Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 17 (23.4.1926)
- Date
- 1926-04-23
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4876568-5968774-5968900--0430-4876947- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 17 GEMEIN1DEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 5 c) Milch und Butter: J. Barthfeld, Yorkstraße 9. S. Ringelblum, Gerberstr. 43. Fil. Lohmühlgasse, Ecke Kbcrhardrtr. Chaim Zipser, Berliner Straße 18, IV. Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „Koscher" gekennzeichnete Waren. d) Backwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Straße iy Leopold Schmcidlcr, Kanstäilter Steinweg 28-32. Filialen: Ranstädtrr Steinweg 45, Nordstraße 26. Selig Scheinowitz, Humboldtstraße 25. Für Schokolade besteht keine Aufsicht! e) Speisehäuser: Chmelnitzky, Rcichsstraße 22. Gottlieb, Packhofstraße 5. Manclis, Plaucnsche Passage. f) Gemüse- und Obstkonserven, Marke „Säkofa", hergestellt von der Sachs. Konservenfabrik A.-G., vorm. Paul Augustin in Leipzig. Einzelverkauf durch die Kolonialwarengeschäfte. Da« Rabbinat trägt die Verantwortung nur dann für das Kaschrus, wenn auf dem Doscndeckel das Wort rtOD eingestanzt ist, und die Dose von einem Papierstreifen umgeben ist, der den Aufdruck trägt: „~\V0 Hergestellt unter Rabbinatsaufsieht der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig IM". Auf Dosen, welche Speisen enthalten, die am Pessachfest nicht gegessen werden, wie Erbsen u. dergl., steht das Wort rtOD nicht. g) Kolonialwarengeschäfte stehen während des Jahres nicht unter Aufsicht. Die Verbraucher müssen deshalb selbst prüfen, ob die Waren koscher sind; dies gilt ganz besonders von Butter, Käse und Kakes. Personenstandsnachrichten a) Geburten 23. März 1926 Simon Teidelbaum und Frau Helene geb. Erdtrachter, Gohlis, Elsbethstraße 36, eine Tochter .Ruth" »6. März 1926 Markus Nathan Frank und Frau Regina geb. Teicher, Nordstraße 50, einen Sohn .Siegfried" 28. März 1926 H. Nemeth false Rubin und Frau Ksther Rachel geb. Nemeth, Berliner Straße 28, eine Tochter .Gerda" 2. April 1926 David Schülern J Ii Isenrath und Frau Anna geb. Königsberg, Reichelstraße 13, einen Sohn 2. April 1926 Sally Oppenheim und Frau Eva geb. Kohn, Nordstraße 24111, eine Tochter „Ester Ruth" 2. April 1926 Hersch Zimmet und Frau Chaja geb. Teschner, Querstraße 9, eine Tochter .Gerda Ruth" 4. April 1926 Isaak Friedmann und Frau Rosa geb. Wiesenfeld, Gerberstraße 30, eine Tochter .Dora Fster" 4. April 1926 Louis Degen und Frau Anna Clara geb. Zimmermann, Berliner Straße 3411, einen Sohn „Joachim" b) Barmizwa 24. April 1926 Fritz Nathusius, Sohn der Frau Helene verw. Nathusius geb. Sepselon, Herlossohnstraße IIa 6. April 7. April 10. April 11. April 18. April 14. April c) Todesfälle 1926 Kind Nora Benjaminowics, Langestraße 8 1926 David Schereschewsky, Hauptzollamtstraße 5 1926 Wilhelm Wallerstein, Schönhausenstraße 11 1926 Ottilie Gottschalk, Fichtestraße 29 1926 Marie Schereschewsky, Hauptzollamtstraßc 5 1926 Alexander Kestenbaum, Richterstraße 3 Albert Frankenberg Tel. 27 128 MarkgrafenstraBe IO Tel. 27 128 SpeziahMaSgeschäR f. elegante Herrenkleider Nur erstklassige Stoffe Allerbeste Zutaten Individuelle Ausführung Garderobe-Abonnements Anfertigung auch zweckmäßig eingerichtet bei Zugabe des Stoffes Qeam Schuppen vi nur Dr. med Sandstein 14. April 1926 Rosalie Rubin, Gottsehedstraße 3 18. April 1926 Jette verw. Halberstam, Gohliser Straße 4 Austritte aus dem Judentum seit dem 1. Januar 1926 Kaufmann Herbert Pohl, Stieglitzstraße 87 Schüier Werner Fritz Tauslg, Ferdinand Rlioüe-Straße 18 Kaufin. Angest. Max Lobatz, Gohlis, Fabricestraße 12 leue Bücher Dose Mk. V5 rSANDSTEINCCO. O.M.R H LltPUG DITTPICHPlNö 16 Prof. J)r. Rudolf Kittel, Gestalten und Gedanken in Israel. Geschichte eines Volkes in Charakterbildern. Quelle & Meyer, Leipzig (X u. 524 Seiten). Der Gedanke. Geschichte nicht immer nur im zeitlichen Zusammenhange dem Verständnis näherzubringen, sondern durch Gruppierung um Persönlichkeilen und Gediinken den Geist, aus dem das Geschehen erwächst, in seinen Wirkungen spürbar zu machen, gewinnt an Raum. Es ist die Darstellungsweise derer, die hoch über dem Stoffe stehen. Aus sicherer Stellung überblicken sie das gesamte Bild und vermögen dadurch um so deutlicher zu erfassen, wie seine Einheit geschaffen werden konnte. Und was sie schauen, ist, daß Geschichte nicht rein gesetzmäßig verläuft, daß menschlicher Geist wesentlich daran gestaltet. — Wenn der allbekannte Alttestamentier Rudolf Kittel seinen vielen die biblische Zeit des Volkes Israel behandelnden Schriften jetzt dieses neue zusammenfassende Werk hinzufügt, so wird keineswegs erwartet werden können, daß es unter den Juden ungeteilte Zustimmung erfahren wird: der wissenschaftlich-kritische Standpunkt des Gelehrten ist unvereinbar mit der religiös-dogmatischen Anschauung derer, die von der Unantastbarkeit des Bibeltextes überzeugt sind. Aber selbst diejenigen, die die Dinge von anderer Warte aus betrachten, werden das Buch nicht ohne tiefe Befriedigung lesen. Aus ihm spricht zu einer breiten Lesergemeinde ein Mann, der die Geschichte Israels als ein Ganzes übersieht: er sucht in ihr nach den die Menschheitskullur fördernden Gedanken, in denen er den ganzen Sinn menschlichen Daseins erblickt. Mit starker Kraft des Einfühlens ist hier in psychologischer Deutung der einzelnen Zusammenhänge der religiös-sittliche Kern im Leben Israels herausgestellt, wie er von den „starken Persönlichkeiten" in der Gemeinschaft zur Reife gebracht werden sollte. Es sind „Gestalten", die die Gedanken Israels vertreten haben; aber diese Einzelnen fügen sich in der Entwicklung zu einer starken Idee zusammen. Und „was Millionen der Besten im Lauf der Jahrtausende gewollt haben, kann nicht wirkungslos im Meer der Vergessenheit untertauchen". Zu diesen „Millionen der Besten" zählen auch viele der Gestalten, die Kittel in lebhaften Farben schwungvoll gezeichnet hat. — ^eui-4j-4j^euj-4JjeuL4LJi-eeuuü-eeu^ «r Jfld. Frauenbund, Ortsgruppe Leipzig Mittwoch, den 28. April nachmittags 4,30 Uhr Generalversammlung im HOTEL HAUFFE. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht 2. Kassenbericht 3. Entlastung des Vorstandes 4. Neuwahl des Vorstandes 5. Anträge Im Anschluß a. d. Generalversammlg. Referat v. Frau Else Cohn: „Der ethische Wert des Neutralitätsgedankens" Anträge sind bis zum 25. d. M. an die Vorsitzende, Frau E18 e Cohn, Lohrstraße 10 einzureichen. y