Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 10 (5.3.1926)
- Date
- 1926-03-05
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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2. Jahrgang GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 7 ACHTUNG. Hiermit geben die unterzeichneten Fleischer bekannt, daß ihre Geschäfte vom I. Mär» -ai. Oktob., Sonntags v. 7-9 Uhi» geöffnet sind. Die Läden werden V,9 Uhr geschlossen, da die Kundschaft laut Verordnung bis 9 Uhr bedient sein muß. Sonnabend, den 6. Man, letater Verkaufstag nach Sabbath Wilh Zellner, M. Bild, M. Frischer, S. Loeb, Ad. Zellner Elegant möbliertes Zimmer mit Schreibtisch und allem Komfort an berufstätige Dame oder besseren Herrn sofort oder später zu vermieten. Auch als Büro geeignet. Telefon - Mitbenutzung. — Off. unter 1030 an Druckerei W. Teicher, Glockenstraße 11. ^iUHiutiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiitiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiHiiiiiiimitinmn^ SALLY LOB, LEIPZIG Packhofstraße 11 - Telefon 21195 - Ranstädter Stcinwcg 7 HOS bv? empfiehlt zu Pessach nOD VtP ■■■■■ erstklassige feine w^m^—mi^^ Fleisch- und Düurstwarßn ••«.■••• ohne Preisaufschlag.....m ^iiHiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiarainiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHtimtitiiiiitniiiiiiuuiiiiimuMHiHiiuimMnw Mehrere redegewandte Reisende zum Besuch von Privatkundschaft mit leicht verkäuflichen Artikeln bei guter Verdienstmöglichkeit per sofort gesucht. Schriftl. Oft. unter 1029 an W. Teicher, Glodcenstraüe 11. — 24 — Sinnsprüche 9efler wenig mit eßerecbtigPeif, alt fülle bc» Gewinne» anb Unrecht babei. ■Beraube nid>t ben Geringen, »eil er gering ift, unb untcrbrücPe nicht ben Armen im lorc. SDcr ijt m«ije 1 SOcr Don Obermann £«br« annimmt. ftäffel. Äidjliue Ööfungen finb einjufenben an 6. (Sohn, Set&jig«S., Ottoftr. 24. ©ilbenrätfel: 8ue nachftebenben 25 Silben finb 9 SBörter ju bilben, beren Änfangebuchftaben von oben nach unten, unb beren <£nbb«chftaben von unten nad) üben gelejen ein @djau)ptel unb feinen Dichter ergeben: a ub, ba ba be bt e e ae gi glon Fja i i jo le Ii moS now o oh ragt) fa ft be Die SBörter bebrüten: 1. Stabt in 2Jcedlenburg S. ^ropljet 3. fröbenjug im Sübweften vulanbe 4. Sßox* taajefifcfj.jübtfdjer rtrjt 5. SBeiblicher Vorname 6. SRichter in Sfrael 7. Stabt in ^aläftina 8. Stönig oon 3uba u. tßalaftauffeher be* seimige Hhab (©rbacht non Herbert öath) Jlufföfuut des GRttfel* in Ott. 6: Äpfel ' §oreb » Äraber « Sarah, * SSeite tebuarb Äuben ' Dbabja Sichern — Hhaäoera« Süchtige üöfungen fanbten ein: SRaj Sdjiblow, $epi ©djflnfelb, »eÖa nttb 9teHu Sltta», Margot Strumeier, Üuife Äalfue, iöerta JBitfowefv), Herbert «ach, traft §erjenberg, SRofei ttaftner, fmnnah Diamant, öith «biet. <ffüt? unfere *}u<zcnb. monatliche Beilage 3um „C&cmcinbcblatt ber 3jraelitijd)cn 5fcligion»gemcinbc 311 £eip3ig" Rc 6 SDiärj 1926 tfiue Aantilienmcjiilal) (£ine l'egenbe, mitgeteilt oon 8. Ä. ^ranfl war jur 3«1 bee Siöntgö Saragaianuä im Sabre 5167, ber in Saragoffa feine SHefibenj hatte, in welcher aud) fiele 3uben lebten, bie in jmölf prächtigen Synagogen beteten, t£e herrfchte bie uralte Sitte, bafe, wenn ber König ba« 3ubenmertel betrat, ihm fogleut bie älteften Süibbinen jeber ber jwölf Synagogen mit ben heiligen, pergamentenen Thorarollen, bie in gefefamürf« ten .ttäftd)en »ermahn Waren, entgegen gingen. Shnen fchlofc fid) bie gan^e ©emeinbe an, unb mäbrenb bie 9iabbineu ben beim Slnbltcf be« gefrönten Raupte« ub liehen Segen fprachen, rief bie ganje ®emeinbe: ftuien! So war ee feit alten Reiten t)er. (£inmal aber fühlten einige fel)r fromme "Kabbinen ein Söebenfen, ob e« benn nact) talmubifchen ®runbjä^en feine lintweiliung fei, jebedmal fecheunbbreißig JlioraroUen bem .Uönige grüßenb entgegen ju tragen? X)a befchloffen fie, wenn ber tfönig mieber in baö ^ubenoiertel fäme, au<5 jeber Snnagoge nur orei leere, mit foftbaien ©toffen behaupte Mäftd)eu 311 nehmen unb ihm entgegen ,iu gehen. So geichal) ee aud). unb fie gingen beut sfönige Diele 3ab,re lang mit biefen leeren Säftctjen entgegen. Damale lebte am £)o|'e bee König« Saragafanue ein reicher 3ube, ber fein begunftigter Liebling war unb (Shajim Schamai hieb. Der fiel aber uom heiligen Glauben feiner Hain ab unb t)ie| bann Duntuo, woburrfj er ein nod) größeres Vertrauen am $)ofe gewans unb, wie bie Äbtrünnigen aße, ein größerer $»affer unb Serleumber feine« SBolfeS würbe, al* bie im chriftlichen ©laubeu (Geborenen. Sil* ber ftöntg Saragafanu« »iebrr einmal im 3u>enbiertel erfd)ien unb ihm in ber althergebrachten Seife getmlbigt würbe, prie« er, be« Hbenb« auf feinem