Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 35 (27.8.1926)
- Date
- 1926-08-27
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Mr. 35 GEMEINIDEBLATT DER ISBAELITI80HEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 5 Gemeinschaft, dem Staat, die Treue bewahren? Wird er ein zuverlässiger Bürger, ein treuer Soldat, ein ehrlicher Beamter sein? Um sich einige Mark jährlich zu retten, hat er uralte, geweihte Bande zerrissen, die ihn mit einer ewigen, geistigen und nur moralischen Zwecken dienenden Geneinscbaft verknüpften. Wie sollen ihm die Bande heilig sein, die ihn an eine Gemeinschaft wie den Staat fesseln, der vor unseren Augen entsteht und vergeht, der von sterblichen Menschen geschaffen und zerstört wird, der in erster Reihe den realen, materiellen, sehr irdischen all-umenschlichen Zwecken dient und bei dem das Geistige und Moralische nur im Hintergrunde steht? ... (Schluß foiuo Spielvormittage des Jüdischen Frauenbundes Die Ferien sind zu Ende. Für die Kinder heißt es, mit den neuen Kräften an die alte Arbeit gehen. Wie im vorigen Jahre war auch dieses Mal vom Jüdischen Frauenbund dafür gesorgt, daß a.idi die „Zuhausegtbliebencn" ihre Erholung finden konnten. Die Spielvormiitage, die sich bereits im vergangenen Jahre im Palmengarten so bewähit hatten, fanden trotz des weiteren We^es zum Schützenhof ut d trotz des ungünstigeren Wetters sehr viel Anklang. Für ihr Gelingen haben sich ganz besonders Frau Rosi Krause, Frau Dr Schindler, Frau Dr. Wronktr eingesetzt, die eifrigst bemüht waren, den Kindern immer neue Freuden für ihre Ferientage zu schaffen. Der Frauenbund hatte zur Leitung für die Mädchen Fräulein Goldmann und füi die Knaben Herrn Szalay gewonnen, die in ausgezeichneter und liebevoller Weise sich ihrer Aulgabe annahmen und den Dank lür ihre Aufopferung in Jer Anhäng lichkeit der Kinder und dem schonen Gelingen der Arbeit fanden. Durchschnittlich nahmen täglich lüü Kinder an der schönen Ferienveranstaltung teil. Fs war eine Freude zu beobachten, wie fröhlich und ungebunden sich Knaben und Mädchen tummelten, wie nett sie spiel'en, und wie gut sie sich vertrugen. Fs war recht erfreulich, feststellen zu können, wie frische Farben sich die Kinder in der freien Luft geholt hatten. Sie erhielten täglich Milch oder Kakio, Kuchen, Obst, Eier, Schokolade. Allen, die dazu beigetragen haben, den Kindern Freude zu bereiten, auch den Helferinnen, die täglich zur Stelle waren, sei auf diesem Wege herzlichst gedankt. Ein Wort des Dankes gebührt auch dem Wirt des Schützenhofes, der mit seinem Personal alles tat, um den Kindern den Aufenthalt in seinem Garten angenehm zu madien. mmm Nachrichten aus dem Gemeindeamt Gern entsprechen wir einem Wunsche de» Schriftleitung des „Königsberger Jüdischen Gemeindeblattes" und weisen darauf hin, daß der in Nummer 31 unseres Gemeirdeblattes veröffentlichte Aufsatz „Jüdische Stellenvermittlung" von Evie Lewin (Königsberg i. Pr.) dem Königsberger Gemeindeblatt (mit Zustimmung der Verfasserin und der Sdiriftleitung) entnommen war. D|e Sdiriftleitung. Unsere Hausmarken' Photo- Klapp-Kamera 9 x 12 cm Lux. I Hochsolide Leder.uisf...irung. doppelter Boden Auszug. Doppel-Arastigmat. 1 : 6.8 (Vorder- und Hinterlinse-ein- 7eln einstellbar). Stach verstellbarer'V.irio'Verschluß. Objektiv durch Mikri>meterschraube noch und seitlich verstellbar. Metalltcile fein vernickelt, mit 3 Blcchk.issetten im Etui oder Filmpackkasseite RelctiS-M. 48 X ||«>. . II rr.it gleichem Zubehör und rv,nni>l-Anastinmat Rodenstock II 1:5.4 (Vorder und Hinterlinse einzeln verwendbar) in 9fach verstellbaren .Origirial-lbso Vers. hluß lt«;lchs->Jv 75 T -|«-mf III rhft 3 Blcchkasaetten im Etui und Filmpackkassette, allerbeste Ausführung, mit Laack^ialytar Tl 4.5 in'Compt:r Verschluß, einschl. Tasche Relct\S.r*f. HO Für Sie. C«t»<%iiM>-Z6«irl&Jftjkeit 'fimsefei''Hiuirifarke* JMvie'1 tur 'die' I '^tfMUW vn*ercr.Aagabm üb»rmrh!i*r»,jfir volle f)wwti«l .ilgh'l;jt* •f die Aufruf! Gemäß einem Beschluß der Gemeindeversammlung sollen ifS7ltfSt(jf WS im ' a t'h a r i n e ri s t r." 1 oVSegr-1899 M f.M^bw******* Kosten für den Chor der Synagoge Gottschedstraße bedeutend vermindert und die Zahl der Mitglieder demnach verringert werden 1 Wenn die künslerischen Leistungen unseres Synagogenchors auf der bisherigen Höhe bleiben sollen, bedarf es unter diesen Ums änden der Opferwilligkeit aller der Mitglieder unserer Gemeinde, welche die Fähigkeit besitzen, im Chor mitzusingen. Die unterzeichneten Gemeinderabbiner richten an alle in Betracht kommenden Damen und Herren, welche dem liberalen Teile der Gemeinde angehören, die herzliche Bitte, zur Aufrechterhahung eines harmonischen und erhebenden Gottesdienstes beizutragen und sich zur Mitwiikung im Chor zur Verfügung zu stellen. Meldungen nimmt der Chorleiter Herr Barnet Licht, Leipzig S 3, Kaiser Wilhelmstr. 67 (Fernsprecher 30316) entgegen. Rabbiner Dr. Felix Goldmann Rabbiner Gustav Cohn Die zweite Nummer der Zedakah Zeitschrift der jüdischen Wohlfahrtspflege, herausgegeben von der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden, ist nunmehr erschienen. Die Nummer enthält folgende Aufsätze: .Unsere Tagung am 6. Juni 1926 in Düsseldorf 1926. Worle der Begrüßung' von