Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-07-02 · 27 (2.7.1926) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
27 (2.7.1926)
Date
1926-07-02
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
74% known words query
IRI
…/4876568-5968774-5968912--0547-4877054
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 8 GEMEINPEBLATT DER ISHAELITI8CHEN RELIOl0NS0EME1NDE. LBH'ZKl 2. Jahrgang Geschäftliche Notiz Bad R-ichenhall hat seine Kursaison wieder begonnen. Nadi einem überaus schönen Frühjah blieb der ganze Winkelheuer mehr wie sonst von der allgemeinen Kille und Regenperiode verschont. Die Anstrengungen, wei'iie der Kurotl fi;t Verbesserungen und Versdtönerungen unternommen hat, sind bedeutend Trotzdem sind die Preise in Reichenhall durchaus IriedensgemSB und Überaus bescheiden und ihr etwa M 7.5 pro Tsg sind sehr schöne /immer in ausgezeichneten Häusern einseht voller Pension In vorzuglicher Gflte zu haben. Das Märdun von der Kostspieligkeit des Autenthaltes in den bayerisdten Bädern wird durch diese Tatsache am besten widerlegt. Natünich können erst- I klsssige Hotels mit allem modernen Komfort und luxuriösester Einrieb' tung 'u diesem Preise keine Vollpension bieten, allein audi in soldien Häusern sind uic Pensionspreise äul'eist hesdieiden und dem Gebotenen durchaus entsprechend. Andererseits sind audi Häuser mit billige- . rem Pensionspreis als <>ben genannt /ahlreidi voihanden. Der Glaube, daB man in valutasdtwadien Staaten billiger leben könne, trittt iür die Kurorte solcher Staaten tu) das Bestimmteste nidit tu, denn alle diese j Ktirorte haben sidi längst aui die Weitmarktpreise eingestellt und wissen sehr put. was sie nehmen müssen. Wer also durch vaterländischvolkswirtsdiattliche Gründe vom liesudi SUSlündiSChei Bäder nidit abgehalten wird, der möge aus Kücksidit aui seinen eigenen Geldbeutel im l ande bleiben und dort seine Erholung und Gesundung suchen, F.nttäusdtungen bleiben ihm dann sidier erspart Reidterhall rühmen. hieße Fulen nach Athen tragen; es ist zweifellos einer der sdiönsten Platze der Welt und liegt in 460 m Meereshöhe in einem von 2tiüU m hohen Hergen last völlig geschlossenen Talkessel windgesdiützt und sauber da. Die Umgebung ist durch eiu Netz von staubfreien PuBwegen aufgeschlossen, das zusammen über 2ü() km beträgt und das waldreiche Land nadi a len Richtungen In geradezu herrlichen Spaziergängen ötfnet Für Terrainkuren der Herzkranken sind die Wege von dem Allmeister Oertel ausgewählt worden. Das Bad verdankt seine hohe lltilkralt seiner glücklichen Lage, seinem leuditwarmen Klima, seinem Waldreiditum, seinen Salzquellen, welche ZU den stärksten Europas gehören, und seinen Kuranlagen, die vorbildlidt fiir viele andere Hader gewesen t>lnd. Frstklausige Badeeinrichtungen für alle Arten von Bädern, Inhalationen jeden Systems usw und ein durdt die Tradition geschultes Ärztepersonal ist vorhanden. Reichenhall besitzt die grollten pneumatischen Kammeranlagen der Welt und Keines der modernen Kurmittel dürfte tehlen I rinkkuren jeder Art können vorgenommen werden. Keidienhall wird mit Vorliebe aufgesudit bei IErkrankungen von Hals, Nase, Rachen. Kehlkopf, bei Brondiialkatarrhen und hat Weltrui als Asthmakurort, bei Neuasthma usw. Für das Asthma ist jetzt auch eine kostspielige neue Anlage nadi der ethodik von Morm van Leeuwen errichtet worden, sodaß es keine Methodik der Behandlung des Asthmas gibt, weldie hier nidit vertreten wäre. Daß keidienhall ein hervorragender Platz für Rekonvaleszenten jeder Art und fur Frholungsbedürftige ist, liegt auf der Hand. Für Blutarme und für erholungsbedürftige Kinder bietet das mi de Gebirgsklima ideale Aussicht. ReidienbaP bietet auch alle Vergnügungen eines Weltbades, sodaß. die verwöhntesten Ansprüche ihr Genüge finden. Die Bevölkerung ist außerordentlidi zuvorkommend und liebenswürdig und Belästigungen irgend welcher Art sind völlig ausgesdilossen. Wohnungsangelegenheiten erledigt auf Anfragen der Kurverein. Bad Reichemall, 20. 6. 1920 Dr. Bichel, Kurarzt — :I8 — btt jdimere* i.'eib bereiten, beim meine Borbet uugen finb feljt fdnver: id) oetlange, ba| bu mir einen Mrug mit ©afier aus beut fßarabiefe unb einen mit Staffel au« bei .y>ülle betbetferjaffft/ ^odjaaan brach fafi guiamnten, al* er bic<5 Oer« nahm: aber er muf>te bao Sdimere perfueben, beim bie ftonlgin blieb unerbittlich Bangen $erjenft maebte er fid) mit beti ©eg, Iir fuhr mieber Uber ben jJluB unb ging in ben gebrimnteoollen Salb, iei.;te fid) bort nieber unb fiiu) an bittet lieh pi meinen. 3n leinet ot ent« rang lictj feinem (lernen ein Webet: „5*lcb, möchteft bu bod), $err ber Belt, mit beinen Boten fenben, bamit n mir bie SttUgc fülle, mie eo bie idone Königin \\tjprbeit bit." Raum liatte er fein Bebet beenbet, ol<? iur :Kabe herangeflogen laut, beni er mit einem feiner Orot« ben $ungrt geftiUt hatte. Ter Rabe bltcfte io otrfta'nbmdboO auf 3totbannn, bai; biejer fofort afl feinen S.iiiiiner bergan unb neuen sJJittt faf je. St rebete mit bem Naben, als mate er feine&gleirben, unb fpind) $u ihm: „Tu hait fo ftatte jlttgel unb fannft mit ihnen fdm U überallhin gelangen, £»iet b:eie beibrn fertige hänge id) an beinen §al*. Xu mu|i mit ihnen ,ytr $üil!e fliegen unb ben em.'n mit bem £)5HenU)uffcr ftil* len, unb mufjt atebann ^uni Barabief* eilen, um mir in bem anbeten Bruae oon bovt audi Barabirfeenxtffei |u bringen. Da* Sdjidfal ganj 3frael6 hängt baoon ab far, bu unoerfaumt bie Hufgabe löfeft". Hläbalb erhob 'ich brr %.<b? in bie ÖOfte. t5v Wog }UUi vntlenitronte unb mollte untertauchen, um ben Staig voll Söffet laufen }U lafien. Slber bat ©äffet mar todjenb hetr,, iu ftebenb, bafj er bie Blut nicht erfragen tonnte unb id)iirll imeber l)od)fam. Ducti taudjte er halb tin uoeiteä SNal unb nod) ein SKal; ba mar ber «tuet bie ,^uin Staube gefüllt. Die »ielen Sunben fri)iner\ten ihn i<-hr, bod) mie ber SBinb \a(\U er burd) ^ie Stifte juni $arabiefe*ftiom. 3n feinen fühlenben unb heilfanten ii>äijern habete er ben brennfnben Mor» per. Unb nl<5 er emporfam, ba mar ber jmette ütruc\ mit bem ©nffer bei ^otabiefet gefüUt, er felbft (\eftärft uon ben Dualen bes .ftötlenftrume«. ClileiiSe flog er ju 3ocb,anan ^uritd, ber freubeftral)lenb unb banferfüttt bie ftriige entgegennahm, «lö er fte ber Mönigin über« bradjte, überjeugte fte fid) balb, bafj iljie gurberung et« — 39 — füllt mar: ftebenb unb übeliiedjenb bas ©äffer ber $>öüe, fühl unb mol)lti< djenben Kräutern gleid) bo«- 3ilaffer be* fBatabief**. Da fptad) fie, jaft rroutig, 3oa)anan: ,,^urmai,r, 0ott tft mit bir, (ir idiüht bid) aQetotten unb läßt bir alle* gelingen. Wun mufj id) bir nod) eine britte Aufgabe ftrllrn: menn bu auet) fte löjeft, bann n>iU ich bir ohne ^)öt\ern folgen, Schon (Wanjig Sabte ift es her: id) mar e'i\ fleiueo Rinb, ahei und) heute fteht mir olle* lebenbid in ber (trinnetung. *ä)tfin teurer (Batet lag nuj bem Sterbe bette: er rief mid) ,^u fidi unb tid)tete mit fclion bredjen» ber Stimme le|te ©Otte an niid). Dabei )0g er eiaen ng Oon feinem Jyinaer unb gab ihn mir. Wu bem 3{tiii\e mar ein Stein, mie e* an ftoftbatteit leinen. (Weiten geben mag. Diejut King habe idi einft, nl* mir in einem kirnte auf bem Jvluü ruberten, oetloien. Dieine Diener haben ben ganzen ftlur, abgefud)t; jar fie haben ihn in ein anbercs• ilett geleitet: alle* bergeben*.— Den King muf t bu mir miebetbringen: meine- Seele hangt an ihm.?sft er mieber an meinem ginget, bann habe td) ben SRut, bit ^u folgen " — — Der t&npeiflung nalje, iudjte ^ud^anan mieberum bas (enfeitige r}luBufei nahe bem geljeimnieoollen 35>albe auf. „Xa glaubte id) idum nahe am ^iel fein", fo ieuf;,te er tief auf, „unb nun fehe id) mid) bor Sd.ioieiigfeiten, beren fein Stetblicftef $ert merbeu fann.?ld), mollle mir bod) ber Silin nditige auch j'^t mieber Seinen Beiftanb leihen!" — Sälirenb er nod) itber fein i.'o* finnenb baiav,, mürbe plöhltd) feine Slufmert» tarntet! auf ba* ©äffet hingelenft: ba taudjte au«? ber Diefe jener gtofet ly id) auf, bem er ba* Beben geidjentt hatte, iah ihn mit ftrahlrnben Slugen an unb flieg wie» ber hinab, iüei bieiem?lnblid ermndjte Ungleich So (hananc Vertrauen. Üütit Spannung blidte er auf baä fpiegelflaie ©affer, unb er tonnte einen ftnunenfmerten Borgang beobachten: ber arof?e güd) ueviammelte um fid) eine Knjtaal anberer j^iidje, unter benen alcbalb eine lebhafte Bewegung entftanb, mie mum eine enegte Äusiprncbe gehalten mürbe. Sdjliefelid) brangen jtal)l reiche Tyifc^e auj einen einzelnen ein, feinbfelig beftiirm« len fte ihn, er iudjte fid) ihnen ^u entziehen, aber fie tiefen nid)t oon it)m ab. llnblid) fdjtoamm et, bon zweien betfolgt, baoon, unb al* et nach einer ©eile miebet»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.