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Der Sabbath · 1912-01-01 · 1 u. 2 (Januar-Februar 1912) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
12 (1912)
Issue
1 u. 2 (Januar-Februar 1912)
Date
1912-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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4 Der Sabbath ich mich aber hier umschaue, dann muss ich mit inniger Freude bekennen : Israel ist nicht verwaist, לא אלמןיש־אל. Aljen diesen Rednern dankte der stellv. Vorsitzende Herr Lazarus mit folgenden Worten: .,Kurzen aber innigsten Dank allen Herren Rednern! Wir haben die Freude konstpfüeren zu können, dass unser Deleeiertentag jetzt schon*zwei Städte zu neuer Arbeit aufgerufen hat, Lübenk ünd Rmden. Ebenso wie wir hoffen, dass wir dort gute Erfolge erzielen werden, so hoffen wir, dass der so begeistert hier aufgenommene Appell hier nicht fruchtlos gewesen sein wird und recht viele der Anwesenden sich hier bei unserer Ortsgruppe als Mitglieder melden werden. Ich lasse nun eine kurze Pause eintreten, nach welcher wir mit unseren geschäftlichen Verhandlungen beginnen werden.“ Es folgt eine kürze Pause. Nach Ablauf der Pause eröffnet der Vorsitzende den geschäftlicher! Teil. Es wird zur Wahl des Bureaus geschrittene 4tfcs nach Vorschlag des Vorsitzenden durch Acclamation gebildet wird aus den Herren Dr. Eduard Biberfeld -Berlin. I. Vorsitzender, in seiner Vertretung Eli Lazatjm s ־ Berlin, I. stellvertretender Vorsitzender: Ja cobsenf Hamburg, II. stellvertretender Vorsitzender: Jacob R'osenh eim - Frankfurt a. M, Schriftführer: Rabbiner ’Pr. Bamberger - Wandsbek und Pinkus Plessn(1^■ Posen stellv. Schriftführer. In die Mandatprüfungs-Cömmission w;erden die Herren Jactib Lew- Berlin, Arthur Meyer-Gelnhausen, als Kaslpnprüfef die Herren W. Pels-Hamburg und Julius*^E^kstein - Xürberg gewählt. Hierauf, erstattet der Vorsitzende folgerden Rechen* schaffshericjit : Da sich der gedruckte Bericht des Ge* schäftsführdnden Ausschusses, den er in der letzten Nummer des .sjkbbaths“ veröffentlichte, in Ihren Händen befindet, will ich hier nur noch einzelne Punkte an Hand ־des Berichts näher erläutern. Meine Herren Delegierten! In den soeben hier ver* klungenen Rfden tst wiederholt d׳e Sonntagsruhe erwähnt worden. Die Gesetzgebung hat die vorbereitete Novelle eines Reichsgesetzes für Regelung der Sonntagsruhe nicht mehr erledigen können und es ist daher äugenblicklich derjenige .Status eingetreten, der unserem Vfr* bande stets ais der wünschenswerte erschienen ist, nämlieh die Einführung der Sonntagsruhe auf Grund kommunaler Beschlüsse. Es bleibt auch weiterhin Aufgabe unserer Oitsfruppen. im gegebenen Falle auf Erleichterungen 'sabbathaltenden Geschäfte binzuarbeiten. _ Kine'.yiSiere Aufgabe der Ortsgruppen liegt in der Befreiung der Schulkinder vom Schreiben ulbesuche am r;r. In dieser Richtung er Verband ein besonderes Verdienst anseiner Gründung herrschte über die Zuispenses, über die Massnahmen der Eltern [unkelheit. Mit Freuden lässt sich aber Aufklärungsarbeit konstatieren, dass die nsierten Kinder ständig im Wachsen bedie Schulbehörden schon daran gewöhnt sind mit de? Einteilung des Stundenplans auf diese Kinder Rücksicht'ftu nehmen. Welche Wirkung es fiir die Kinder zeitlebens wat, wenn sie am מנת• nicht in der Schule, sondern in»Eltern-Hause sich aufbalten, darüber brauchen wir Ihnen,lmeine Herren, gewiss nichts Näheres zu sagen. Um das Irperesse bei Eltern und Kindern zu pflegen, haben \*ifi ca. 300 Prämien an dispensierte Kinder verteilt. * Wir )gelangen in unserem Berichte nun — ich möchte sagen;zur grössten Tat, die unser Verband bisher geleistet haf ׳— zur Herausgabe der ״Sabbathvorschriflen®. Bewirkun oder vom kann sich rechnen, lässigkeit' vollkommene f infolge unsere! Zahl derfpisp griffen ist; dnd Gerade weil da1 Verfasser, unser verehrter Verbands- Vorsitzender Herte>Dr. Eduard Biberfeld, noch nicht hier anwesend ist^halte ich es für meine Pflicht, zum Ausdrucke zu bringen, wie sehr gerade wir, die wir aus nächster Nähe die ganze Arbeitsbürde dieses Mannes übersehen können, ihm Bewunderung zollen müssen dafür, dass er ein Werk zustande gebracht hat, auf das die jüdische Welt ein Jabrhundertlang * schon gewartet bat. Nur durch die Gründjung unseres Verbandes war er im- Stande, sich so eingehend mit der Materie zu beschäftigen und ein so bedeutendes Buch zu verfassen, wie es sich nun in ur seren Händen befindet. Damit der Delegiertentag durch einen anerkennenden Akt Herrn Dr. Biberfeld seine Dankbarkeit bezeugen kann, bitte ich Sie, sich von Ihren Sitzen zu erheben. Ich konstatiere, dass dies gaschehen ist, und ich danke Ihnen (Anhaltender Reifall.) Ueber den Inhalt brauche ich Ihnen nichts Näheres zu sagen. Ieh setze; voraus, dass Sie das Buch studiert haben. Welchen allgemeinen Beifall es gefunden hat, ersehen Sie aus dem gedruckten Bericht, dass viele Schulen, Institute und Vereine es sich haben kommen lassen. Das war uns freilich nur möglich durch die Munifizenz mehrerer Gönner; auch diesen Herren sei besonderer Dank für ihre fördernden Spenden ausgesprochen. Eine weitere Schrift, die der Verband herausgegeben/ bat und die Ihnen bereits beim vorigen DelegiertwrtSg vorgelegt werden konnte, ist der ,Führer für die Berufswahl“. Ein ganz anderes Gebiet! Dort das Ideelle, hier das Reinmaterielle! Auch hier hat der Verband etwas Praktisch-Nützliches schaffen wollen. Wir, die wir | uns mit der Stellenvermittlung befassen, stossen auf so j viele Schwierigkeiten, dass ein wirklicher Ratgeber kaum I geschaffen werden kann. Wenn aber auch die Eltern,! Lehrer oder FreundB nach bestem Gewissen über die ■ Zukunft eines schulentlassenen Kindes allein entscheiden können, so kann ein .Führer“ immerhin gute Fingerzeige auch ihnen geben, <^er Geschäftsführende Ausschuss hat nun einen Antrag vorbereitet, der zu unserem .Führer“ in Beziehung steht. In weitblickender Voraussicht soll ein Fond geschaffen werden, durch den es mehr als bisher möglich werden soll, der Ausbildung unserer Jugend Rechnung zu tragen. Diesen Antrag wird Herr Dr. Biberfeld, der sein Urheber ist, vor Ihnen selbst vertreten. Ich kann aber nicht umhin, den Bericht über diesen Punkt mit einem leisen Vorwurf gegen die Ortsgruppen zu scbliessen. Sie haben alle von uns Fragebogen erhalten, mit der Bitte, dieselben nach beslem Ermessen auszufüllen, damit wir in Berlin, die wir doch nur die näheren Verhältnisse beurteilen; können, von Ihnen aus der Ferne klaren Einblick in die uns fremden Verhältnisse erhalten. Auf die etwa 160 Anfragen sind im Ganzen nur 23 Antworten eingelaufen. Dadurch, dass uns nur so wenige Antworten zugegangen sind, hat die Weiterherausgabe des ,Führers“ vollko(mmen gestockt, was wir im Interesse unserer Bache sehr bedauern. Mit der Herausgabe unseres Kalenders scheinen wir einen guten Griff gerhacht zu haben, denn auch der diesjährige — drittö — erfreute sich, wie man uns sagt, obwohl er an Umfang und Inhalt gegen den vorjährigen zurücksteht, des Beifalls unserer Mitglieder. Wir würden es froh begrüssen, \!enn uns aus dem Kreise unserer Mitglieder für den palender Beiträge geleistet würden, wie ich Sie, meine Herreij, überhaupt bitte, soweit es in Ihren Kräften steht, mit uins für den Verband rednerisch und literarisch tätig zu sein, damit sich der Satz unserer Weisen erfülle •Ti1 מצוד. נודדת מ׳ Auch die von uns zu billigen Preisen gelieferten Werke : Kobn, Bibel- und Talmudschatz und die Schrift unseres lieben, leider heute nicht hier anwesenden Wil-

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