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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1925-11-27 · 11 (27.11.1925) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
1 (1925)
Issue
11 (27.11.1925)
Date
1925-11-27
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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1. 'Jahrgang, Str. 11 2T. Qloecmbcr 1025 dir'Jsr&eUti&fißn Ani-Hichzä Ntcftrichiefibh Genieiiideverw*lfHM kzliqionSqtnizin $U Das Gemcindeblatt erscheint wöchentlich am Freitag. Den Mitgliedern der Rcligionsgcmrindc wird es unentgeltlich durch die Post zugestellt, Bezugspreis für Nichtmitgliedcr monatlich 60 Pfennige. Anzeigenannahme: W. Tcichcr, Glockcnstraßc 11 Sch r if 11 c itu n g: Gemeinderabbiner Gustav Cohn, Leipzig, KarittMM 5. :: Für den Inseratenteil: Siegmund Cohn, Leipzig, Ottostraße 24. :: Druck und Verlag: Druckerei' W. Teichcr, Leipzig, Glockenstraße 11. Anzeigenpreise: Die 4gespaltene mm- Zeiic 20 Pfg. Familien- und kleine Anzeigen 10 Pfg. Umschlagseiten und Textinserate nach besond. Tarif. Die Schriftleitung übernimmt für die unter dem Namen dos Verfassers erscheinenden Beiträge und die Vereinsnachrichten nur die preßgesetzliche Verantwortung. Nachdruck nur mit Quellenangabe und Genehmigung des Verfassers gestattet. Katondarlum 27. November bis 5. Dezember 1925. — 10.-18. Kisiew 5686 1925 Nov.-Dez. Kisiew 5686 Freitag 27. 10. Sonnabend 28. 11. Sabbatti Wajeze Sonntag 29. 12. Montag 30. 13. Dienstag 1. 14. Mittwoch 2. f? 15. Donnerstag 3. 8 16. Freitag 4.! 17. Sonnabend i- 9 5. * 18. Sabbath Wajisdilach €»0tt@scii<£Qi&te (iemeindesynajioge Sabbathgottesdienst: Freitag abend 4,15 Uhr mit Predigt, (Rabbiner Dr. Goldmann); Sonnabend vormittag 9 Uhr, Jugendgottesdienst 3,15 Uhr nii; Predigt (Rabbiner Cohn), Nachmittagsgehet 4,25 Uhr, anschließend Lehrvortrat,' (Rabbiner Dr. Goldmann); Abendgebet 4.56 Uhr; Wochentags früh 7,30 Uhr, abends 4.30 Uhr. Talmud-Thora-Synagogen Otto Schiilsiralk 6 u. Keilstraße4 Freitag, den 27.November 1925 Abendgebet 4,15 Uhr, nach dem Gebet Schrifterklärung. Sonnabend, den 28 Nov. 1925 Morgengebet 8,30 Uhr; Jugend- Gottesdienst 3,15 Uhr; Mincha 4 Uhr; Sabbathausgang 4,56 Uhr. Wochentags Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 4,15 Uhr. «Jüdische Nofoelprel^r-M« Von Dr. Pascal Deuel. In seinem Testament stittete der Sdiwede Altred Nobel, der Erfinder des Dynamits, sein gesamtes Vermögen von 50 Millionen Franks, mit der Bestimmung, daß aus seinen Ertragnissen alljährlich vier Preise für die wichtigsten Unideckungen in der Physik, Chemie und Medizin, sowie für das bedeutenste literarische Werk der jeweiligen Zeit durch die schwedische Akademie zu verteilen sei Den fünften, sogenannten Friedenspreis, lür Leistungen um die Erreichung des Friedens unter den Völkern hat der norwegische Storthing zu bestimmen. Der Nobelpreis, dessen Summe wie vor dem Kriege — da das Kapital in Sdiweden erhalten blieb — ungefähr 150000 Goldmark beträgt, gilt als die hödiste wissenschaftliche Anerkennung, die es überhaupt gibt. Fr wurde vom ersten Male an, im Jahre 1901, bis heute 124 mal vergeben. Wilhelm Ostwald, der bekannte Chemiker, selbst Nobelpreisträger, hat einmal geäußert, daß die Zahl der Nobelpreisträger als Maßstab der Leistungen der einzelnen Völker betrachtet werden kann. Wenn wir nun hören, daß sich unter diesen 124 Ausgezeichneten 11 Juden und 4 Söhne jüdischer MCtter aus Mischehen befinden, so darf uns das mit Genugtuung erfüllen. Es ist ein Beweis für die Tüchtigkeit unserer Rasse. Im verflossenen Jahr, als die Ritter des I Inkenkreuzes im bayrischen Parlament darüber Beschwerde führten, daß der Prozentsatz der jüdischen Hochschullehrer Bayerns weit über das Verhältnis der jüdischen Bevölkerung hinausging, mußte der Kultusminister, übrigens ein rechtsgerichteter Mann, die Tatsache zugestehen, d;;ß die Juden eine größere Zahl außergewöhnlicher Männer stellten, deren Leistungen nicht zu entbehren seien. Lr hätte zur Illustration die große Zahl jüdischer Nobelpreisträger anführen können. Fast 10" „ der Nobelpreisträger sind Juden, und wenn man die Halbjuden mitrechnet, sogar 12",,. Bedenkt man, daß die Juden nur 1" „ der gesamten Erdbevölkerung, und 1 3" „ der Kulturvölker ausmachen, so muß die Höhe des jüdischen Anteils wohl imponieren. Der Nobelpreis für Physik ist bisher an 3 Juden verteilt worden. Als Erster erhielt ihn im Jahre 1907 der Professor der Physik an der Universität Chikago, Albert Midielson. Michelson wurde im Jahre 1852 in einem russischen Städtchen un-

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