Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 49 (3.12.1926)
- Date
- 1926-12-03
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 2. Jahrgang Baronin v, Cohn-Oppenheim-Stiftung in Dessau. In einer gemeinschaftlichen Sitzung des Repräsentanten und des Kuratoriums der Baronin v. Cohn-Oppenheim-Stiftung der Isr. Kultusgemeinde wurde zur Neugestaltung der Satzungen von Gemeinde und Stiftung und den damit zusammenhängenden Aufgaben ein Ausschuß gebildet, dem der Gemeindevorstand, Landesrabbiner Dr. Walter und die Repräsentanten Hirschfeld und Hurwitz angehören. — üs wurde ferner ein Ausschuß eingesetzt, der die Beschaffung von Büchern für die Gemeindebibliothek und die Veranstaltung von Gemeinde Vorträgen besorgen soll. Ihm gehören an: der Vorsitzende, J.R. Dr. Cohn, der Gemeindevorsteher Alterthum, Landesrabbiner Dr. Walter und Repräsentant Hurwitz. — Landesrabbiner Dr. Walter, Vorsteher Oppenheim und Repräsentant Dr. Spighel wurden beauftragt, Mdi mit dem Landeskonservator wegen Einrichtung des Mendelssohn-Zimmers in Verbindung zu setzen. Tagung der Agudas Jisroel. Am 15. November begann in Wien eine Gesamtsitzung des Geschäftsführenden Ausschusses der Agudas Jisroel; zur Teilnahme haben sich Ausschußmitglieder aus der Tschechoslovakei, Rumänien, Polen, Deutschland, England und Osterreich eingefunden. Auf der Tagesordnung stand neben den einzelnen Arbeitsgebieten insbesondere die Frage der Gemeindeverfassung in Palästina und die Einberufung der nächsten Kenessio Gedauloh noch im Jahre 5687. Provinzialverband für jüd. Wohlfahrtspflege in Oberschlcsicn. Am 17. N ivember fand in Reuthen eine Vorstandssitzung des Gemeincleverbandes in Oberschlesien statt, die unter Leitung des Herrn Justizrat Kochmann aus Gleiwitz stand. Gegenstand der Beratung war u a. die Schaffung eines Provinzialverbandes für jüdische Wohlfahrtspflege in Oberschlesien. Als Vertreter der Zentraiwohlfahrtsstelle der deutschen Juden nahm Herr Dr. Segall an den Verhandlungen teil. Herr Dr. Segall beleuchtete in seinem Referat die Entwicklung der jüdischen Wohlfahrtspflege in der Vorkriegszeit, der Kriegszeit und der Nachkriegszeit und begründete eingehend die Notwendigkeit. Provinzialverbände als Unterorganisationen der Zentraiwohlfahrtsstelle ins Leben zu rufen. Die große Bedeutung der Verbände liegt in der Vertretung der jüdischen Wohlfahrtspflege der Provinz gegenüber der Provinzialregierung. in der Erhaltung gemeinschaftlicher Hinrichtungen, in der finanziellen Förderung leistungsschwacher Gemeinden auf wohlfahrtspflegerisdiem Gebiete, in der Schaffung neuer Institutionen. Es wurde einstimmig beschlossen, auch für Oberschlesien eine derartige Pro.-inzialstelle so schnell als möglich ins Leben zu rufen im Anschluß an die bereits bestehende, gut funktionierende örtliche Wohlfahrtszentrale in Beuthen. Die Vorarbeiten für den Ausbau dieser Zentrale nach der eben gekennzeichneten Richtung hin sollen so rasch als möglich in die Hard genommen werden. j Von 1| 6 Mark an erhalten Sie I Dutzend künstlerisch ausgeführte P o s t k a(r t e n im bekannten Atelier JVL Herzfeid Thomasgasse 4 (Fahrstuhl) Amtliche Bekanntmachungen der Israelitischen Rdliglonsgenieinde zu Leipzig Barmtzwa -Vorbereitung Zur Barmizwa-Vorbereitung werden se.tens der Gemeinde unentgeltlich besondere Lehrgänge abgehalten. Für die in der Zeit vom 1. Juli ly 14 bis 30. Sept. 1914 geborenen Knaben beginnt der Lehrgang am 1 Januar 1927. Nur wer daran teilgenommen hat, wird als Barmizwa in der Gemeindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 31. Dezember 1926 im Gemeindeamt, Löhrstraße 10 [. Von der Teilnahme können auf Antrag der Eltern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch diese Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. Leipzig, den 30. November 1926 Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig In unserer Gemeinde ist die Stelle des Bestattungsordners und stellvertretenden Synagogeninspektors (Schames) zu besetzen. Zufolge der behördlichen Vorschriften haben nur Bewerbungen von Reichsdeutschen Zweck. Die Bewerbungen sind an das Israelitische Gemeindeamt, Leipzig, Löhrstraße 10, zu richten; es wird gebeten, nur Zeugnisabschriften beizufügen. Leipzig, am 23. November 1926 Der vorstand der Isr. Reli|>ionsgemeinde zu Leipzig | Aus dem Gemeindeamt Kalendarium 3.—11. Dezember 1926. — 27. Kislew bis 6. Tewes 5687 1926 Dezember Kislew - Tewes 5687 Freitag Sonnabend Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag S mnabend 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 27. 28. 29. 2.1 0» 3. 4. 5. 6. Sabbath Mikkez Sabbath Wajigasch SCHIRM-HAMPEL Das Haus der- (julen Schirme u. SpazierTföcke HAINSTRASSE 31 Prompt u. vorzüglich Tel.26201 ST€(I)P€L SCHILDER