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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-12-31 · 53 (31.12.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
53 (31.12.1926)
Date
1926-12-31
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN BXMG10NSGEMEINDE, LEIPZIG 2. Jahrgang Sodann wurden die Statuten des neuen Verbandes durdiberaten und mit der kleinen Abänderung genehmigt, daß Gutachten über rituelle Fragen nur auf ürund des Sdiulchan Aruch erledigt werden dürfen. Dem Verbände sind die Kultusgemeinden Steyr, Neunkirehen und Güssing, sowie die sieben burgenländischen orthodoxen Gemeinden ferngeblieben. Nachmittags wurden die Wahlen vorgenommen. Der Verband beschloß, auf die Wiener Kultusgemeinde einzuwirken, damit diese ihren Ablehnungsbeschluß wieder rückgängig mache. Neue Bücher „öffenbacJjer fjaggadah". Soeben erscheint der bereits angekündigte Prospekt über die im Selbstverlag des Rechtsanwalts und Notars Dr. Guggenheim herausgegebene Offenbacher Haggadah. Die Text-, Satz- und Notenproben lassen eine hervorragende Leistung der Typographie erwarten. Die Probe eines handausgemalten Holzschnittes zeigt die Eigenart des Buches. In dem Bilde sind Rabbi Akiba und seine Gäste in Bnebrak, ebenso die im Hintergrund erscheinenden Schüler, in ihren Gesichtszügen einander ans^eahnelt, gleichsam als wollte der Künstler zum Ausdruck bringen, daß alle von einem Geiste beseelt sind. In ihrer Stilisierung wirken die in ein römisches Portal der damaligen Zeit hineingestellten Gruppen der Lehrer und Schüler stark und eindringlich Der Zweifarbendruck, rot und schwarz, belebt das Satzbild und gibt einen guten Überblick über die Handlung am Sederabend und die zur Betrachtung und religiösen Vertiefung eingeschobenen Abschnitte. Dadurch wird zugleich erreicht, daß der Hausvater im Kreis der Familie am Festabend das Buch in Freiheit und mit der Möglichkeit selbständiger Auswahl benutzen kamt. Das rotlinige Notensystem mit seiner eigenartigen schwarzen Notenschrift ist ein Buchschmuck für *ich. Die Schrift, von dem Meister Rudolf Koch-Offenbach M. geschnitten, dient dem heiligen Gegenstand vortrefflich und hat eine feierliche weihevolle Haltung. Weitere Proben des Inhaltes der Haggadah zeigen eine gegenüber den alten Haggadahs neue Form. Indem der Verfasser in den überlielerten Textteii der Haggadah an vielen Stellen erklärende Zusätze einfügte, vermittelt er dem Leser ein abgerundetes und von geistigem Lehen erfülltes Bild von jüdischem Denken und von jüdischer Frömmigkeit. So stellt diese Offenbadier Haggadah rieht nur einen besonderen buchlichen Wert dar, sondern sie bereichert auch inhaltlich die Zahl der Fesibücher zum Sederabenci, mit Treue das Alte bewahrend und „freundliches Neues" mit kluger und fühlender Auswahl hinzufügend. Dr. Dieneinann Offenbach. Amtliehe Bekanntmachungen der Israelitischen Religionagouieiude zu Leipzig Aufsicht zu Peßach Kolonial Warengeschäfte, die zu Peßach 1926 nicht unter Aufsicht des Gemeinderabbinats gestanden haben, aber zu Peßach 1927 Aufsicht wünschen, werden aufgetordert, sich bis zum 14. Januar 192/ beim israelitischen Gemeindeamt zu melden. Ob und unter welchen Bedingungen die Aufsicht erteilt werden wird, wird den Antragstellern schriftlich bekanntgegeben. Nach dem 14. Januar 1927 eingehende Anträge werden unter allen Umständen abgelehnt. Leipzig, den 21. Dezember 1926. üer Vorstand der Isr. Relißionsgemeinde zu Leipzig Aufsicht über Speisehäuser Das im Grundstück Katharinenstraße 20 neu eröffnete Cafe und Restaurant Manelis steht unter Aufsicht unseres orthodoxen Gemeinderabbinats. Leipzig, am 14. Dezember 1926 üer Vorstand der Isr. ReligionsKcmeinde zu Leipzig. Barmizwa -Vorbereitung Zur Barmizwa-Vorbereitung werden seitens der Gemeinde unentgeltlich besondere Lehrgänge abgehalten. Für die in der Zeit vom 1. Juli 1914 bis 30. Sept. 1914 geborenen Knaben beginnt der Lehrgang am 1 Januar 1927. Nur wer daran teilgenommen hat. wird als Barmizwa in der Gemeindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 31. Dezember 1926 im Gemeindeamt, Löhrstraße 10 1. Von der Teilnahme können auf Antrag der Eltern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch diese Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. Leipzig, den 30. November 1926 Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig 1 Kauft Wohifahrtsbriefmarken (zugunsten der Deutschen Nothilfe 1926) zurFrankiernng sämll.Postsendungen bis 30.Jur.i 1926 gültig an der Kasse der Israelitischen Religionsgemeinde, Löhrstr. 10 fuglich von 9 1 Uhr. Kin Teil des Überschusses flieUt der Gemeindefiirsorge zu. Am Dienstag, den 18. «Januar 1927, 8 Uhr abends findet das 4. SÜfftingSf CSl mit anschließendem BALL Im großen Festsaal des Centrai-Theaters des Bundes jüd. Frontsoldaten der ehemalig, österr.-uqg. jfirmee statt. Intendant Efiarco Grosskopf a- Q. vom Operettenhaus dirigiert! Tombola Wenskat m>t seinen Prominenten Tombola T K«»p einstudiert von der Ballettmcisterin U II L C Erna Abendroth v. Neuen Theater Eintritt 2 — Käti Richter j Max Schult 1. 6oIo-2än3crin | 1. öolo-Iiinjcr Rm Flügel: Walter 5tifert Kinder bor tVillcftjd.uIc Gesellscriafts-Toiiette Karten Vorverkauf bei Jean Berber, Windmühlenstr. 2">, Tel. 19095; Jos. Einhorn, Katzbachstr. 21, Tel. 15372, Huro Fechner, 'ohunitplatf 5, Tel. 15C6y; Jul. Kalmann, hutritzscher Str. 11, Tel. 28027; J. Migdin, Tauchacrstr. 46, Tel. 11002; N. Rosdeutscher, rühl 71, Tel. 23915. Der Vorstand

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