Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1926-02-12 · 7 (12.2.1926) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
2 (1926)
Issue
7 (12.2.1926)
Date
1926-02-12
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4876568-5968774-5968887--0316-4876842
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 2 2. Jahrgang Volkstümliche Ubersetzuni!; des Kizzur Schulchan Aruchs von Rabbiner Dr. M. Kahn Durch Vermittlung der Kommission für ländl/die Wohlfahrtspflege der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, Frankfurt 3. M., Zeil 21, kann das obige Werk in etwa 40 bis 45 Lieferungen von Heftchen zu je 32 Seiten Oktav : um ermäßigten Preis von 60 Pfg. für jedes Heftchen bezogen werden. Das Werk unterrichtet Uber die Vorschriften unserer Religion in volkstumlicher Weise. Leipzig, den 18. Januar 1926 Der Vorstand der Nr. Religionsgemeinde zu Leipzig Weine und Spirituosen der Firma Ad. J. Elkeles (Inhaber I lermann Elkeles), Hamburg Auf Veranlassung unseres orthodoxen Rabhinats weisen wir auf eine Bekanntmachung hin, die das Hamburger Rabbinat erlassen hat. Die Bekanntmachung lautet: Es wird hiermit bekannt gemacht, daß die von der Firma Ad. J. Elkeles (Inhaber Hermann Elkeles) in Hamburg in den Vorjahren in den Handel gebrachten Weine und Spirituosen am Pessach nicht gebraucht werden dürfen. Hamburg, den 28. Dezember 1925 (gez.) Oberrabbiner Dr. S. Spitzer Leipzig, den 19. Januar 1926 Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Beteiligung des deutschen Judentums an der Ausstellung Gesolei Von Mai bis Okiober d. J. soll in Düsseldorf eine große Ausstellung veranstaltet werden, für die eine besondere jüdische Abteilung vorbereitet wird. Wie schon aus dem Namen hervorgeht, gliedert sich die geplante große Ausstellung in Düsseldorf in drei Hauptgebiete. Für die Hauptabteilung ..Ge' (Gesundheitspflege) sind folgende große Gruppen vorgesehen: Eugenik und Vererbung, die übertragbaren Krankheiten, Ernährung, Luft und Klima, Siedlung und Wohnung, Arbeits- und Gewerbehygiene, Krankenversorgung und Krankenbehandlung, der Mensch in seinen gesundheitlichen Beziehungen zu Tieren und Pflanzen. Fernerhin sind innerhalb dieser Abteilung ,Ge" noch einige Sonderausstellungen in Aussicht genommen. Das Programm der zweiten Hauptabteilung „So" (Soziale Fürsorge) umlaßt folgende große Gebiete: Familienfürsorge, Volksunsitten, Volkskrankheiten und Volksgebrechen, Bildungs- und Erziehungsfürsorge. Wirtschaftliche Fürsorge, Fürsorge durch Versicherung und verschiedene Sondergruppen. Die dritte Hauptabteilung „Lei" (Leibesübungen) wird eine Anschauung von dem modernen Sport und den modernen Leibesübungen geben und namentlich deren große Bedeutung tür die Gesundung des Volkes zeigen. Innerhalb dieser großen Ausstellung ist ein besonderer Pavillon für die freie Wohlfahrtspflege vorgesehen, in welchem die fünf großen Verbände, die in der ,.Liga der freien Wohlfahrtspflege" zusammengeschlossen sind, sowie auch noch einige außerhalb der Liga stehende Organisationen der freien Wohlfahrtspflege ausstellen werden. In dieser Sonderausstellung sollen die bedeutenden Leistungen und Aufgaben der Ireien Liebestatigkeit auf den verschiedenen Gebieten in die Erscheinung treten. An dem Liga-Pavillion ist die Zentral w o h! f a h r t s s t e 11 e beteiligt, und zwar ist sie beauftragt, die charakteristischen Finrichtungen, Arbeitsgebiete und Arbeitsmethoden der Juden in der Gesundheitsfürsorge, in der Erziehung und Gefährdetenfürsorge, in der Altersfürsorge und der Fürsorge für besondere Berufe und Notstände recht anschaulich zur Darstellung zu bringen ts liegt im größten Interesse unserer jüdischen Wohlfahrtspflege, die sich ihr bietende einzigartige Gelegenheit wahrzunehmen und neben den anderen großen konfessionellen Organisationen, der Karitas und der Inneren Mission, ihre Leistungen hier wirksam zu zeigen. Aber nicht nur in dem Pavillon dei „Freien Wohlfahrspflege" (Liga) ist die jüdisch e Wohlfahrtspflege beteiligt, sondern auch an einer anderen Sonderausstellung, die unter dem Titel „Hygiene der Juden" auf der großen Düsseldorfer Ausstellung errichtet werden wird. Das Programm dieses jüdischen Pavillons umfaßt folgende große Gebiete: 1. Das jüdische Religionsgesetz, in seiner biologischen Auswirkung, 3. Der jüdische Stamm, 3. Die jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen in Deutschland, 4. Ein- und Auswanderung, 5. Siedlungen. Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden steht vor der großen Aufgabe, sowohl das Ausstellungsmaterial für den Pavillon der Ireien Wohlfahrtspflege (Liga), als auch für den jüdischen Pavillon, und zwar für die Abteilung „Die jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen in Deutschland", zu beschaffen. Für beide Ausstellungen werden benötigt: 1. Vielseitiges charakteristisches B i I d e r material von den geschlossenen und halboffenen jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen. 2. Von eigenen Anstalten: Modelle. 3. Statistisches Material über die verschiedensten Gebiete (z. B. ehrenamtliche Mitarbeit in der jüdischen Wohlfahrtspflege, Zusammensetzung der Pfleglinge in den jüdischen Anstalten und die Gründe für deren Einweisung, Beteiligung der Juden an den interkonfessionellen Einrichtungen, Verpflegung von Nichtjuden in jüdischen Krankenhäusern, Tätigkeit der jüdischen Einrichtungen für Gesundheitslürsorge in der offenen Fürsorge u. a. m. Um dieses photographische und vor allem statistische Material zu erlangen, ist die Zentralwohlfahrtsstelle gezwungen, immer wieder Rundschreiben und Fragebogen an die verschiedenen jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen herauszuschicken, und sie erwartet, daß alle Einrichtungen, an die sie sich mit Ersuchen um Mitarbeit und Materiallieferung wendet, sie bereitwilligst unterstützen. Es liegt im größten Interesse des Gesamtjudentums — vor allem der deutschen Judenheit —, daß auf dieser Ausstellung der Beweis erbracht wird, was das Judentum auf dem Gebiete der Hygiene und der sozialen Fürsorge geleistet hat und jetzt noch hervorbringt, und wie seine uralten Erkenntnisse die Grundlage für viele sozialpolitische und sdzialhygienische Gesetzesvorschriften der gesamten Kulturwelt bilden. •Jüdischer Frauenbund Ortsgruppe Lelpglg Referat Diskussions-Nachmittag Mittvtrooh, <f«n 17. al». naohmlMaoa» 4,ao Uhr Im .HcteE MmuKm- Psycholofische Studien an jidiichen Waisenkindern in einem New-Ytrker Waiicnk&u von Frau Dr. Anna Berliner Ua ptiktll«*« IiwkaiiM iM gifcina. Ui

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.