Der Sabbath
- Journal
- Der Sabbath
- Volume
- 12 (1912)
- Issue
- 1 u. 2 (Januar-Februar 1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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12. Jahr$an$ )Nfo. 1 u. 2. י r״ . *#־■ r*t!k Januar-Februar 19)2. —^ (Donafsblaff <— ® ״ zurFördcrung der Sabbathheiligung im locialen und wirtltbaftlicber. Geben derGegenwart. Organ des Verbandes der Sabbathfreunde, des Israelitischen Stellenvermittlungs- und Versicherungsvereins, Frankfurt a. M. des Vereins für Stellenvermittlung, Berlin, des Stellenvermittlungsvereins jüdischer Kaufleute, Breslau und des Israelitischen StellenveYmittlungsvereins’, Hamburg. Verlag: Isr. Stellenvermittlungsu. Versicherungsverein, Frankfurt a M. Centralbureau des Verbandes der Sabbathfreunde: Berlin C.( Neue Frledrichstr. 71. Die Mitglieder des Verbsudes und der SteUenvcrmittlungsvereine su Berlin, Breslau, Frankfurt und Hamburg erhalten das Monstsblstt ,Der 8abbath* unentgeltlich. Berugspreis für Nichtmitglieder Hk. 8.— jährlich. — Anzeigen 80 Pfennig die viergespaltene Petitzeile, bei Jahresaufträgen Babatt. — Correspondenzen für die Bedaction an Dt. Ed. Biberfeld, Berlin C., Neue Friedrichstr. 71, alle sonstigen Mitteilungen geschäftlicher Art an die Qeschäftssteile des ,Der Sabbath", Frankfurt a. M., Gr. Eschenheimerstr. 28 Dr. Ed. Redactlon: Biberfeld, Berlin. Nachdruok der Artikel mit Quellenangabe erwfinsobt. VEHEINNBPBEA1IX: — Berlin C״ jfeue Friedrichstr. 7) Breslau I! tllallstrasse 10. Hamb ur* 13! JMschbahn )1. F r a n k f u rl a. |rf.: Schülzenslr. 14. V. Delegiertentag des Verbandes der Sabbathfreunde am Montag, den 25. und Dienstag, den 26. Dezember 1911 in Hamburg, Gurio-Haus. Rotnenbaumchaussee 9/15 Festakt im welssen Saale des Curio-Hauses Montag vormittags 11 Uhr. Ein unter Leitung des Oberkantors Rosenblatt stehender Chor eröffnet die Feier mit einer .Hymne, die einen Text aus der תפלה von שבת als Grundlage hat. Der stellvertretende Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses, Herr Eli Lazarus• Berlin entschuldigt das Fernbleiben des I. Vorsitzenden des Geschäftsführenden Ausschusses, Herrn Dr. Ed. Biberfeld-Berlin, dessen Erscheinen für die Nacbmittagsverhandlungen in Aussicht stehe, und erklärt an dessen Stelle den V. Delcgierten! ag für eröffnet. Er begr&sst die Teilnehmer in folgender Ansprache: Meine hochverehrten Damen und Herren! Durch die zu unserem und wahrscheinlich auch zu Ihrer aller grossem Bedauern notwendige Abwesenheit unseres allverehrten Verbandsvorsitzenden, Herrn Dr. Biber feld, wird mir die hohe Ehre zu Teil den V. Delegiertent&g des Verbandes der Sabbathfreunde hier iu Hamburg zu eröffnen. Zanächst empfangen Sie Alle unseren innigsten Dank fiir Ihr Erscheinen, durch welches Sie wohl Ihr grosses Interesse bekunden wollen, das Sie den Arbeiten des Verbandes der Sabbathfreunde entgegenbringen, d. 11. anders ausgedrückt, der Erhaltung, Ausbreitung und VertretuDg der Sabbathidee überhaupt. Seit der Gründung unseres Verbandes werden wir von einem grossen Teil unserer Glaubensgenossen für Utopisten, für Träumer erklärt wie Josef, dessen Geschichte wir gerade in diesen Tagen und Wochen so eingehend lesen. Aber ebensowenig, wie Josef als gereifter Mann ein Träumer, sondern ein genialer Grosskaufmann und unserer idealen Ziele; und gerade hier in Hamburg, der grössten Hansa- und Handels-Stadt Deutschlands, in der sich auch eine starke Schutztru'ppe des gesetzestreuen Judentums befindet, muss der geeignete Boden sein, auf dem die Beratungen zur Förderung unseres Ideals besonders gedeihen können. * Aber nicht nur diese praktischen Erfolge im Leben Josefs bilden eine Widerlegung für unsere Gegner und einen Ansporn für unsere Mitstreiter, noch viel mehr zwingt uns sein ganzer Entwicklungsgang zh einem Vergleich, indem derselbe geradezu yerkörpert die Geschichte unseres heiligen Sabbath in der jüngsten Vergangenheit, Gegenwart und mit G. II. auch Zukunft. Zuerst verspottet und verhöhnt, und dann um schnöden-Mammons willen noch verraten und verkauft von seinen eigenen Brüdern. Dies' ist die Antangsgeschichte von Jdsef und vom Sabbath. Im fremden Lande findet Josef zunächst Sympatieen, Wohlgefallen und schliesslich beijn König aus Verstandesrücksichten höchste Anerkennung, aber er ist nicht mehr der richtige Sohn, seines Vaterhauses, er ist verändert in seiner neuen, glänzenden Umgebung. Ganz so erging es dem Sabbath, der zum Teil aus sozialen Rücksichten im fremden Lande eingeführt, von oben herab gefördert und gepflegt wurde, sich als Sonntag seinem äusseren und inneren Wesen nach vollkommen veränderte. Bei der ersten Begegnung sjwischen Josef und seinen Brüdern stossen die Gegensätze;hart aufeinander. Josef fährt seine Brüder rauh an und behindert sie in-ihrer Bewegungsfreiheit. Wehklagend( ertragen sie» ihr Leid, von Gewissensbissen geplagt אבל אשנדב אנועו על אהינו ונו על בן באה עלינו הציד! הזאת (weil wir lins verschuldet haben an Staatsmann genannt werden muss, so suchen auch wir nach praktisch greifbaren Mitteln zur Verwirklichung | unserem Bruder, darum kam diese Drangsal liher uns.)