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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-03-21 · 12 (21.3.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
12 (21.3.1930)
Date
1930-03-21
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU I XL|D7II^LamTLICHE5 NACH RICHTEN BLATT LLIl^lWDBR GEMEIN DEVERWALTUNGI Das Gemeinde] (tri« MittiHctlcr >l«m enchelnl Jeden Freltan und wird i der Rettgtontgenelnde unentgeltlich NUMMER 12 / JAHR6AN6 6 Anselgenvei Pries* Lelps wattunu U, Hrud und Druck: Buchdruckerei tugusl ■rsir. 59 - Peroral 70006 - Postdurch dlo INts (ieniHiideruhhl nureateUl - Schrlftleltungl icr («uhUiv Cohn, l.rlp/iK, LülirstniÜc 10 FR E ITA 6 21* MARZ 10*0 ■check Lein angäbe uiw MW 5392 mit Ge ) - Nachdruck nur mit Quellen* n iimiuiMiL' dei Verfassen gestattet Den nachstehenden Aufruf des Moaus-Chitim-Ausschusses veröffentlichen wir mit der herzlichen Bitte an unsere Gcmcindcmitgliedcr, dem Aufruf die nötige Beachtung zu schenken. Leipzig, den 17. März 1930. Der Vorstand der israelitischen Religionsgcmeinde zu Leipzig Goldschmidt Gottlieb MOAUS CHITIM Wie alljährlich muß auch in diesem Jahre der Moaus-Chilim-Ausschuß sich an den wohltätigen Sinn unserer Gemeindemitgliedcr mit der herzlichen Bitte wenden, zur Erfüllung der besonderen Fürsorgepflicht während der Pessachtage durch Gewährung reichlicher Spenden beizutragen. Die Zahl der bedürftigen Familien ist unter der Last des wirtschaftlichen Druckes beträchtlich größer geworden. Die Anforderungen, die an unsere Hilfstätigkeit gestellt werden, erreichen ein ungewöhnlich hohes Maß. Es bedarf keiner besonderen Hervorhebung, wie dringlich die Aufgabe ist, die unser Ausschuß alljährlich zu erfüllen hat. Die Pflicht, an den Pessachtagen dem Bedürftigen Ma/zoth zu geben und ihn in die Lage zu versetzen, diese Pessachtage in Übereinstimmung mit den alten überlieferten Vorschriften zu begehen, ist in ihrem besonderen Ernste allezeit anerkannt gewesen. Sie soll auch inmitten unserer Gemeinde in ihrer ganzen Gewichtigkeit erfüllt werden. Daß die Not in diesem Jahre eine noch nie dagewesene Höhe erreicht hat, ist so bekannt, daß es darüber keiner weiteren Worte bedarf. In um so größerem Maße muß die freiwillige Hilfstätigkeit einsetzen, zumal die Gemeinde angesichts der beschränkten zur Verfügung stehenden Mittel nicht mehr in dem früheren Maße helfend eingreifen kann. Der Ausschuß hofft, daß der Ruf an die Gcmcindcmitglicder nicht vergeblich erklingen wird, und bittet, in reichlichem Maße Spenden zu überweisen an: Herrn J. Felsenstein (Postscheckkonto 55077), Herrn J. B. Sachs (Postscheckkonto 55127) und Herrn M. Tagcr (Postscheckkonto 62747). Leipzig, den 17. März 1930. Der Moaus-Chitim-Ausschuß J. B. Sachs E. Kestenbaum J. Felsenstcin Silberstrom 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Kassierer Schriftführer Rabbiner Dr. Carlcbach Rabbiner G. Cohn Rabbiner Dr. Goldmann Rabbiner Rogosnitzky Dr. Nobel A. Schumer Tager

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