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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-11-12 · 46 (12.11.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
46 (12.11.1926)
Date
1926-11-12
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Hr. 46 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seile 5 Aus anderen Gemeinden und Verbanden Die Höhe der jüdischen Gemeindesteuern. In der Breslauer Repräsentantenversammlung wurden die Gemeindesteuern auf 18 v. H. festgesetzt. Bei der Begründung dieses Satzes führte der Vorsitzende der Haushaltkommission u. a. folgendes aus: Der an sich hohe Satz sei leider notwendig. Zu den niedrigen Sätzen der Vorkriees'eit werde man so rasch nicht zurückkehren können. Dafür habe man vor dem Kriege eine Staffelung der Sätze nicht gekannt, während jetzt schon die zugrundeliegende Einkommensteuer gestalten sei, so daß die schwächeren Schultern duich die Kultussleuer nicht so stark belastet sind wie die s'ärkenn .... In dem von dem Finanzamt festgestellten Sieuersoll spiegle sich ferner der enorme wirtschaftliche Rückgang der Bevölkerung, insbtsondere des Mittelstandes, wider. Vor dem Kriege betrug der Anteil der jüdischen Bevölkerung am Gesamiaulkommen der Hinkommensteuer über 30 v. H.. jetzt dagegen, troz der en< rmen Zunahme nach dem Kriege, nur 18—19 v. H. Auch hieraus erkläre sich die notwendige Erhöhung des Prozentsatzes. — Vom Vorstande wurden diese Ausführungen noch ergänzt, da die Öffentlichkeit nicht genug aufgeklärt werden kann. „Unser Zuschlag muß schon deshalb höher a s der der christlichen üemeiiden sein — die dieses Jahr 15 v H. erheben —, weil die Lasten der Synagogengemeinde wesentlich größer sind. Denn wir müssen vollständig aus eigener Tasche umere Geistlichen bezahlen, müssen selbst für den Religionsunterricht sorgen und hab<n gri ße Ausgaben für das Schächiwesen: alles Ausgaben, die bei den christlichen Gemeinden fortfallen. Die christlichen Gemeinden verkaufen ihre Grabste len rur auf 25 Jahre und erheben nach dieser Zeit die Gebül r noch einmal oder ebnen das Grab zum Wiederverkauf ein; bei uns dagegen kennt man nur ewige Friedlüfe; und s j I is>en sich noch eine große Anzahl Mehrausgaben bei uns nachweisen. Dazu kommt die wirtschaftliche Struktur unserer Zensiten, die zum größten Teile dem kaufmännischen Mittelstande angehören, der durch die Nachkriegszeit am meisten gelitten hat. Die christlichen Gemeinden haben vorwiegend Lohn und Gehaltsempfänger und daher lange nicht mit so viel Ausfällen zu rechnen wie wir." Der beantragte Satz von 18 v. H. wurde einstimmig angenommen. Zentralwohlfahrtsstelie der deutschen Juden, Vor mehreren Monaten wurde in Düsseldorf anläßlich der Tagung der Zentralwohlfahrtsstelie in der Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung beschlossen, grundlegende Änderungen der Satzungen vorzunehmen. Der provisorische Vorstand der Zentralwohlfahrtsstelie beschäftigt sich schon seit einigen Wochen mit den Vorbereitungen für den neuen Satzungsentwurf, welche unmittelbar vor dem Abschluß stehen. Der Fntwurf wird in aller Kürze den Gemeinden ui d Organisationen zugestellt wer den, damit die in Aussidit genommene Mitgliederversammlung, welche die Fnlscheidung über den Satzungsentwurf hat. bald zusammentreten kann. Prompt u. vorzüglich ST€(DP€L „»JALBERTOTTO 95 i#> llElPZIG.PlauenscheStr.2 Tel.15291 SCHILDER Leopold Lyssow Steckner-Passage, Tel.29l83 Spezial-Geschäft feinster Schokoladen ■fr ■fr ■fr ■fr ■fr Wein- und Teegebäck * Nürnberger Lebkuchen % Lübecker Marzipan % 4 Am 5. November ist prau Elisabeth verw. Tausig gestorben. Als treue Lebensgefährtin unseres verewigten Kantors und Lehrtra Lmil Tausig s. A. war sie in unserer Gemeinde allgemein beliebt und geschätzt. Wir werden ihr Andenken stets in Ehren lialieP. Leipzig, am 7. November 1926 Der vorstand und die verordneten der tsr. Religionsgemeinde zu Leipzig Amtliche Bekanntmachungen der Israel»Iischea Religionsgemeinde zu Leipzig Aufsicht über Speisehäuser und Fleischereien. Infolge Ausscheidens des Herrn M a n e I i s aus dem Restaurant Piaueusche Passage erlischt die Aufsicht unseres Gemeinderabbinats am 13. November 1926, abends. Die Aufsicht über die Fleischerei S. Ackerfeld ist auf die neuen Geschäftsinhaber A d I e r <& Feuer übergegangen. Leipzig, den 8. November 1926. Der Vorstand der tsr. Reltgionsgemeinde zu Leipzig Aus dem Gemeindeamt Kalendarium 12.—20. November 1926. — 6. 14. Kislew 5687 1926 November Kislew 5687 Freitag 12. 6. S >nnabend 13. 7. Sabbath Wajeze S mntag 14. 8. M mtag 15. 9. D.enslag 16. 10. Mittwoch 17. II. Donnerstag KS. 12. Freitag 19. 13. S mnabend 20. 14. Subbath Wajischlach 4«^««-fr44-fr44-44-4^4e«^e«44«4«4«4-fr4"fr-fr44-fr'fr<0'44-fr 4 .\ ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Von irk | an erhalten Sie 1 Dutzend | künstlerisch ausgeführte 1 Postkarten im bekannten Atelier M. Herzfeld Thomasgasse 4 | (Fahrstuhl) ^miuumiuiuuiiuiwiuuiiiJiiuiiiuuiiuiiiiiiiiinnMi initiMniiniimiini(frr

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