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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1925-10-02 · 3 (2.10.1925) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
1 (1925)
Issue
3 (2.10.1925)
Date
1925-10-02
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 3 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE, LEIPZIG Seite 5 Aus unserer Gemeinde Einst jetzt Eltern Versammlung. Da die finanzielle Lage der Höheren Israelitisehen Schule durdi das schlechte Eingehen der Schulgelder katastrophal zu werden drohte, sah sich der Schulvorstand genötigt, eine Versammlung der Elternschaft einzuberufen. Die Versammlung, die außerordentlich gut besucht war, wurde durch ein kurzes Referat des Herrn Rosenfelder, der in eindringlichen Worten die schwere finanzielle Lage der Anstalt schilderte, eingeleitet. Er führte aus, daß, wenn nicht außer der Elternschaft auch die weitere jüdische Öffentlichkeit der Schule hilfreich zur Seite treten würde, ihre Schließung zum 1. April 1926 unausbleiblich wäre. Hieran schloß sich eine eingehende Debatte, die bezeugte, daß sämtliche Kreise der Elternschaft sich geschlossen dafür erklärten, daß dieses jüdische Kulturwerk unbedingt aufrecht zu erhalten sei. Von den Debatterednern seien die Herren Stein, Tumpowski, Dr. Hallemann, Dr. Dzialowski, Bern, Bohrer, Jäger und Frau Dubiner genannt. In allen Reden kam zum Ausdruck, daß keine Mittel und Wege gescheut werden dürften, um die Schule finanziell sicher zu stellen. In einem Schlußwort faßte Herr Rabbiner Dr. Carlebach die Wünsche aller Redner zusammen und dankte ihnen für ihr reifes, der Schule entgegengebrachtes Interesse und bat sie in ergreifenden Worten, für dieses sein Lebenswerk auch weiterhin tätig zu sein. Die Übereinstimmung aller Versammelten mit dem Gesagten wurde in einer Resolution zusammengefaßt, in der vor allem betont wurde, daß die hiesige jüdische Gemeinde sich des Schulwerks eifrig annehmen möge und alle jüdischen Kreise zu einer Beteiligung an der Behebung dieses Notstandes durch Stiftungen und Spenden aufzufordern habe. Vor allein aber hatten die Eitern selbst ihre Pflichten in Bezug auf pünktliches Einzahlen der Schulgelder zu erfüllen. So war das Resultat der Versammlung ein hocherfreiiliches. Einmütig stellten sich alle daran Interessierten hinter die Erhaltung des jüdischen Sdnilwerks in unserer Gemeinde. Alle waren sich darin einig, daß es der Leipziger Judenheit unwürdig wäre, eine solche Institution fallen zu lassen. Nun soll aber diesen Worten auch die Tat folgen. Luid nicht nur die Leipziger Juden, sondern auch die breitere jüdische Öffentlichkeit sei zu ihr aufgerufen. Diese Elternversammlung trug einen wesentlich anderen Charakter als die bisher abgehaltenen. Da gab's keine Kritik! Alles war erfüllt von dem außerordentlichen Ernst der Stunde. Die Beängstigung, ein ihnen so teures, für die Zukunft ihrer Kinder so lebenswichtiges Institut zu verlieren, sprach aus den ernsten .Mienen der Versammlungsteilnehmer, nah sich in fast rührender Weise in den Äußerungen der betroffenen Väter und Mütter kund. An eine Schließung unserer Schule glauben wir nicht, können und wollen wir nicht glauben, so hallt es von allen Seiten wider. Die Versammluni; aber beruhigte die Eltern auch insoweit, als sie mit dem sicheren Bewußtsein davongingen, daß die Schule eine Herzensangelegenheit aller sei und so gesichert ist. Man ging mit dem Eindruck davon, daß eine von so viel Liehe und Vertrauen getragene Anstalt nicht untergehen kann. f" Xu Grfmmaffcht'fcf. H BcrncbtlK), DLER'khrcibmakhmcn Zur Beachtung! Wir richten an unsre Gemeindemitglieder die Bitte, im eigenen Interesse diesem Teil, sowie den amtlichen Bekanntmachungen auf der ersten Seite besondere Beachtung zu schenken, da eine Veröffentlichung unserer Bekanntmachungen, soweit nicht die Gemeinde-Satzung anderes bestimmt, nur noch im „Gemeindeblatt" erfolgen wird. Der Vorstand der Israelitischen Religiousgemeinde zu Leipzig. Gemeindeamt: Löhrstraße 10 :: Eemsprecher 23602. Erdgeschoß: Fürsorgeabteilung. Geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 11 — 1 Uhr. — Mittwoch und Sonntag nur für Durchreisende (12—1 Uhr). 1. Stock: Vorstand und Verwaltung. Geöffnet für den allgemeinen Verkehr werktäglich von 9—1 Uhr. Postscheckkonto der Gemeinde Nr. 50533 Leipzig. Verwaltungsdirektor: Gustav Katzenstein (Sprechzeit 9—11 Uhr). Gemeindevorsteher: Carl Qoldschmidt ) zu sprechen nach telef. stellv. Gemeindevorsteher: S. Hodes > Anmeld.(Nr.23602) in Dezernent der Fürsorgeabtlg: S. Göttlich) der Mittagszeit. Liberales Rabbinat: Gemeinde-Rabbiner: Dr. Felix Goldmann, König Johann-Str. 17 Fernspr. Nr. 21667. Sprechstunde 9,30 11 Uhr vormittags, nach vorheriger telef. Verständigung auch zu andrer Zeit. Montag u. Donnerstag nur in dringenden Fällen. Gemeinde-Rabbiner: Gustav Cohn, Karlstr. 5. Fernspr. Nr. 12964. Sprechstunde 10—11 Uhr vormittags, nach vorheriger telefonischer Verständigung auch zu andrer Zeit. Orthodoxes Rahbinat: Gemeinde-Rabbiner: Dr. Ephraim Carlebach, Nikischplatz I, Fernspr. Nr. 10225. Sprechstunden 9—10 Uhr vormittags in der Höh. Israel. Schule, Gustav Adolf-Str. 7; 4—5 Uhr nachmittags in der Wohnung. Gemeinde-Dajan: Rabbiner Rogosnitzky, Salomonstr. 25 b, Fernsprecher Nr. 28276. Amtszimmer: Keilstr. 4, Fernspr. Nr. 10211. Sprechzeit: Montags, Mittwochs, Donnerstags und Sonntags 10—12,30 Uhr vormittags, Dienstags 4— 7 Uhr nachmittags, Freitags 10—2 Uhr mittags. Außerhalb der Sprechzeit in der Wohnung. Unter Aufsicht des ort hodoxen Gemeinderabbinatee stehen a) Fleischereien: Moses Bild, Gerberstrasse 48-50. Moses Frischer, Nordstrasse 1. Sali] Löh, Packhotstr. 11-13 u. Bapst&der Steinweg 7 Adolf Zellner, Gerberstrasse r>. Wilhelm Zellner. Nordstrasse 5. Ii ermann & o rrmanff) - - ^Ufiren-Spegiaf-^escfiaff - - <£pe(erssfr. 2 [Sfedmer Durchgang] / gegr. 1888/Äuf 27734 empflentf Vh ren fftaftn, in ^jofd. Siffrer Eigene 'IDer&sfalf für solide 5leparafur

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