Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 40 (1.10.1926)
- Date
- 1926-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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" 2. ytovQcma, ttr. 40 1. mtobcv m<o vm dzr Jzr&elitiscken Amtliches H^hkUmUd^u . ^»Aaa/« (/ewe/WeverwA/^/fJv^^U <V£t|^lV| zUgionZgittiftncle Zckhakv. V> \ Dp.s Gemcindeblatt erscheint wöchentlich am Freitag. Den Mitgliedern der Religionsgenicinde wird es un entgeltlich durch die Post zugestellt. Bezugspreis für Nichtmitglieder monatlich 60 Pfennige. Anzeigenannahme: W. Teicher, Glockenstra3e 11. Telephon 14449. Schriftleitung: Gemeinderabb. Gustav Cohn. Leipzig. Löhrstr. 10. Telephon 29641. :: Für den Inseratenteil: Sicgmund Cohn. Leipzig. Ottostralie 24. Tel. 42945. Druck u. Verlag; W. Teicher. Leipzig. Glockcnstr. II. Teleph. 14449. Anzeigenpreise: Die 4 gespaltene mm- Zeile 20 Pfg. Familien und kleine An i gen 10 Pfg. Umschlagseiten und Textinserate nach bessnd. Tarif. Die Schriftleitung übernimmt für die unter dem Name» des Verfassers erscheinenden Beiträge und die Ver einsnachrirhten nur die preßgesetzliche Verantwortung. Nachdruck nur mit Quellenangabe und Genehmigung d"s Verfassers gestattet. ■Dreimal am Sage follf ihr treten mit (Opfern por mein Ängeficbt; breimal am 5ago follf ihr beten, nun, ba's. an Opfern euch gebridjt! — llnb fieb! CAus» frommer $efer Mitten Jinb füll 3»ei Mnabon unb ein ©reis 3ur heil'gen £abe IMiigefcbritfen, 3U Sünben laut bes. IfSöcbften 'Preis! 'Das» ftabbijd) trifft mit ornftem Solange ber frommen £>efer laujchenb Cj>br — ^etst einen fie (ich 3uin Q^ojange, nun tönt bas» <?lmen laut im (fbor. Qllif Führung fd>au' bie beiben SSnaben, unb hör' ber bellen 6timmen ftlang; bie Qllufter haben fie begraben — nun fingen (ic ben Sobgefang. Äafcbifcf) <&d>, armes» Paar! S>on fd)t»erem6cblage toarb euer ""Uigenoglüd! perjebrt--- '31od> oft ertönet eure ftlagc, toenn il>r ber Xreuen Sieb' entbehrt- •Doch toie auch 6d)ti»eres» eud) betroffen, fuebt fromm Oes Herren (Angeficbt, beff 'Rrme ftehen toeit eud) offen, unb burd) bas> Duntel ftrablf eud>i'id)t-- Der tr>elfe ©reis»! OTif müben 6d>ritten fcbleppf er fich in bas» äSoftes»haus> — (Sin feltner c3aft — nicht hat's* gelitten ihn heut babeim — er mußt' hinaus». '2lnb 2ränen netten feine fangen; läugft toarb ber Cülfern er beraubt — er ftanb fd>ou bjer in "lugenbprangen, nun ftebf er hier mit greifem i>aupt. Der Ccltern 6taub ift längft 3erfallen. il>r J'Migel fanB bie 6d>rift porblid) - ber 6ol>n preift hier in heil'gen Stallen ihr £\ngebenSen feierlid). Daheim, in feinem füllen 5immer erftrahlf ein i'ämpdvn jd)toadi unb fd»lid>t - 3ü>eimal im labr erglänzt fein Rümmer: es» ift ber erlfern 6eclenlid>t! — "SDic Piele &inber miifjen jenPen bas»?\ug', bie fangen fcbames«rot, por tiefem ©reis», beff ebrenb Dent'en ben (vitern gilt bis» in ben lob! (S>, balle fort mit heil'gen Sölten (ivbet, bas» unfre ftd>mer3en ©eibt — ftod) oft wirft bu in ©oft perföbnen manch' ungeheures» ivrieleib! — — Rektor T. c?rt/;#r«. Mnuabcrg Vom Re iterricht Von Dr. Felix Guldmann Zahlen sind langweilig! Aber sie sind sehr lehrreich! Und so bitte ich herzlich, mir für wenige Minuten geduldig in das Urwalddickicht der Zahlen folgen zu wollen. Der gewiß mühsame aber sehr niiizliche Spaziergang wird hoflentlidi manchen Leser nachdenklich machen. An Leipziger höheren Lehranstalten gibt es 606 jüdische Schüler und Schülerinnen, an den Volksschulen 607, hierzu kommen noch 473 Schüler und Schülerinnen an der Roheren israelitischen Schule, sodaß im ganzen 1686 jüdische Schulkinder in Leipzig vorhanden sind. Da von einigen Schulen, insbesondere den Fortbildungs- und Berufsschulen, Zahlen nicht vorliegen, und manche Listen unvollständig sind, darf die Zahl der Leipziger Schuljugend auf etwa 1800 veranschlagt werden darf. Die Schüler der Höheren israelitischen Schule haben fraglos alle Religionsunterricht Wie steht es aber mit der Sdiar von rund 1300, welche die sonstigen Schulen besuchen? Hier sei von vornherein gesagt, daß alle Einrichtungen für den Religionsunterricht zusammen nur 648 Kinder melden^sodaß also — auf das Ganze gesehen — für die allgemeinen Schulen feststeht, daß höchstens 50",, der jüdischen Kinder Religionsunterricht haben! Nur die Hälfte! Und da insbesondere der Fortbildungsunterricht auch von jungen Leuten besucht wird, die nicht mehr zur Schule gelier, sind es in Wahrheit noch weniger als die Hälfte. Für evangelische und katholische Schüler liegtn nur Schätzungen vor. Diese besagen, daß vor. ers'.eren 94" „ und von letzteren 97", am Unterricht teilnehmen. Beim Volke der Religion sind es gerade die Hallte! Über die Verteilung dieser Kinder sei bemerkt, daß für den Fortbildungsunterricht der liberalen Richtung 108 ältere Sd üler gemeldet sind, lür die liberale Religionsschule 1 sind es 316. Im Privatunterricht gibt es 121 Kinder, wobei freilich zu beachten ist, daß vielleicht — insbesondere in orthodoxen Kreisen — auch nicht gemeldeter Privatunterricht erteilt wird. Die orthodoxe Reli'gionsschule II, die ehemalige Talmud-Thora, zählt3535Kinder,s:die;;Ahawas-T hora hat 50. Die letzten