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Der Sabbath · 1911-03-01 · 3 u. 4 (März-April 1911) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
11 (1911)
Issue
3 u. 4 (März-April 1911)
Date
1911-03-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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1J. }ahw. Ko. 3 u. 4. Jrfär?-flpril J9JI (Donofsbloff zurförderung der Sabbathheiligung im iocialen und wirtfcbaftlichen Geben derGegenwart. f 2 fin *ar.» Organ des Verbandes der Sabbathfreunde, des Israelitischen Stellßnvermittlungs- und Versicherungsvereins, Frankfurt a. M. des Vereins fQr Stellenvermittlung, Berlin, des Stellenvermittlungsvereins jüdischer Kaufleute, Breslau und des Israelitischen > Stellenvermittlungsvereins, Hamburg. Verlags f” Redaction: l»r. Stellenvermittlungs' n. Versicherungsverein, Frankfurt a M. j Dr. Ed. Biberfeld, Berlin. Centralbnreaa de• Verbandes der Sabbatbfreande: Berlio C., Neue Friedrichstr. 71. Die Mitglieder des Verbandes and der StellenTermittlangsTereine na Berlin, Breslaa, Frankfurt and Hamburg crhaltco dasl Monatsblatt ,Der Sabbath* unentgeltlich. Bezugspreis ftti Nichtmitglieder Mk. 3.— jährlich. — Anzeigen 30 Pfennig die viergespaltene Fetitzeile. bei Jahresaafträgen Babatt. — Correspondenzen fttr die Bedaction an Dt. Ed. Biberfeld, ■Berlin C., Neue Friedrichstr. 71, alle sonstigen. Mitteilungen geschäftlicher Art an die Geschäftes teile des ,Der Sabbath“, Frankfurt a. M., Neue Zeil 63. Naofadraok der Artikel mit Qnellenangabe erwünscht TEBEINBBITREAVI: B * r ״ י C• Heue Friedrichstr. 71 grejliuli Wallstrasse 10. H»mbur*13: Rutschbahn!?. F r t n k f u ׳• i a. IS.׳ '»?'!Jhendr. 14. Sabbat haggadoP Der Sabbath vor dem Pessach feste führt den Namen: Sabbath Haggadol, der grosse Sabbath. Diese Bezeichnung wird im Tur-Orach-Chajim, Cap. 430 durch ein grosses Wunder erklärt, das am Sabbath vor dem Auszuge aus Egypten sich vollzogen hatte. : Das Pessachlatnm heisst es an genannter Stelle, das unsern Vätern in Egypten zu opfern geboten war, musste : bereits am 10. 'Nissan beschafft werden, wie es geschrieben steht: ״Am 10 dieses Monats sollen sie sich! ein Lamm nehmen für das Haus der Väter, ein Lamm für jedes Haus.“ Der Pessach, an welchem unsere Väter aus Mizrajim gingen, war, wie es in Seder-Olem heisst, am fünften Tage der Woche. Der 10. des! Monats war somit an einem Sabbath. Da nahm sich ein jeder ein Lamm für sein Pessachopfer und band es an seinen Bettpfosten. Die Egypter fragten: Was soll das EnchP ״Wir wollen es als Pessachopfer auf Geheiss unseres Gottes schlachten“, lautete die Antwort; da knirschten sie die Zähne, weil die Israeliten ihre Götter schlachteten, und sie waren nicht imstande, ihnen auch nur mit einem Worte entgegenzutreten. Wegen dieses Wunders nennt man den Sabbath :.^Sabbath Haggadol, den grossen Sabbath. Gegen diese Begründung wird geltend gemacht, ’ dass ihr zufolge nicht jedem Sabbath vor Pessach, sondern nur dem am 10. Nissan das Prädikat ״gross“ zukäme, während wir den Sabbath vor Pessach so bezeichnen, auch wenn er nicht, wie z. B. dieses Jahr auf den 10. Nissan fällt. Der Umstand, dass der 10. Nissan damals auf einen Sabbath fiel, scheint doch mit dem erwähnten Wunder in keinem inneren Zusammenhänge zu stehen. Eiu tieferes Eingehen auf die Bedeutung des Sabbath und auf diejenige des uns hier beschäftigenden Wunders dürfte jedoch den innigen Zusammenhang beider leicht ergeben. Zunächst möge daran erinnert werden, dass nach der durch die Weisen übermittelten Ueberlieferuug, unsere *) Aut Israelit und )eschurun 1890, Nr. 25. Väter selbst unter dem schwersten Druck den Snbbath hielten. Mosche habe nach dieser l’1>J>erlief1׳r1Hur bei Pharao den siebenten Tag׳ als Kiilieta־״ für seine Brüder, erwirkt, indem .er •lern Tyrannen nahe leute, dass ein solcher Ruhetag in seinem eigensten Interesse sei. Seine Sklaven würden sich aufreiben, wenn sie ohne Unterbrechung Tag und Nacht ihrer Arbeit nachgehen müssten, während die Einbusse eines Arbeitstages reichlieh durch die neugewonnene Kraft der von ihren Mühen erholten Arbeiter ersetzt, würde. Mosche hat den bereits in der Schöpfungsgeschichte von Gott geheiligten Tag, noch lange bevor seine Feier Israel durch göttliches Gesetz geboten worden war, bei seinem Volke eingeführt. Wenn es für einen treuen Diener, der den Willen seines Herrn ahnt, ohne das derselhe ihn ausspricht,' keine freudigere Genugtuung gibt, als auf die Intentionen seines Gebieters einzugehen, so hat man einen Masstah für die beglückende Freude, die einen Moses -־erfüllt haben mag als später die steinernen Bundestafeln die Heilighaltung des Sabbats als Gott gebotene Pflicht enthielten. Diesen Gedanken sprechen in unserem Sabbatgebet die Worte aus: ישמת מתזה במתנת הלקו■ בי עבד נאמן ל,־את לו בליל תב-א־ת ב־אשו נתת בעמדו לפניך על ־׳הר סיני ושני■ לתת אבנים תי־יד בידו ונידב בתם שמירת שבת וכן בתוב ״ .בתורתךFreuen mochte sich Mosche mit dem ihm verliehenen Anteil, denn einen treuen Diener hast Du ihn genannt, als er vor Dir auf dem Berge Sinai stand und in seiner Hand die zwei steinernen Tafeln herabbrachte, auf welchen die Hut des Sabbaths geschrieben stand, und so ist es in . Deiner Thora geschrieben.“ Freilich konnte der egyptische Sabbath als blosser Ruhetag noch nicht das göttliche Sabbath-Ideal verwirklichen, welches die von ihm durchdrungenen zum Zeugen Gottes als Schöpfer von Himmel und Elrde weiht. Unter dem egyptiseben Druck konnte der Sabbath nur ein יום מנוחה ein Tag der Ruhe, aber njeht יום קדושה, ein Tag der Heiligkeit sein, welche ihm Gott allein verleihen konnte. Der Segen und die Heiligkeit, mit welcher Gott seinen Sabbath ausgestattet hat, wird erst denjenigen zu teil, die ihn nicht aus Erbolungs-

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