 17. März 1930. Der Moaus-Chitim-Ausschuß J. B. Sachs 1. Vo; sitzender E. Kestenbaum 2. Vorsitzender J. Felscnstein Kassierer Silberstrom Schriftführer Rabbiner Dr. Carlebach Rabbiner G. Cohn Rabbiner Dr. Goldmann Rabbiner Rogosnitzky Dr. Nobel A. Schumer Tager