Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 28 (9.7.1926)
- Date
- 1926-07-09
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/4876568-5968774-5968913--0557-4877063- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
IjteiM I*U3M3lP GKMsraiDufiLAT^ mm nrnm^äm1 WMifflteffifaäBt,1 WSm 3 ait jg Seht 5 des üemeindeblalt-'S erhoben worden sind und durch die abfinden Äußerungen über das Gemeinde b att, schwer ge« kränkt worden. Wenn e'm Mißgriff vorgekommen sei, -o seien daraus Folgerungen gezogen worden, für nie auch icht der Schatten eines Beweises e brach: worden sei. Wie R« dner unter Z ist mmung der V rsamm »na ausführt, müsse man die Verdienste anerkennen, die sich Herr Rabhit er Cohn durch s lue se bstiose A bed;ü da Q •me-ndebl ui eiwurben habe. Man weide an den Uetnemdcb a 1 unier allen Umsänden festhalten, t o:z aller unberechtigten Augiiffe des Herrn Tumpowsky, die lediglicn darauf zurück tufümen seien, daß lieser an einer andeien jüdisc.n Zeitung interessiert sei. — Es sei em Unding, we.in Her Tumpowsky und seme Fieunde d.'Shaib, w.ii eilige i rer Forderungen nicht bewi I J w >rden wären, durch grundsätzliche und uns Chilene OppoMi ou ■in gedeihlic es A i teilen der Versa mnlui>g in Frage sied en. liberale Fr.ikt on ha e sich hei allen in en Entsc lußunüen nur durJi sachliche Erwägungen le ten l.-t.-se was dafür Ii bewieen werde, daß aucn den ort ho oxen Bedürfnissen in einem gerechten V r ältms R chnung getragen werde. Die liberale Fraktion wurde unbee nf ußt von allen Störungsversuchen, ihre sachlicl e Arbeit fu lsetzen, die leiMglict' das Wohl der Gern inde zum Ziele habe. Oer Rede folgt lebhafter und anhaltender Beifall. Nach einer kurzen Unterb ecitung der Sitzung wird beschlossen, mit Rücksicht auf die gui dliehe V\,r.irbeit des Finanzausschusses über die einzelnen Abschnitte des Haushaltplanes en bloc abzustimmen .nd >ht Redezeit auf 10 Miauten zu besc sänken. Tumpowsky erhebt gegen die persönlichen Bemerkungen des Herrn Dr. Wohiizek En<p udi und eik'ärt, daß ir nidd in genereller Opposition S'ehe. Seine Forderun en seien ihm und seinen Freundet Herzenssache, seien aber trot'. seiner vie'facnei Ve>sucie, zu einer Versiändigurg zu gelangen, ni ht erfüllt worder. So habe man den vorjahrigen Beitrag fü' die Hemäi che Spra hschule von M 2000 einfach gestrichen, obgleich di s er Posten für ihn und seine Freunde von besonde er Wichtigkeil gewesen sei. Daduch sei die jetzige Lag ' gesch fl n. F. müsse seinen Weg, dtr nir Zukunft führe und deshalb Kämpfe mit sich bring«*, weiter gehen. Er habe nien and persönlich angegriffen. Sein Kampf gegen das Inserat sei k in K.unpf gi gen die Person des Rabbiners gewesen. Zu dem Abschnitt Kultus und Unterricht s'ellt Tump o w s k y 3 Anträge: 1) Mit dem 2. liberalen Rabbiner darübt r zu verhandeln, faß er in seinen Aufgabenkreis die Für-orgetätigkeit in besonderem Maße mit übernimmt. 2) Es ist dahin zu streben, daß d t Synagogenchor nur iit jUd sehen Kräften besetzt wird. 3) Die Kosten für den Synagogenchor sollen wesentlich ibgcbaut werden, indem die Rabbiner sich bemühen sollen, inen freiwilligen Chor zu bilden. Die Anträge 1 und 3 werden abgelehnt Zu dem 2. Antrag teilt Gottlieb mit, daß d> r Vorstand schon bisher auf das nachhaltigste bemüht war, das et strebte Ziel zu errttchen, daß dies aber noch nicht gelungen ist, weil sich ticht genügend geeigne<e jodische Kräfte gefund n haben. )rr Antrag wird angenommen. Für Miete, Heizung. B leuchtung usw. für die oithodoxe iemeindereligionsschule waren \\ 12000 vogesehen; hi ron b'eiben nur M 400" stehe , wahrend M F00o an andeer Stelle des Haushalt planes ing fügt werd n. Alsd inn stellt Tumpowsky den Antrag: Zur Ergän ■ung des orthodoxen und liberalen Unte richts in der h>- iräisehen Sprache solle M 2000 ausgesetzt weiden, d e /u gleichen Teilen auf den liberalen und ortho loxen Re ig onsnnterricht verrechnet werden soll n Auf Wunsch des Herrn Fumpoiv.skv werden die Gutachten der drei Gemeinde abbiner verlesen, die diese in einer Sitzung des Unten ichtsmd Erziehungsausschusses Uber die hebräische Sprachschule ht 3I1ÜI1 abgegeben haben. Nach kurzer Aussprache wird der Antrag abgelehnt, nachdem G o 1111 e b dagegen Verwahrung tingelegt hat, daß der für die hebräische Spracfcschule abglehnte Bet g in anderer Form bewi.ligt werden soll. Zum Abschnitt K a sc h r u 9 teilt Markendorf mit daß nach den Darlegungen des Herin Fleistheimeistrrs Wilhelm Zellner die Z ihl der Fleischereiaufseher vermindert werden könnte. Dubiner erklärt, es herische eine lebhaf e Mißstimmung über die Zahl des Kaschruspetsonals, wodurch dis fleisch verteuert werde. Die Mißs immung gehe weit bis in die Kreise der strengsten Orthodoxie hinein. Er beantragt einen Abbau des Kaschrusap,Miates. Der Gemeindevorsteher beruft sich hinsieht ich der Kaschmseinrichtungen auf die Kaschruskommission, nach deren Vorsehlägen man sich gerichtet habe. Das Fleisch verteuert: sich durch die Qebfirtrenerhöhung um höchstens l Pfennig. Kenten bäum stellt fest, daß für das Kaseinus nur das Rabbma maßgebend i t. Die Aufseher verrichteten Arbeiten von Fleischergesellen mit, sodaß die Fleischer an deren Stelle Gehilfen einstellen mfißien, wenn überhaupl ihre Zahl verminde t werden könnte. Wolf wiederholt seine frühere Behauptung, d iß die üe ünren das Fletsch nur geringfügig bei ist n, un l bittet den Vorstand, Nachprüfungen vorzuneh nen, üie hierfür den Beweis erbringen werden. Der Antra« Dubiner wi-d angenommen u id der Vorstand gemäß der Anregung Wolfs beauftragt, im Ga.ieindeblatt eine amtliche Berechnung aufzustellen, wie hoch sich die Verteuerung des koscheren Fleisches durch die Gebühren stellt. Für das R i t u a I b ad sind M 8000 eingesetzt. Weitergehende Anträge dir Herren Stein u^d Kesten bäum werden abgelehnt. Die Ausgab n fü das B estattu ugswesen weiden ohne Aussprache, wie im Entwurf vorgesehen, festgesetzt. Beim Ab -clinitt Wohlfahrtspflege rühmt Dubiner den außerordentlichen Segen, welchen die Darlehi skasse der Gemeinde b:i gt, urd weist dies durch Zahlen nach. Die Darlehnskasse bedeute eine wiiksam» und produktive Hilfe für die kleinen Gewerbetreibenden. E' beantragt, von den für Unterstützungen ausgesetzten M 90000 den Beirag von M 2000 i der Darlehn-kasse zuzuführen. H o d e s legt dar, daß der Gesamtetat der Fürsorge, der in diesem jähre mit M 126000 eingesetzt sei, während im vorigen Jahee M 172500 vorgesehen waren, nicht im entferntesten ausreichen werde. Es würden in diesem Jahre mindestens M 200000 gebraucht werden. Eine soldie Belastung r -u-üb »mssB^mmn—u—wct wmu m ti-u.. Z,v ^^y.!^^ /mw>*s "\ ^JJ^^*»- 7Zvft.'i&t'aSt w ftcyHrnfMAt»^ ■tt-2£4*ß!rr'jii* PAZrortipi*- ■ 'flfc* 1 yllß t<jp *t'-f& ***■ '.T^, l p ^7 M^u* 2U> /**jSn •>?tiyjR~~*gy* -+**. I 1 u - «■?fär&<+r 21* <'/"' :<:■<*,l> i.-» :'.»«.'•' , '"v•rfrrf £i~<t**Y — ■ ' , ff L S 1 nAnv* - IS \; \iu*J2%&A m dtafwiej iSuf%m»*^k4 ' ^1?:''"~ <?*r*'' r-y'*/* ff- PHOTO-ARBEITEN bis 1U Uhr vorm. gebracht, sind 0 Uhr abends fertig. I;/