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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-10-29 · 44 (29.10.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
44 (29.10.1926)
Date
1926-10-29
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 44 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGTONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 9 Orthodoxes Rabbinat: Gemeinde-Rabbiner: Dr. Ephraim Carlebach, Nilrischplatz i, Fernsprecher Nr. 10225. Sprechstunden 9—10 Uhr vormittags in der Höh. Isr. Schule, Gustav Adolf-Str. 7, 4—5 Uhr nachmittags In der Wohnung. *Gemeinde-Dajan: Rabbiner Rogosnitzky, Pfaffendorler Str, 4 111, Fernsprecher 28276. Sprechzeit: Montags, Mittwochs, Donnerstags und Sonntags 9,30—1 Uhr vormittags und 3-6 Uhr nachmittags, Dienstag 8—10 Uhr vormittags und 3-6 Uhr nachmittags, Freitags 8—1 Uhr vormittags; in dringenden Fällen auch außerhalb der Sprechzeit. (Gemeindefriedhof, Berliner Straße 123) Jeder Sterbefall ist unverzüglich dem Gemeindeamt, wenn dieset geschlossen ist, dem Synagogeninspektor Hermann Isaaksohn, Gott- »chedstraße 28 (Synagoge), Fernsprecher 11250, zu melden. Sonnabends! und an den israelitischen Feiertagen ist dar Friedhof geschlossen. Unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderahbinates stehen: l Fleischereien: S. Ackerfeld, Hofmeisterstraße 6. Moses Bild, Gerberstraße 48 50 Moses Frischer, Nordstraße 11. Sally Löb, Packhof Straße 11-13 und Ranstädter Steinweg 7. Schußheim & Sertürner, Plauensche Straße 3-5. Adolf Zellner, Gerberstraße 5. Wilhelm Zellner, Nordstraße 13 Das Fleisch soll an demselben Tage, an dem es gekauft wird, koscher gemacht werden. Wer das Fleisch durch nichtjüdisches Personal bringen läßt, muß fordern, daß das Paket durch den Schomer gesiegelt wird. b) Geflügelverkauf: Die vorgenannten Fleischereien. Moses Feuer, Tauchaer Straße 20. Bei Feuer dürfen Teile von Geflügel nur in Gegenwart des Schomers gekauft werden. c) Milch und Butter: J. Barthfeld, Yorkstraße 9. S. Ringelblum, Gerberstr. 43. Fil. Loh»ühlgasse, Eck« EberhardMr. (Wohnung Nordstr. 24 pt. r., Fernspr. 23410» Chaim Zipser, Berliner Straße 18, IV. Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich all „Koscher" gekennzeichnete Waren. d) Backwaren: Salomon Lotrowski, Bcliner Straße 13. Leopold Schmeidler, Ranstädter Steinweg 38 32. Filialen: Ranstädter Steinweg 45, Nordstraße 26. Selig Scheinowitz, Humboldtstraße 25. Für Schokolade besteht keine Aufsicht! •) Speisehäuser: Chmelnitzky, Reichsstraße 22. Gottlieb, Packhofstraße 5. Manelis, Plauensche Passage. f) Gemüse- und Obstkonserven, Marke „Säkofa", herge stellt von der Sächs. Konservenfabrik A.-G., vorm. Paul Augustin in Leipzig. Einzelverkauf durch die Kolonialwarengoschafte. Daf Rahhinat trägt die Verantwortung nur dann für das Kajchn», wenn auf dem Dosendeckel das Wort nDD eingestanzt ist, und die Dose von einem Papierstreifen umgeben ist, der den Auldruck trägt: „HP3 Hergestellt unter Rabbinatsaufsicht dar Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Auf Dosen, welche Speisen enthalten, die am Pessachfest nicht gegessen werden, wie Erbsen u. dergl., steht das Wort riOD nicht. g) Kolonialwarengeschäfte stehen während des Jahres nicht unter Aufsicht. Die Verbraucher müssen deshalb selbst prüfen, ob die Waren koscher sind; dies gilt ganz besonders von Butter, Käse und Kakes Neue Bücher Gerhard Kittel (Professor in Greifswald): Die Probleme des palästinischen Spätjudentums und das Urchristentum. Stuttgart 1926 (W. Kohlham:ner). Engelbert Krebs (Prof. der Theologie an der Universität Freiburg i. B.J: Urkirche und Judentum. Berlin 1926 (Philo-Verlag). Ein protestantischer und ein katholischer Gelehrter untersuchen ähnliche Fragen. Kittel behandelt in ausführlicher Untersuchung die in den letzten Jahrzehnten von Protestanten oft erörterte Frage nach den Besonderheiten, die Judentum und Christentum unterscheiden; Krebs stellt in küizcrer Betrachtung das Werden des Christentums dar und zeigt die Beziehungen zwischen der neuen und der alten Lehre. Es ist besonders reizvoll, beide Schriften nebeneinander zu sehen: wie weit gehen doch die Ergebnisse auseinander, die aus dem gleichen Material zutage gefördert werden. Krebs' Folgerungen, die er aus zahlreichen eklatanten Beispielen herleitet, sind etwa diese: Die in den hl. Schriften des Christentums als Grundlagen der neuen Lehie genannten Gedanken entstammen dein jüdischen Gedankenk eise; lllllllllllllllllllllllll! 3ioniftifd>e Bereinigung £eip3ig Montag, den I. November 1926 sprechen im Theatersaal des Krystallpalastes NöhlJm SokOiOWj Präsident der Exekutive der Zionistischen Weltorganisation Dr Nahum Goldmann ■ - Beginn 8 Uhr Eintritt I Mk. Die Saaltüren werden 8.15 Uhr geschlossen. VerVerkauf: Zigarrengeschaft Gebr. Felber, Brühl 54 und Sekretariat, Keilslr. 4 Einlaß 7 , Uhr 1 Ii".

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