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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-07-30 · 31 (30.7.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
31 (30.7.1926)
Date
1926-07-30
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Mr. 31 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 5 jüdische Invaliden. Prol. Lasar' (Wien) führte aus, die jldisdien Invaliden Oesterreichs werden gleich den r iditjüdischen vom Staate versorg». Früher gehörten die jüdischen Invaliden dem allgemeinen Verband der Kriegsopfer an. mußten aber infolge des Verhaltens der Niditjuden zur Bildung eines eigenen Verbandes schreiten. Es gibt in Oesterreich oes erreichischc, frenidslaatliehe (ehemals oesterreichische) staatenlose und rentenlose Invalide. Es sei notwendig, beim Völkerburd zu intervenieren, daß auch die Maatenlosen Kriegsopfer eine Rente erhalten. Am 17. Juli ging die Weltkonlerenz zu Ende. Es wurden die folgenden Entschlüsse angenommen: 1. Die vom Kongreß gewählte Exekutive wird ermächtigt, Aktionen zur Aufbringung der nötigen Mittel für konstruktive Hilfe an die Invaliden zu unternehmen. — 2. Der Kongreß wendet sich mit eirem Aufruf an die jüdische Öffentlichkeit, die Gemeinden und Hillsorganisationen, den lüdischen Kriegsinvaliden, Witwen und -Waisen Hille angedeihen zu lassen. 3. Der Kongreß stellt fest, daß in den letzten Jahren unter der Parole der Invalidenhilfe Gelder gesammelt wurden die anderen als dem bestimmten Zwecke zugeführt wurden. — 4. Die Exekutive wird dafür sorgen, daß in Zukunft Sammlungen für Invalidi nhilfe nur duich die vom Weltverband jüdischer Invalider legitimierten Personen und Gruppen durchgeführt werden. Die jüdische Welt soll erfahren, daß der Verband etwa 600000 jüdische Invalide, Witwen und Waisen repräsentiert. — 5. Der Kongreß bevollmächtigt die Exekutive, eine Abordnung nach Amerika zu errtsen len, die die dortige jüdische Öffentlichkeit über die wirkliche Lage der jüdischen Invaliden, Witwen und Waisen aufzuklären und die Geldsammlungen zu leiten haben wird. — 6. Der Kongreß beschließt, zu der am 8. August in Berlin siattfindenden Haupiversammlung des Verbandes ORT die Herren Dr. Schitlowsky und Ziprinsky zu informativen Zwecken zu entsenden. — 7. Der Kongreß wendet sich an die polnische Regierung mit der Bitte, getreu dem Beispiel anderer Regierungen auch für ihre Invaliden im Ausland, insbesondere in Wien, zu sorgen. — 8 Die Exekutive wird aufgefordert, beim Völkerbund zugur.sten der Verst rgung der staatenlosen Invaliden zu intervenier m. — 9. Der Kongreß drückt dem Sejmdeputierten Heller für seine Arbeit in der Organisierung der jüdischen Invaliden Polens, ebenso Schwarz-Lemberg urd Prof. Lasar-Wien sowie Ziprinsky- Amerika für ihre Organisationsarbeit Anerkennung aus. Der Kongreß wählte eine zehngliedrige Exekutive, bestehend aus den folgenden Herren: Abg. Heller Warschau, Bachner-Krakau, Schwarz Lemberg. Pojanoff-Solia, Prof Lasar- Wien, Blum-Rumänien, Fraumann-Warsdi:-u, Ziprinsky Amerika, Dr. Schitlowsky Ruäland, Heit e Berlin. Die Exekutive kann sich durch Kooptation auf 21 Mitglieder hei Zutritt weiterer ' Länderverbände ergänzen. (I. T. A.) Aus unserer Gemeinde Kindcrspn 1 Vormittage des Jüdischen Frauenbundes Um jüdischen Kindern, die keine Erholungsreise haben können, wenigstens während der Ferien eine kleine Erholungs- I möglichkeit und Ferieufreude zu bieten, hat die Ortsg.uppe des Frauenbundes die Spielvormittage, die sich im vorigen Jahre so bewährt haben, wieder eingerichtet. Nach vielen Bemühungen ist es gelungen, das Restaurant „Sdiützenhof" (im Rosental gelegen) für diesen Zweck zu erlangen. 100 Kinder spielen vom Mittwoch, dem 21. d. M., ab täglich von 9 bis 2 Uhr , unter Leitung einer Kindergärtnerin und freiwilliger Helferinnen dort und erhalten ein Glas Milch zur Erfrischung. Mit den geringen Mitteln, die zur Verfügung stehen, kann nur diese kleine Erholungsmöglichkeit geschaffen werden. Es ergeht aber an die Mitglieder des Frauenbundes die herzliche Bitte, durch Gaben von Obst, Eiern, Gebäck, Schokolade usw. oder auch durch Geldgeschenke dazu beizutragen, daß diese wenigen Ferientage den Kindern zur Kräftigung und Freude dienen. Es wird auch willkommen sein, wenn sie sich persönlich von dem munteren Spiel der Kinder überzeugen. Nachrichten aus dem Gemeindeamt Zuschriften an die Schriftleitung Wir bitten, in der Zeit vom 25. Juli bis 21. August sämtliche für die Schriftleitung bestimmten Zuschriften an Herrn Qemeinderabbiner Dr. Goldmann, König Johann-Straße 17, zu richten. Die Schriftleitung Zur Beachtung! Wir richten an unsere Gemeindemitglieder die Bitte, im eigenen Interesse diesem Teil, sowie den amtlichen Bekanntmachungen auf der ersten Seite besondere Beachtung zu schenken, da eine Veröffentlichung jnserer üelcanrtrlachungen, soweit nicht die Gemeinde-Satzung anderes aestimmt, nur r ich im „Gemeindeblatt" erfolgen wird. Gemeindeamt t Löhrstraßr ig Fernsprecher 23602. Er' eschoß: Fürsorgeabieilung. Geöffnet: Montag, Dienstag, onnerstag, Freitag von 11—1 Uhr. — Mittwoch und Sonntag iiur für Durchreisende (,12— 1 Uhr). 1. Stock: Vorstand und Verwaltung. Geöffnet für den allgemeinen Verkehr werktäglich von 9—1 Uhr. Postscheckkonto der Gemeinde Nr. 50533 Leipzig. Verwaltungsdirektor: Gustav Katzenstein (Sprechzeit 9—11 Uhr). Gemeindevorsteher: Carl Goldschmidt tzu sprechen nach telet. stellv. Gemeindevorsteher: S. llodes /Anmeldung (Nr. 23602) Dezernent d. Fürsorgeabtlg.: S. Gottlieb J in der Mittagszeit. Dezernent für das Finanzwesen: W. Breslauer. Dezernent für das Kasdirus: S. B. Goldrei. SSBDBDflDDOflQDDOaDOQODDBPoaanDoSS ■I Zellners Restaurant 1873 Tel. 242.17 Leipzig Tel. 242.17 Q Mittag-Gedeck M 2.25, gut und reichlich im Abonnement 10 Karten M 20. Abends: Spezialgerichte in großer Auswahl zu kleinen Preisen

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