Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 51 (11.12.1926)
- Date
- 1926-12-11
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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2. ^abeflcing, Mr. 5l 1T. Stejember 192$ jerjsr&elitiscken Amtliches Nachrichtenbl* fytr Cemeiiideverw^lt Das Ganseindcb!alt erscheint wöchentlich am Freitag. 0#n Mitgliedern der Religionsgemeinde wird es un- •ntgeltlicn durch die Post zugestellt. Bezugspreis für Nichtmitglicder monatlich 60 Pfennige. Anzeigenannahme: W. Teicher, Gleckensttaße 11, Telephon 14449. Schiiftlcitunq: Gemeinderabb. Gustav Cohn. Leipzig, Lohrttr, lO.Telephon 29641. :: Füi den Inseratenteil: Siegmund Cohn. Leipzig. Ottostraße 24, Tel. 42940. Druck u, Verlag; W. Teicher, Leipzig, Glockenstr. II, Tclcph. 14449. Anzeigenpreise; Die 4 gespaltene mrn- Zeih 20 Pfg. Familien- und kleine Anzeigen 10 Pfg. Umschlagseiten und Textinserate nach besond. Tarif. Die Schriftleitung übernimmt für die unter dem Namen des Verfassers erscheinenden Beiträge und die Vereinsnachrichtcn nur die preügesetziiehe Verantwortung. Nachdruck nur mit Quellenangabe und Genehmigung des Verfassers gestattet. BS© Weälhini&clhiti s^a S>pen©ir (01ad> wabrer Segebenbeif) 021. >ffc (1908) "Die ÖMocßen 3u öpeier mit Slang unb 6d>all, 6ic riefen 5um Dome bie ©eter all. Die 'Jöcfer, fie wallen im tiefen 6d>nec Olnb folgen in 6d>arcn bem Kufe ber £öb'. *5>ic tfbriftnaebt brietjt an, bie t>cilicic Had>t; CÖb n)oI>l in ben i)cr3cn bie £iebe ertoadjf? — — "Sie Cölod>eu febroeigen — — unb OJlenfcbonjang Sönt bumpf aus dem 'Borne n>ie (ßrnbe&BIang. ■Die Ollauer beim töbeffo ftarrf ftumm empor, Dumpf ballen bie 6d>riffe bor!£0acb' am Xor. Die 3«öengajje liegt ftill Derfdjneif . . . Olnb Ollenjcbeulaut ift weit — Jo toeit — Olur unten am Oilarff, au» bob<?m i>auö Dringt £id)tjd)ein berPor, fdjallf £ärm berau». Die Oltänner bort brinnen im 6d>ein des £id>te, 6d}mar3lod'igen Viauptes unb bärf'gen (ßefid)te — 01id)f grübelt toie fonft in ben 5\iid)ern bie Scbar: JSSei Sedier unb SVartenjpiel lärmen fie gar! Stumm fteben $olianfan ringsum an ber XOanb 2lnb ballen bie SÖebbeit ber vPVlfcn umfpannf. Die (sMocSen 311 Speiet, mit bröbnenbem ödjall, (Sutlaffen bie 6d>aren ber '.öefer all I Die priefter nur ttiien nod) am Vtodwltar, Der '.£>i)chof inmitten im (öreifonbaar- Da (ritt ein nube 311m JSijcbof unb jprjd)f: „•Jolgf mir, gräbige Vierren. es> reut Qufti nid>t!" (Srjdued't fabren SMfd)of unb 'Priefter empor: „(Sin '3ube? — toas toill er?" jo Ülingt's im (Sbor. Der Oubc ruft lauter". „Olun laßt bat (Sebef, 2>d> 3eig' <Sud> ben <$>d, t»o man (ibriftum fd>mäbf — Die '3"öen bei Karten unb Stein unb 6pott S>crb<>bnon (Sud) (Sbriften unb (Suren cöoft!" „tDeb ibnen!" ruft bonnernb in 3ornos>glut Der #ijd)of unb tointfe: „<£>el)\ jübr' une>, 3ub'!" 3m (tyatto ift, im 5>aufe am (StarM 3nbejjen bat fröblid>e £ärmen erftarßt- Da ftür3t Don ben '5Mid)ern an bober "SO.iub Ollit poltern 3ur (Srbe ein mäd)figer Stanb . Die 5cd)cr burd)fäl)rt es mit ödueefeensbaueb. Der cRabbi fprid)t bumpf mit gebanntem Äufl': „SMnmeg mit ben Sparten, mit "SPein unb 6poft; (Sin 'llnglüaV toill nabon — hier amrnt uns (S>ott I*4 Olnb l!aum nod) ber lefsfe j>ed>er Mrftbuxinb, Olnb Baum nahm ber Stabbi ben lalmub jur $ant>-- Da fpringt jd>on mit S\'rad)en bie lür« auf, — herein tritt ber '£>ijd)Of, — bie Pnej'ter 311 i>auf. Olnb HM* er mit [taunenben Süden erjdjaut'? — — (S>ebeugfe Gcftalfcn, in oorgon ergraut . . . Da pad-'en ihn 3otn unb (Erbarmen ^umal: „!Ä">eb, tüd''fd>er ^erleumber, bidt treffe mein 6frabl!'4 „3br aber ber3eibf!" 311m Stabbi er jpriebt, „ÜDiK geben unb ftören Sud) iiir^er nid)f." dsn Spuren Hiäesfetr füdlschep yergarageü-sheit Palästina hat in;;n das stumme Land genannt; nur in geringem Ausmaße sind da dem Bi elen die Geheimnisse uralter Vergangenheit eiitldckt worden. Und doch blickt ein großer Teil der Menschheit gerade auf dieses Stück Hrde mit dem sehnlichen Verlangen, ein möglichst deutliches Bild von dem Leben, das sich einst dort abgewickelt hat, cu sehen, von den Menschen und ihrem Erleben, ihren I-'reuden und ihren Sorgen, ihren! Sinnt n und ihrem Tun Die heiligen Bücher, auf denen das I ehrgeblude dreier Weüreügioncn errichtet ist, bilden die einzige Quelle für ein Verstehen ihres Werdeganges. Gewiß ein reidier Schatz im Vergleich zu den literarischen Denkmälern mancher anderen Völker und Kulturen; aber bei