Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1930-03-14 · 11 (14.3.1930) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
6 (1930)
Issue
11 (14.3.1930)
Date
1930-03-14
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4876568-5968776-5969159--3074-4877509
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

11. Man Ii»:«' GEMEINDEBLATT DER ISRAKLITISCHKN RKLIGIONSGKMHINDK /Ii LF.II'/Hi Seite ."• jflTKgj mm JÜDISCHER FRAUENBUND ✓ ORTSGRUPPE LEIPZIG V o r a ii z 9 ig c Zum Abschluß unserer Winterarbeit veranstalten wir am Montag, den 24.März, l(> Uhr einen „Heiteren Nachmittag" im „Panorama-Künstlerspiele", Roßpiati.-, Pünktlich lii,:{(> Uhr gelangt zur Aufführung: DIE SCHÖNE GALATHEE Komische Oper in I Alu von Frans v. Suppe. Musikalische I.eimne,: Kapellmeister Koppiscli TcstlidM Neubearbeitung: Hans Loewenberg Bühticn^Ohcrlciiung: Rudi ü fall er Galathec..........Olga Hamberg er I Ganymed, sein Diener Herta Hein Pygmalion, Bildhauer..... Fritz Cohn | Mydas, Bankier und Kunstmäzen Hans Loewenberg Ort der Handlung: Pygmalions Atelier im Grlediismen irgendwie und Irgendwann Eintritt frei Gedeck Getränk nebst Gebäck M. 1.50] Gäste, .iu<l> I lerren und |ugend willkommen! Vortrag voa Herrn Dr. Alex. Goldstein. Am 15. Mär/ wird Herr Dr. Alexandei (i o I d s l e i ii (London i im Großen Saal des Central-Theatera st in a a ll f Ii a u u n d W e 11 j ud e II gilt als ausgezeichneter Redner und K Teile der Weltjudenheil, mit denen ei Reisen in persönliche Berührung kam. interessant zu sein. einen Vortrag ül» r „Pa I ä - 1e i l" halten. Dr. üoldstein •nner der Lebensari last aller während seiner langjährigen Sein Vortrag versprich! sehr Sächsische israelitische Lehrervereiaigaag. Am Sonntag, dein 23.Märe, vorm. in I hr. Andel die Halbjahrs Versammlung der Sächsischen Israelitischen Lehrervereinigung, welche im Desember verlegt werden mußte, in den Räumen der Leipzig-Loge, Arndlstr. 1, stall. Die Tagesordnung enthält folgendes: Jahresbericht, Kassenbericht, Wahlen. Gemeinsame Teilnahm" an der Schulfeier der Höheren israelitischen Schule von 12 bis 13 I"Iir. Gemeinsames Mittagsmahl, etwa l>is 14,30 Uhr, Referate üher (las Thema: ..Der hebräische Unterriehl au der israelitischen Religionssc Ii u I e", erstattet von den Herren A nach ei (Dresden) und Wercsberger (Leipzig). Interessenten sind zu dieser Tagung freundlichst eingeladen. Dil' jüdische Familie im Hilde Am Mittwoch, den 26. Februar, hielt der K unsl -eh ri f Islcl ler Dr. Karl Schwarz.. KustOS der der jüdischen Gemeinde z.u Berlin, einen alliierst bildervortrag üher „Die jüdische Familie Vortrag ging von der Tatsache aus. daB in keinem Volke das Familien leben eine so weitgehende Bedeutung gewonnen hat wie l»'i den .luden. Schon in den Mtestefl /eilen hal das häusliche Zusammenleben weithin bekannte Kunstsammlungen inregenden Lichtin Hilde". Der zwischen Mann und Frau und /.wischen Eltern und Kindern eine edle Ausprägung erfahren, wie aus den Berichten der Bibel z.u ersehen Ist. Der Manu nimmt unzweideutig die Stellung des Familienoberhauptes ein, die Stellung der Frau isi jedoch keineswegs eine untergeordnete, -(indern die einer wahren Gefährtin des Mannes. Es war natürlich, daß die Si hönheil dieses Familienlebens die Künstler in ihrem Schal len wieder und wieder angeregt hat. Am deutlichsten Iritt dies in Er i'heinung hei dem Künstler, der durch sein äußeres enges Zusammenleben mit den .luden wie kein anderer Einblick in das jüdische Haus gewann, bei I! e m b r a n d t, der viele Jahre seines Lehens im Amsterdamer Ghetto zubrachte, laue ganze Reihe von Bildern zeigt, wie verständnisvoll der grobe Künstler Szenen au> dem Familienleben erfaß! hal, und wie er ihnen voller Einfühlung durch bildliche Darstellung Form verlieh: Der Besuch der Engel l>ei Abraham, Jakobs Segen und besonders die beiden Darstellungen der Opferung Isaak-, verraten in ungewöhnlicher Weise, wie der Künstler die Gefühle jüdischer Mei sehen für ihre Nächsten verstanden und zu gestalten versucht hal. Bin (lang durch die Jnhrhundei le zeigt, daß in gleicher Weise die jüdische Familie dem darstellenden Künstler immer wieder Vorwurf für sein Schaffen gewesen Ist. Besonders breiten Raum nehmen dabei diejenigen Familien Festlichkeiten ein, die im jüdischen Leben eine überragende Rolle gewonnen haben: Die Sederfeier au den ersten Pessachnbenden (besonders häufig in den Illuminierten Pessach-Haggaden -eil dem Miltelalle! ), die religiöse Traumig, das LaubhUttenfesl u, a. In älteren /.eilen -ind du' Darstellungen häufig von köstlicher Naivität, wie beispielsweise aul einem Thorawimpel. Sie entwickeln sich im Laufe der Jahrhunderle, sowohl rein künstlerisch als auch inhaltlich. Die Emanzipation des 19. Jahrhunderts gibt der Darstellung eine besondere Wendung dadurch, daß es dem Künstler möglich wird, mit seinem aus dem jüdischen Lehen heraus gestaltenden Schaffen vor die Verein fttdlsdier Händler und Reisender In Leipzig » ■ VORAN Z E]GE Sonnabend, den 22. März 1930 findet in dem Kammermusiksaal des C.-T., Dittrichring, unser 1. Sil! Jüngstes!* mit jüdischen Theatervorträgen statt. — Näheres wird an der gleichen Stelle in der nächsten Nummer bekanntgegeben. Karten sind zu haben: Cafe Karger, Nordttraßc26 — Restaurant Manclis, Katharinenstraße, sowie bei allen Mitgliedern des Ausschusses

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.