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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-07-02 · 27 (2.7.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
27 (2.7.1926)
Date
1926-07-02
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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TNr. 26 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 7 Vereinsnachrichten. Herzl-Gedenkfeier. Die Zionistisdie Veeinigung Leipzig veranstaltet anläßlidi der 22. Wiederkehr des Todestages Theodor Herzl's am Sonnabend, dem 3. Juli, in der Synagoge Ohel Jacob, Pfaffendorfer Straße 4, eine Herzl-üedenkfeier, dir die als Redner Herr Direktor w a r e s k i - Berlin gewonnen wurde. Beginn Punkt 6 Uhr. Jüdischer Theaterverein I Jüdischer Jng-endbund Sonntag, 4. Juli, Treffahrt mit dem Chemnitzer JugendDund. Treffpunkt früh 5,45 vor Bahnst. 22, Abi 6,05, an Kochlitz 7,55. Die Chemnitzer Freunde treffen 7,48 ein. Rückkehr 12,38. ^onntagskarte M 2.50. Waiuirrkleidung! Laut Mitteilung von Chemnitz sind alle dortigen Mitilieder beteiligt, weshalb auch wir bitten, vollzählig zu ersdieinen, denn , cipzig kann und darf nicht zurückstehen. A er dheim im Zoo. Am Dienstag, dem 8. Juli, abends 8 Uhr seiliger Abend im grünen Saal. Jüdischer Studentenverein, Leipzig. Anläßlich der Ertfnung des jüdischen akademischen Heims veranstaltet der J. St. nunnehr im eigenen Heim (Vtoritzstr. 23) Dienstag, den (i. Juli einen Uese'lligkeitsabend mit einem reichhaltigen mutikllfsch-llteraritchen Programm, b adi dem Programm Tanz, Fintritt n u r für Studenten und die von Mitgielern eingeführten Gäste. Beginn 8 Uhr. Reichsbund jüd Frontsoldaten, Ortsgruppe Leipzig;. Geschäftsstelle: Geliertstraße 7, Femspr. 19398, Postscheckkonto 9639. Der auf allgemeinen Wunsch beschlossene Ausflug nach der Rochsbürg (siehe letzte Numrrer d. Bl) wird bestimmt am Sonntag, dem 11. Juli, unternommen. Alle Kameraden werden gebeten, diesen Sonntag tnr den R. j. F. freizuhalten, und wird eine vollzählige Beteiligung aller Kameraden nebst Damen erwartet, da nach den getrolfenen Vereinbarungen diese Veranstaltung eine sehr genußreiche zu werden verspricht. Alles Nähere über Treffpunkt, Abfahrtszeit usw. wird in der nächsten Nummer bekanntgegeben. Jüd. Turn- und Sportverein „Bar Kochba", Leipzig, Geschäftsstelle Keilstr. 6, Postscheckkonto 67975. Schwimmfest. Anläßlidi ihres fünfjährigen Besiehens veranstaltete die Schwimmabteilung ein gutbesuchtes Schwimmfest, das ein reichhaltiges und gut gelungenes Programm bot. An die interessanten und spannenden Wettkämple sdiloii sidi ein an originellen Einfällen reicher humoristischer Teil an. Besonderen Beilall verdienten sich die „Six Original Tillergirls'' mit ihrer lustigen Parodie, in die sie kunstgerechte Schwimmbewegungen einflochten. Die Schwimmabteilung hat sich durch dieses Fest viele neue Freunde erworben. Die Wettkämpferebnisse sind: Große Beliebigstaffel 10x50 m, Siegermannschaft Karger, Resner I, Kling II, Diewald, Figer, Resner II, Ardel, Segall, Felsenstein, Mandel. Knabenerstscnwimmen 50 m! I. Diamant, 2 Riesel — Damenbrustschwimmen SO m: 1. Karger, 2 Kretzig II. Herrenheliebigsdiwimiiien 400 m um den Vereinswanderpokal: 1. Ardel. Damenerstschwimmen 50 m: 1 1 enipart, 2. Markowitsdi. Herrenbrustschwimmen 100 m: 1. G. Berlinski. — Streckentauchen: 1. Prinz. — Lagenstaffel 3x50 in: Held, Weingarten, Segali. Am Abend fand dann ein Gesellschaftsabend statt. Herr A. F'elsenstein hielt eine Ansprache, in der er auf die erfreuliche Fntwicklung hinwies, die die Abteilung in der kurzen Zeit ihres Bestehens genommen hat. Fr dankte insbesondere den Schwimmlehrern, Herren Messke und Becker, sowie dem Vorstand des Fistergaues für dessen Fntgegenkommen. Sodann überbrachte Herr Sempf, der Vorsitzende des Flstergaues, die Glückwünsche des Verbandes. Fr zollte der Schwimmabteilung, an deren Fntwicklung er von jeher regen Anteil genommen hat, seine vollste Anerkennung. — 40 — lehrte, trug er im SRunbe einen Ring, hoffen?u'm burd) ba« Buffer hiuburd) ftrahlenb leudjtete, 1)iejcn Ring übeibradjte er Dem rotten rtiieb, ber Ü)n in ''einen ')>i.iu;> nahm, an« Ufer brachte mto bort bem Sodm« nan zu ^liüeu warf, oodmnn war tum allem, wn4 fr grfehen hatte, in gefeffelt gewefen, Dan rr i\iir nid)t '.leinetft hatte, wie neben il)in tin SEBilbfd)U>etn grafte, unD al« et fict>. in öer jrruMgen Ubenaidning, baB Der Ring gefunDcn mar, büefte, um ton aufzuheben, fall er gerabc noch, to\t Der Ktnj im SMaufc De« liere« oer* fdnnanb. 0anj nieDergebnirft fühlte SorJjanan ben Spuren oes liere«. Meinen Augeubltri lieft er W unbeachtet, unö feine ganze Hoffnung war, Dafi ti gelingen tonnte, oa« Bttb )U tüten, um wieber ju Dem unrrfe$(id)en (leinoD zu gelangen. $wei Sage id)on war er hinter beut Xiere ijer Meinen Schlaf hatte er iicl> gegönnt, nur burftig doh Bürgeln unb einigen jjru$ten feinen Öunger geftitit. Raum tonnte er iictj noch halten nur Rübiafeit, unb Immer mehr fanl ihm bao Vertrauen, ^afi öte-> Xier erlegt werben tonnte. Ta bemerfte er Mityltd) uor fiel) [eneu ungewöhnlich gronen $unb, Dem ft (inrt feiner i^rote gegeben hatte. :8ei feinem An »lief erwachten nod) einmal alle fein« 8eben6geifter: Der öunb tonnte Rettung bringen. St beute Dea §unb auf iao SSJiib, unb al« müßte Der, um wa« rt ginn, be iann er einen Mampf mit Dem ftarfen Tiere unD ließ 'ict)t von ihm, ehe Da« 8ebeu auÄ ihm entichwunbrn oar. (N war feine leidjte Arbeit, ben Ring in ben fingeweiben j>eo Btfbfömriuea ,\u ftnben; aber ftqtiefj ich gelang e$, unD in gliicffeliaer Stimmung nberbradjte er iljn Der Mönigin 3n überfrf)äumenber gfreube ergriff Die Mönigin ben Ring, unb immer wieber betrachtete fie Duo Srbftücf. Aber balb |0g ein Schatten über ihte Dcienen: „Run muß ich bir buch folgen", jprad) fie ,tu 3oct)anan, „ob« wohl mein fterj mir iagt, baß ich an ber Seite beine« Mönigc unglüdlid) fein werbe. Aber ich habe bir's zM* gefagt, unb ich muß ja auch baß brohenbe Unheil »an Sirael abwenben helfen. — Doch", unb babei leuchtete wieber ihr ©efirht, Hid) habe ineinen fliing, er wirb mir Stdrfe geben". — (6<fclup folg*-) ^ür unfere lugcnb. <II)onatIid)c 'Scilage 311m „(Scmcinbcblatt ber 3{raolitifd)cn ■Roligionsgemeinoe 3U £cip3i9" sJcr. 10 Suli 1926 3od)ananö Abenteuer (5ort|et3iing> 8on Dem ^ahrmann erfuhr Sotfjanan, baf3 baö üDiäDrheit, beten .paar bei JHabe Dem Möuig gebracht hatte, Die Mönigin Diefer StaDt fei. T>as war eine weitere Qeftatlgung, baß alle Die wunberbar erjrtjeinen» ben Eilige, Die er erlebt hatte, Durd) gotthdje tjugung fo gefaVhen waren: bie t^ran, bie er gefttd)t hatte, war eine würbige Qfottiu für feinen König. 2o trat er benn ehrerbietig auf bie junge, fd)one Königin }U unb be* ridjtete iljr in lebenöiger Sd)ilöeruug, wie er aufgezogen fei, um gerabe fie ju fud)en, welche üJcühicligfeiten er uberwunben habe, unb wie er nun, unter gütiger göttlieber Jvührung, ghirflich an ba<5 ^iel feiner 5){eije gelangt fei. „$of)f perrin", fo fdbloft er, „ba nun (Mott meinen Beg hat glücfen (äffen, fo iprid) ba<5 mid) be« feligenbe fi'ort, bau bu mit atöbalb folgen wirft, um bie Wemahlin meine« Müntg« )U werben. Momm mit Mtir unD rette bao gange sfrael; Denn ganz »Mrael* Augen harren auf midi. sJ<od) bier SRonatC Jvrift finb unfl gegeben; habe id) btd) nid.t bt$;uin tjnbe biejer ^eit meinem Mönige zugeführt, äann wirb er ben Über« refl ^ir.iel« netniditen". — — Soll tiejer Rührung unb im Csnnerften bewegt, hatte bie Mönigin bie l£rzählung 3od)anan« unb feine flehentliche 8itt( anaehört. „Csd) habe", fo begann fie, nad)bem fie bie Raffung wieb rgewonnen hatte, „id) habe all biefe SRonnte hinburd) geahnt, baf? ei mit bem ^aar, ba* ber Rabe mir geraubt hat, eine beiunbere iöebeutung haben muß. Run ift mir ba« Rätfei gelöft. 3ch tann mich auch ber göttlichen $3eftimmung nicht entziehen, bie id) aus beinen Borten (nenne. Abel id) mun Dich hoch noch auf bie ^Jrobe ftetlen. 3d) habe getobt, nur bem Berber ju folgen, ber mir bret Aufgaben löfen wirb; ich fann mein (Selübbe nicht bredjen. "sd) muß

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