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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-04-09 · 15 (9.4.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
15 (9.4.1926)
Date
1926-04-09
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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vr. 15 Notiz Schauspielhaus. Am nächsten Sonnt an geht in Abänderung des Spielplans der erfolgreiche Schwank „Die leichtbekleidete Adele" Pill Bernhard Wildenhain zum letzten Male in Szene. — „Das Salztmrger große Welttheater" wird wiederholt am 10. und am 15. d. M. er Vorverkauf für das Hassermann-Gastspiel hat begonnen. Ks gestalte! sich wie folgt: Freitag, 16. und Sonnabend, 17. „Stützen der Gesell- „naft" (Konsul Bernick); Sonntag, IS. „Reiner Tisch", der mit Basserinn am Dienstag, 20 , Mittwoch, 21. und Sonntag, 25. wiederholt wird. Montag, l'J. „Nora" (Helmer), Donnerstag, 22. „College Crampton" (Tittlrolle), Freitag, 23. und Sonnabend, 24. „F'aust" (Mephisto". — „Reini r Tisch" ist ein neues englisches Schauspiel von Frederick Lonsdale, ü, s Bassermann eine besondere Paraderolle bietet. Für das Gastspiel m Ken Gastspielpreise. Mitglieder der Theatergemeinde zahlen nur den üllidien kleinen Aufsdilag. Der Vorverkauf beginnt am 3. Osterfeiertage. i....................................................................................................I Versicherungen aller Art Siegmund Cohn Elsfersfraße 2,4 Fernspr. 15Q00 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 5 Notiz. Eröffnungsprogramm Variete Drei Linden. Alit einem sehr gut zusammengestellten Programm führte sich der neue Direktor, Herr Georg Jerikoglu, ein erfahrener Fachmann auf dem Gebiete der Varietäkunst, ein. Man muß alle Nummern als gut gelungen bezeichnen. Das Programm ist reichhaltig und abwechslungsreich, es erfüllt die Forderung des Tages, auf einige Stunden die Sorgen des Alltags vergessen zu machen. -Raffeefyau$ Gcfyiefjet QJorixeffmcr Aufenthalt Tätlich nachmittags und abends JtünftCev-Jtonievte QegenSchuppen v Haara . nur Dr. mwrf (amu^a!* i l ■ I yjT^ATf Dose Nk. l7$ \ SANDSTEIN&CC. G.M.B.H. LHP2IG DITTBICHPINO 16 — 2H — Dtjne Jyülirer, nur immer hier unb bo von einem 5reunbe gewiefen, befdjaftigte er fictj mit ber 9Jcatt)ematt)if, oer* fentte er ftd) in has eiltet tum mit bem &ateinifd)en unb beut Wriechiidien. 9Rit unfdglldjem jjletße bemühte er fiel), tun; fetner immer nod) febr bfirftigen Sage, unb er roftete nicht, bis er tmftanbe war, bie gelehrten Sucher ber tironen Genfer ju lefen, Hber auch bann jtrebte fein ®etft nacl) Beuern. o>n gleicher SBeife wie beut Teutieben, beut Qateinifdjen unb beut 'Mri'ecbiicben wib« niete er fiel) ber frau;,outd)eu unb ber engliitben Sprache. Unb audi liier führte ihn fein Feuereifer ,^im;>iele. So ftrebte er fieben lange gatjre in v.'iot unb Snt« befjrungen, bis [ein Dafein eine glUctlidje SBenbung er« fuhr, (Sin reicher Beibenwarenfabritant war auf ben anfpracb/Slofen, an Stenntniffen fo reichen (ungen 9Rann aufmertfam geworben. St bot ihm an, aW ßefyrer unb ßrjierjer feinet ftinber in fein §au$ ju (oinmen, Bttt Al i übe nahm SRenbetefofm biefei Anerbieten an. Sieben ber j^ürforge für bie ihm anvertrauten Zöglinge blieb ihm genugenb;>eit fur feine nnffeuichaftlichen stubien. So mar ihm ber S8eg geebnet, um bie ttkbv.e »u ent» falten, bie ihn unter bie gefeiertften SdjriftfteUer unb Deutet feine* 3abrb,unberM erhob. Darüber ioll ein anbei 9Ral gefprod)en werben. Gaffel. 9tidjttae Sbfungen finb einntfenben an 3. (iohn, Ceipjtg 8., Dttoftr. 24. Q u a b r a t r ä t f e l: 1 2 3 4 a a 8 -il B a 1 8 5 $ Cv 91 wi « 91 I* Tie nebenftenenben ©uch« ftaben unb in beut Quabrat fo ,^u orbnen, bar, bie n>agred)ten unb bie (entrechten Wethen bie gleichen Starte ergeben. Tie IBorte bebeuten: 1. einen jubifdjen SRonat, -2. ben Wanten eines ber ttinber Jacobs, 3.einen Wiiridiennamen. 4.einen Weben» Webenfittfi ber Donau. Jluflofungen der Qiät/el in Qlr. 6 und f folgen in näd)flet Qlummet. <£ür unfere 3ugeni>< Wlonatlicho '£>cilaojc 311m „ttvmcitibcblatt bor -3jcaclitijd>en Jlclicjionogcmcinbc 311 Ceipsig" 9er. 7 Äpritl926 3BtUett*ftaft föcfle utmfft 5(tts sJüiofe$ 9Rett0etöfo$nd ^ußenöjeK 8111 September 17^;i würbe äHofefi äRenbelS* fohn tu Teffau geboren, in beut gleichen Satire, in beut auch fein ^reunb, ber dichter öeffing, in* Taiein trat 8on ber Miubheit unb ben 3ugenbjat)ren unfereS SDcofel erfahren wir nur wenig; ihm felbft erfajienen feine Sebend« umftdnbe fo bebeutung8lo&, bar, er nicht ba8 SKinbefte baoon aufgezeichnet hat. iÖon äRofeS1 äRutter iit (aum mehr als ber 9came auf uns getommen. 2ie iah ben Oiebling ihres £>er« jend uidit jutn SRanne heranreifen, ba fte früt) oon ihm genommen würbe. — Ter Sater, SRenbel, war arm unb lebte oon beut, was er als 2d)teiber hon Jhorarollen unb als einfacher Vehrer fur bie ftleinften oerbientc SBegen feines 8erufe4, biefer, wenn auch wenig eintrug« [icben, fo boct) als heiliii geltenben IBefdjäftigung, ftanb er auf einer höheren Stufe ber Oilbung als bie große SKaffe ber Olauben&genoffen jener tage. 9Kil ber ißibel unb ihren alten (irflärern mar er wo()l Derttaut URO aud) im Üalmub nidit ganj unbeioanbert. öon biefem »3ater erhielt SRofed ben ^>ang;um Sernen, gletd)fam als Srbe fur feinen Mebensioeg. itaum fünf äatjre alt, ftanb er fttjon mitten im (irlernen be3 ,s>ebiäiid)eit, worin ihn ber SBater felbft unterrichten tonnte. Sobalb er in unferer heiligen Sprache fomeit fortge* fdititten war, bar, er mit rollern «Serftanonit bie alten Webete lefen tonnte, nahm ber Sater ben fdmmchen Rna« ben unb trag ihn, im hinter, in einen alten 9RanteI gehüllt, nod) oor tagc4anbrac| in bas Vehrhaus tbef} b/ltnibrafa)), bamlt er immer tiefere Sienntniife ermerbe. (£s mar entfdieibenb für bie gan|C Stic^rung ferne! ©eifte-ö, baü iDiofeS ber Schiller eines üManne* mürbe.

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