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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-03-19 · 12 (19.3.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
12 (19.3.1926)
Date
1926-03-19
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 12 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 5 Adolf Zellner, Gerberstraße 5. Wilhelm Zellner, Nordstraße 5. Das Fleisch soll an demselben Tage, an dem es gekauft wird, koscher gemacht werden. Wer das Fleißch durch nichtjüdisches Personal bringen läßt, muß fordern, daß das Packet durch den Schomer gesiegelt wird. b) Geflügelverkauf: Die vorgenannten Fleischereien. Moses Feuer, Tauchaer Straße 20. Bei Feuer dürfen Teile von Geflügel nur in Gegenwart des Schomers gekauft werden. c) Milch und Butter: J. Barthfeld, Yorkstraße 9. S. Ringelblum, Gerberstr. 43. Fil. Lohmühlgasse, Eck« Kberhartbtr. Chaim Zipser, Berliner Straße 18, IV. Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „Koscher" gekennzeichnete Waren. d) Backwaren: Solomon LotrowsU, Berliner Straße 13. Leopold Srhmcidler, Ranstädter Steinweg 2832. Filialen: Ranstädter Steinweg 45, Nordstraße 26. Selig Scheinowits, Humboldtstraße 25. Für Schokolade besteht keine Aufsicht I e) Speisehäuser: Chmelnitzky, Reiclisstraße 22. Gottlieb, Packhofstraße 5. Manclis, I'laucnschc Passage. f) Gemüse- und Obstkonserven, Marke „Säkofa", hergestellt von der Sachs. Konservenfabrik A.-G., vorm. Paul Augustin in Leipzig. Einzelverkauf durch die Kolonialwarengeschäfte. Das Rabbinat trägt die Verantwortung nur dann für das ICaschrus, wenn auf dein Doscndcckel das Wort MOD eingestanzt ist, und die Dose von einem Papierstreifen umgeben ist, der den Aufdruck trägt: Hergestellt unter Rabbinatsauf sieht der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig "NP3". Auf Dosen, welche Speisen enthalten, die am Pessachfest nicht gegessen werden, wie Krbsen u. dergl., steh» das Wort nOD nicht. g) Kolonialwarengeschäfte stehen während des Jahres nicht unter Aufsicht. Die Verbraucher müssen deshalb selbst prüfen, ob die Waren koscher sind; dies gilt ganz besonders von Butter, Käse und Kakes. Zu Pessach stehen unter Aufsicht: F. Berggrün, Nordstraße 1. F. Berkower, Keilstraße 2. Anna Bibelmann, Kutritzscher Straße 7. F. Diamant, Nordstraße 11. I. Donath, Berliner Straße 3. Sara Felber, Nordstraße 41 II. H. Flaschmann, Kanstädter Steinweg 23. H. Hepner, Nordstraße 17. J. Hilsenrath, Nordstraße 4811. S. Jaffe, Tauchaer Straße 15. Rosa Kai ins, Kberhardstraße 13. K. Katzmann, Pfaffendorfer Straße 11. j. Kober, Kanstädter Reinweg 14. j. Krämer, Kanstädter Steinweg 10. S. Ringelblum, Nordstraße 24 ptr. J. Sender, Yorkstraße 12. A. Tomarkin, Gustav Adolfstraße 38. n) Mazzosfahrik Leopold Schmcidler, L.Gohlis, Planitzstraße 31. i) Zu Peßach steht unter Aufsicht: Mineralwasserfabrik Adolf Weigler, Tauchaer Straße 22. Personenstandsnadiriditen a) Geburten 24. Februar 1926 Heinrich Platzer und Frau Syma Sara Salomes geb. Fischbein, Hallesche Straße 09, einen Sohn ,,Willi" 28. Februar 1926 l.mannet Mann und Frau Zella geb. Waldmann, Lutherstraße 22 pt., einen Sohn „Manfred Lothar" b) Trauungen Am Dienstag, den 16. März 1926, Fräulein Friedel Reinecke, Nordnausen, mit Herrn Dr. Hermann Kuschner, Norhausen. Am Donnerstag, den 25. März 1926, 6 Uhr nachmittags, Fräulein Miriam Fischleiber, Leipzig, Hofmeisterstr. 17, mit Herrn Josef Lehrmann, Berlin, in der Wohnung Hofmeisterstr. 17. c) Todesfälle 10. März 1926 Kind Fanni Hilde Kohl, Löhrstraße 6. Sprechsaal im. 11 kinhicu «hau UlPIi. RKK. J1ERC. STEUER- UND RECHTS ANGELEGENHEITEN REVISIONEN UND BILANZEN DURCHFÜHRUNG VON SANIERUNGEN LEIPZIG, THOMAS! USSTBASSE 23 TKIiKPHOM 16718 Zum Vortrag Chaschin In der letzten Nummer des „Gemeindeblattes" ist ein Artikel von Herrn Dr. Suhl über den Vortrag von Herrn Chaschin über seine Reiseeindrücke aus Palästina erschienen. Die untenstehenden Ausführungen sollen dazu dienen, eine Reihe von unzutreffenden Behauptungen, die der Referent in seinem Vortrag aufgestellt hat richtigzustellen. Ich habe schon viele Berichte über Palästina gelesen und viele Vorträge gehört. Sie enthalten meistens sehr viel Sachliches. Einen ganz anderen Eindruck hinterließen dagegen die Ausführungen des Herrn Chaschin. Ich will versuchen, zu jedem Teil seiner Ausführungen kritisch Stellung zu nehmen. Zunädist legt Herr Chaschin dar, daß dem letzten Strom der Einwanderer — er versteht darunter sicher die 4. Alijah — keine Möglichkeit geboten wäre, in Palästina weder in der Industrie noch in der Landwirtschaft ihre Kapitalien anzulegen, deshalb nicht, weil nach der Ansicht des Referenten weder die Industrie noch die Landwirtschaft genügende Rentabilitätsmöglichkeit bieten. Es ist selbstverständlich, daß in Palästina die Industrie nicht die Voraussetzungen bietet wie die anderen europäischen Länder. Sie hat keine Kohle und Eisen in ausreichendem Maße, wie sie England besitzt, sondern Palästina ist ein ausgesprochenes Agrarland, das allmählich durch seine Tabak- und Weinproduktion seine Entwicklung nehmen muß. Es kommen dazu noch Orangen und andere Erzeugnisse des Landes. In der letzten Zeit entstehen aber in Palästina eine Reihe von industriellen Unternehmungen wie z. B. Mühlenfabriken, Seidenfabriken usw. Daß es natürlich dabei möglich ist, daß einzelne Unternehmungen nicht für die Dauer sich als lebensfähig erweisen, ist selbstverständlich. Der Herr Referent hebt besonders hervor, daß eine Seidenfabrik eingehen mußte, weil sie sich als unrentabel erwies. Dieses Beispiel ist iür uns noch nicht ausschlaggebend genug, um den Nachweis zu bringen, daß das palästinensische Wirtschaftsleben in seiner Industrie unrentabel ist. Auch in der entwickelten Volkswirtschaft sind solche Fälle keine Seltenheit. Es ist dabei zu bedenken, daß Palästina als ein neuaufblühendes Land vielen Unternehmungen keine Lebensfähigkeit gewähren kann aus Gründen verschiedener Art, deren Erörterung an dieser Stelle im Einzelnen nicht möglich ist. Solche Unrentabilität glaubt der Redner auch in der Landwirtschaft zu sehen, da große Teile des Bodens mit Gesellschaftsgeldern gekauft worden sind. Er glaubt, daß es für die palästinensische Volkswirtschalt etwas Krankhaftes wäre, wenn der grüßte Teil des Bodens im Besitze des Jüdischen Nationalfonds sich befindet. Der Nationalfonds ist aber lediglich die Institution, die die Spekulation des Bodens ausschaltet und dadurch die Möglichkeil gewinnt, einer großen Anzahl von mittellosen Einwanderern, wie es der größte Teil der Chaluzim sind, Land zu geben. Die Nationalisierung des Bodens in Palästina jegenSchuppen vfjaamsfajl iitii W......f fmi »Vi in"' iilTt7*s§Ti 'Dose Mk. Vs > SANasrtiNfCo. 6.M& h. am 10 dittpicpinö J6 a

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