Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 3 (15.1.1926)
- Date
- 1926-01-15
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 5 Zur Beachtung 1 Wir richten an unsere Gemeindemitglieder die Bitte, im eigenen | teresse diesem Teil, sowie den amtlichen Bekanntmachungen auf der sten Seite besondere Beachtung zu schenken, da eine Veröftentlidiung iserer Bekanntmachungen, soweit nicht die Gemeinde-Satzung anderes lüistimmt, nur noch im „Gemeindeblatt" erfolgen wird. Gemeindeamt: r.hrstraße 10 :: Fernsprecher 23602. Erdgeschoß: Fürsorgeabteilung. Geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 11—1 Uhr. — Mittwoch und Sonntag nur für Durchreisende (12—1 Uhr). 1. Stock: Vorstand und Verwaltung. Geöffnet für den allgemeinen Verkehr werktäglich von 9—1 Uhr. Postscheckkonto der Gemeinde Nr. 50533 Leipzig. Verwaltungsdirektor: Gustav Katzenstein (Sprechzeit 9 — 11 Uhr). Gemeinevorsteher: Carl Goldschmidt f zu sprechen nach telef. stellv. Gemeindevorsteher: S. Hodes > Anmeldung (Nr. 23602) Dezernent d. Fürsorgeabtlg.: S. Gottlieb J in der Mittagszeit. Liberales Rabbinat: . meinde-Rabbiner: Dr. Felix Goldmann, König Johann-Str. 17, Fernsprecher Nr. 21667. Sprechstunde 9.31—11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch zu andrer Zeit. Montag und Donnerstag nur in dringenden Fällen. liemeinde-Rabbiner: Gustav Cohn, Karlstr. 5. Fernsprecher Nr. 29641. Sprechstunde 10—11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch zu anderer Zeit. Orthodoxes Rabbinat: U'ineinde-Rabbiner: Dr. Ephraim Carlebach, Nikisdiplatz 1, Fernsprecher Nr. 10225. Sprechstueden 9—10 Uhr vormittags |n der Höh. lsr Schule, Gustav Adolf-Str. 7, 4-5 Uhr nachmittags in der Wohnung. Gemeinde-Dajan: Rabbiner Rogosnitzky, Salomonstr. 25b, Fernsprecher Nr. 10211. Sprechzeit: Montags, Mittwochs, Donnerstags und Sonntags 10 12,30 Uhr vormittags, Dienstags 4—7 Uhr nachmittags, Freitags 10—2 Uhr mittags. Außerhalb der Sprechzeit in der Wohnung. Friedhofs- und Bestaltungswesen (Gemeindefriedhof, Berliner Straße 123) jeder Sterbefall ist unverzüglich dem Gemeindeamt, wenn dieses jeschlossen ist, dem Synagogeninspektor Hermann Isaaksohn, Gottchedstraße 28 (Synagoge), Fernspr. 11250, oder dem stellvertretenden Bestattungsordner Paul Pietrkowski, Lindenau, Henricistraße 40, Fernsprecher 42752, zu melden. Sonnabends und an den israelitischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen. Unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinates stehen: i) Kl eisebereien: Moses Bild, Gerberstraße 48-50. Moses Frischer, Nordstraße 1. Sally Löb, Packhofstraße 11-13 und Ranstädter Steinweg 7. Adolf Zellner, Gerberstraße 5, Wilhelm Zellner, Nordsraße 5. ) Geflügelverkauf: Die vorgenannten Fleischereien. Moses Feuer, Tauchaer Straße 20. c) Milch und Butter: I. Barthleid, Yorkstraße 9. S. Ringelblum, Gerberstr. 43. Fil. Lohmühlgasse, Ecke Eberhardstr. Chaim Zipser, Berliner Straße 18, IV. Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „Koscher" kennzeichneten Waren. Backwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Straße 13. Leopold Schmeidler, Ranstädter Stein weg 28-32. Filialen: Ranstädter Steinweg 45, Nordstraße 26. Selig Scheinowitz, Humboldtstraße 25. Für Schokolade besteht keine Aufsicht 1 NeiierÖffniing! Besichtigung ohne Kaufzwang 1 — Echte Bleikristalle — prima Qualität, prachtvoll geschliffen sehr preiswert. Neustadter Bleikristalland Porzellanvertrieb f* Leipzig, Promenadenstraße 16 e) Speisehäuser: Chmelnitzky, Reichsstra&e 22. Gottlieb, Packhofstraße, Manelis, Plauensche Passage. f) Gemüse- und Obstkonserven, Marke „Säkofa", hergestellt von der Sächs. Konservenfabrik A.-G., vorm. Paul Augustin in Leipzig. Einzelverkauf durch die Kolonialwarengeschäfte. Das Rabbinat trägt die Verantwortung nur dann für das Kaschrus, wenn auf dem Dosendeckel das Wort DOD eingestanzt ist, und die Dose von einem Papierstreifen umgeben ist, der den Aufdruck trägt: Hergestellt unter Rabbinatsaufsicht der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig g) die Kolonialwarengeschäfte, die zum Pessachfeste unter Aufsicht genommen werden, werden besonders bekanntgegeben. h) Mazzosfabrik Leopold Schmeidler, L.-Gohlis, Planitzstraße 13. Personenstandsnachriditen a) Geburten 27. Dez. 1925 Feiwel Kostmann und Nechume geb. Wolf, Leipzig, Humboldtstraße 5, einen Sohn „Moses-Jehuda Manfred". 30. Dez. 1925 Itzig Sdieiner und Krnestine geb. Vogel, Reudnitz, Kohlgartenstr. 27, einen Sohn „David". 30. Dez. 1925 Bernhard Nußbaum und Clementine geb. Schönwalter, Leipzig, Hauptzollamtsr. 7, einen Sohn „Alexander Leopold". 1. Jan. 1926 Leib Meier Woli und Ciwia geb. Metbreier, Leipzig, Querstr. 27, eine Tochter „Katja". 2. Jan. 1926 David Palasznicki und Golda geb. Czazkes, Leipzig, Insel- Str. 13, eine Tochter „Bella". b) Trauungen Am Dienstag, den 12. Januar 1926, 4 Uhr nachmittags, Fräulein Sophie Buslick, Gottschedstr. 12, mit Herrn Julius Krischer, Wiesenstr. 28. c) Todesfälle 5. Jan. 1926 Ethel Welkutsch, Tauchaer Str. 15. 7. Jan. 1926 Malke Reicher, Eisenbahnstr. 17. 10. Jan. 1926 Josef Soldinger, Hohe Str. 60. Vereinsnachrichten. Jüd Turnu Sportverein Bar Kochba e. V., Leipzig. Filmabend. Etwas ganz Besonderes bietet der Verein seinen Freunden, Mitgliedern und Anhängern. Er veranstaltet am 23. Januar abds. 7,30 Uhr in der dazu vorgerichteten Turnhalle der H. L Schule einen Filmabend und hat die Organisation der in diesen Dingen bewährten Schwimmabteilung übertragen. Diese setzt ihre Ehre darein, mit diesem ersten Filmabend ein derartiges Programm zu bieten, wie es noch kein Verein Leipzigs zustande bringen konnte. Erstklassige Filme vom Ufa- und Nietz&che-Verleih sollen gespielt werden, in erster Linie natürlich Sportfilme; so leichtathletische Aufnahmen vom Laufen, Hochsprung, Weitsprung, Boxkämpfe erster Meister, Reckturnen usw. Die größte Senttttton ist aber «ier Hellasfilm „Neptuns Nachkommen", den wir uns unter großen Opfern verschaffen konnten. Dieser Film zeigt uns die Weltrekordleute des bekannten Schwimmvereins. Ferner kommen noch Filme von der Göteborger Olympiade, vom Deutschen Schwimmverband zur Aufführung. Auch für den lustigen Teil ist durch den Film „Eine fidele Schwimmstunde" gesorgt. Weitere große Überraschungen (Ein Weltmeister) stellen wir in Aussicht. Die Preise sind ganz niedrig gehalten und nur zur Deckung der Unkosten bestimmt. Der Vorverkauf hat begonnen. Schwimmabteilung. Die Schwimmabteilung ladet ihre Mitglieder zu der am Montag, den 18. Januar 1926 pünktlich 9 Uhr abends stitttindenden Generalversammlung ein. Als Tagesordnung ist vorgesehen 1. Bericht a) des Vorsitzenden b) des Kassierers c) des Schwimmwarts, 2. Entlastung des Vorstandes, 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Eventualia. Im Anbetracht dessen, daß die Abteilung ihren Betrieb zur intensiveren Arbeit reorganisieren will und wichtige Fragen erledigt werden, ist das Erscheinen jedes Mitgliedes unbedingt erforderlich. Jugendliche unter 16 Jahren haben keinen Zutritt, unter 18 Jahren sind nicht stimmberechtigt. Boxabend. Acht Meister im Ringl Am kommenden Mittwoch, den 20. Januar 1926, veranstaltet die aufstiebende Boxabteilung Bar Kochba im großen „Concordia-Saal" ihren nächsten Boxabend. Sie hat diesmal ein Bombenprograram zusammengestellt, in dem eine Sensation die andere jagt. Nichts zeichnet besser die Güte des Progamms, als daß nicht weniger als acht Kämpfer durch die Seile klettern, die Meisterwürden tragen. Im Mittelpunkt des Abends steht der Deutsche Federgewichtsmeister 1924 Jakob Malz (Teutonia, Berlin), der, nachdem er in das