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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1925-11-13 · 9 (13.11.1925) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
1 (1925)
Issue
9 (13.11.1925)
Date
1925-11-13
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 4 GEMEINIDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIG30NSGEMEINI)E, LEIPZIG I. Jahrgan Ohne nflhere Angabe ist in den Listen ein jüdischer Gefreiter aus Würzen genannt, der bei Wörth verwundet wurde. Seinen Namen habe ich bisher noch nicht teststellen können. Von großem Interesse wäre es, wenn diese offenbar mangelhaften Angaben vervollständigt werden könnten. Wer weiß etwas Näheres über das Schicksal der oben Genannten? Wer kennt weitere Kriegsteilnehmer aus jenen Jahren? Wer ist von den Veteranen noch am Leben? Der Unterzeichnete ist für jede Nachricht her/lieh dankbar. Rabbiner Dr. Goldmann Neue Bücher An dieser Stelle sollen Hinweise auf lesenswerte Neuerscheinungen e,ce.eben werden. Als Zweck dieser Hinweise ist nicht so sehr die kritische Besprechung gedacht; vielmehr soll durch eine kurze Zusammenfassung dessen, was das Buch gibt, die Aufmerksamkeit auf das gelenkt werden, was dem Interessenkreis der ein/einen Leser entspricht. Simon Subnow, Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Orientalische Periode Bd. 11. Alte Geschichte, lüdischer Verlag Berlin (1925). Dieser Band der aul zehn Bände berechneten jüdischen Geschichte behandelt die Geschichte der Juden vom Beginne der griechischen I lerrschait (332 v. u. Z.) bis zur Zerstörung des 2. Tempels (70 n.). bin besonderes Kapitel schildert eingehend die Entstehung des Christentums und wird durch ausführliche Noten ergänzt, unter denen besondere Beachtung Note 5 verdient: Die Entstehung des Christentums im Uchte der politischen Geschichte Judäas. Angefügt sind zwei genealogische l.nellcn. die „das Haus der llamonäer" und „das Haus des Hemdes" darstellen, soweit ihre Glieder i;eschieh!- liche Bedeutung haben. J(reppel. J.. Juden und Judentum von heute, Obersichtlich dargestellt. Mit 132 Porträts und 2H Illustrationen. Amalthea-Verlag, Zürich-Wien-Leipzig. 1925. Der Wiener Regierungsrat Kreppel hat sich, auch wenn das Buch manche Berichtigung erfahren wird, mit diesem Handbuch ein großes Verdienst erworben. In diesem statt« liehen, druck* und buchtechnisch gut ausgestatteten Bande (890 Seitini gibt er eine Übersicht über alle die Judenheil von heute betreffenden Fragen, Nach drei mehr einleitenden Kapiteln über ..die Juden vor dein Weltkriege (1900—1914)", im Weltkriege und nach dem Weltkriege gibt er eine statistische Übersicht über .die Juden der Gegenwart" nach den einzelnen Ländern. Iis fol^t eine ausführliche Behandlung der Entwicklung der Palästina-Fragen. In weiteren Kapiteln schildert er: die politische, die wirtschaftliche Laue der Juden. Emigration, religiöse Probleme, die jüdischen Parteien, die jüdischer. Organisationen, das jüdische Leben (hier werden alle Zweige der Judenheil in allen Ländern geschildert, auch die chinesischen Juden, die jüdischen Spuren in Japan, die Juden in Korea, in Buchara, schwarze Juden. Bergjuden, Krimjuden usw.). Schul- und Erziehunyswesen, Staatsmänner und Parlamentarier, Sprachen und Literaturen, Wissenschaft und Kunst. Jüdische Volkssplitter, Presse und Bibliographie zur Judenfrage. — Bei dieser überwältigenden Mannigfaltigkeit des Stoffes kann es nicht anders sein, als daß hie und da Mängel geblieben sind. Trotzdem wird das Werk als Hand* buch wertvolle Dienste leisten. Qünzig, J)r. J. Das jüdische Schrifttum über den Wert des Lebens. Hannover 1924. Orient-Buchhandlung Heinz. Lafaire. Der Verfasser ha: ei le Reihe von Vorträgen vereinigt, in denen er die Anschauungen der Bibel, der Mischnah. des Talmuds, der jüdischen Religionsphilosophen des Mittelalters darstellt, insoweit sie Stellung zu Optimismus und Pessimismus suchen. Der Buchtitel i^i irreführend, weil der Verfasser sich auf diejenigen Zeugnisse beschränkt hat, in denen vorwiegend die pessimistische Einstellung kund wird. Er willzeigen, daß auch der Pessimismus, wo er im Judentum Eingang gefunden hat. kein zerstörender ist, sondern aus einer optimistischen Grundanschauung das Ziel, das höhere Seelenleben der Menschen und die reine sitttiche Lebensaufgabe zu fördern, nie aus dem Auge verloren hat. Für unsere Kleinen zu Chanuka ßiblische Puppenspiele von Albert Buer. Figurinen von Kaete Baer-Freyer. Verlag Aufbau. 1924. Drei kleine Spiele: Joseph und seine Brüder, David und Goliath, Salomo und die Königin von Saba. In diesen schlichten Versen, die kindliche Freude erwecken müssen, werden die biblischen Gestalten dem Kinde nahegebracht. Wahres Ergötzen müssen die mit feinem I lumor gezeichneten Nebenpersonen hervorrufen, die als Einziges dem biblisdien Texte hinzugefügt sind: bei Joseph der Haushofmeister Ti, bei Salomo ein Leibarzt und ein Palastvorsteher. Die Spiele sind mit einfachen .Mitteln für Kinder-Hausvorstellungen auszuführen: auch können Original-Holzpuppen bezogen werden. Im gleichen Verlage sind drei Modellier-Bogen erschienen, aus denen die jüdische Tarm Jrferchawiah auf Boden des Keren kajemeth lejisrael nachgebildet werden kann. Diese Beschäftigungsarbeit kann warm empfohlen werden: sie ist leicht in der Ausführung und gewährt ein hübsches Bild von dem Leben auf einer Lärm in Palästina. Für Häuser, in denen die Liebe zu Palästina lebendig ist, ist auch das jüdische j)ominospiel desselben Verlages recht reizvoll. Die einzelnen Domino-Karten zeigen, zusammen9 gelegt, wie die kleinen Beträge, die in eine Nationalfondsbüchse wandern, nach Palästina gelangen und dort, in Boden angelegt, schöne Früchte aus dem Boden aufwachsen lassen. m^&s <s« SCHIRME REPARATUREN STÖCKE BEZÜGE GUSTAV HAMPEL, ha.nstr.si ®t^» fr\ e r m a n n föorrmanfD i-:—!- - - Ufiren-Spejiai-^escnüff - — 1 S'e'fersstr. 2 [<§>fedmer ^Durchgang] / gegr. 1888 /9tuf 27734

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