Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 36 (3.9.1926)
- Date
- 1926-09-03
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 GEMEINDEBLATT PER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG 2. Jahrgang Unsere au! Koseherfleisch reflektierenden Gemeindemitglieder werden angelegentlichst darauf hingewiesen, daß im Interesse der Aufrechterhaltung des Kaschrus in unserer de meinde nur hiesige Bezugsquellen berücksichtigt werden sollen. Leipzig, am 10, August 1926 0er vorstand der Isr. Reli^ionsgemeinde zu Leipzig Garderoben in der (iemeindesynagoge Wir machen darauf aufmerksam, daß es dem Bedienungspersonal der Garderoben in der Gemeindesynagoge strengstens verboten ist, Zylinderhüte zur Aufbewahrung anzunehmen. Leipzig, den 30. August H126 I)er vorstand der lsr. Religionsgemelnde zu Leipzig Ausgabe der Eintrittskarten zum Zweiggottesdienst im Stadt. Kaufhaus Die Vermietung der Plätze zum Zweiggottesdienst für Neujahr und Versöhnungstag im Konzertsaal des Städtischen Kaufhauses erfolgt von Montag, den 9. August 1926, ab werktäglich von 9—1 Uhr im Gemeindeamt, Löhrstraße 101. Preise der Plätze 3 bis 10 Mark. Leipzig, den 4. August 1926 Der Vorstand der Israelitischen ReligionsRemeinde zu Leipzig Ablösung der Neujahrswünsche zugunsten des Filrsotwsens der israelitischen Religionsgemeinde In ^.verminderter Stärke zeitigt der wirtschaftliche Druck seine unheilvollen Folgen. Auch das Fürsorgewesen unserer Religionsgemeinde leidet schwer unter der gegenwärtigen Lage. Zahlreiche Familien, bis vor kurzem in gesicherter, behaglicher Lebensstellung, sind genötigt, die Hilfe der Gemeinde in Anspruch zu nehmen. Größere Mittel als |e müßten dem Fürsorgeamt zur Verfügung stehen, wenn in allen solchen Fallen es auch nur das Notwendigste gewähren wollte. Aber gerade mit Rücksicht auf die so schwierigen Frwerbsverhältnisse mußten innerhalb des gesamten Gemeiudehaushaltcs auch die Mittel für das Fürsorgewesen noch eingeschränkt werden. Diesen unerträglichen Widerspruch gilt es auszugleichen. Noch fehlt es auch in unserer Mitte nicht an solchen, die ein gütiges Geschick nicht allein vor dem Unheil der Zeit bewahrt, sondern mit Gütern gesegnet hat, hinreichend, um ar derer Not zu lindern. An sie vor allem geht unser Ruf: Fördert durch Stiftungen und Spenden die Fürsorgearbeit der Gemeinde. Rosch haschonoh naht! Unsere Bereitschaft zu edlen Taten wird in diesen Tagen ernsten Sinnens besonders geweckt. Wir wünschen einander Glück und Segen, wünschen es in erster Reihe den uns Nahestehenden. Denkt auch an die Fernen, die in Sorge und Leid leben, und helft uns ihnen ihre Sorgen und Leiden erleichtern. Längst ist es schöner Brauch geworden, Neujahrswünsche durch eine edle Spende abzulösen. So rufen wir denn alle auf, die Ablösung der Neujahrswünsche zugunsten des Fürsorgewesens der Israelitischen Religionsgemeinde vorzunehmen. Alle hier eingehenden Spenden werden nach gewissenhafter Prüfung der Fürsorgefälle restlos ihrer Bestimmun« zugeführt. Die Namen der Spender werden in der nächste Woche erscheinenden Ausgabe des Gemeindeblattes veröffentlicht, sodaß der Zweck der Ablösung der Wünsche nach jeder Hinsicht erfüllt wird. Spenden werden an der Kasse der Religionsgemeinde werktäglich von 9—1 Uhr entgegengenommen oder au! unser Postscheckkonto 50533 mit dem Vermerk „Neujahrswunsch-Ablösung" erbeten. Leipzig, am 23. August 1926 Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde tax Leipzig