Mannheim
Compact Memory

Der Sabbath · 1910-09-01 · 9 u. 10 (September-Oktober 1910) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Sabbath
Volume
10 (1910)
Issue
9 u. 10 (September-Oktober 1910)
Date
1910-09-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4874912-5428460-5428585--607-4875465
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

56 Der Sabbath. Rabbinern und KiroWiräten haben diese Männer allerdings wenig VerstänmjL^.' tretenden, wenn man sie nicht gar־der Streitsucht f®§tler Auflehnung gegen die vom Staate eingesetzte Bhjt|d8 zieh. Aber das war ja immer , das Los derer, die nitOTöÜ* jund unerschrocken für Gottes j Sache eingetreten siftdi ,Wir werden daher unentwegt j unser Bestreben dem gesetzestreuen Judentum wieder! eine Stätte zu geben, in Württemberg, fortsetzen! (Xachschrif$*der Redaktion: Wir haben dem Einsender unverkürzt das Wort verstattet, weil seine aktenmilssige Darstellung des Hergangs geeignet ist, in wesentlichen Punkten die Berichterstattung in unserer ־Vornummer zu ergänzen. Ihm, als dem Angegriffenen, .durften wir auch die Gelegenheit, den Hieb durch ein Paar scharfe Bemerkungen gegen den Angreifer zu erwidem, -nicht verschränken und hoffen, dass unser geschätzter Herr Berichterstatter in diesem Punkte einer Meinutig mit uns sein wird. Nachdem nunmehr die Angelegenheit sachlich in jeder Hinsicht geklärt und die Herren auch die herkömmlichen‘ Liebenswürdigkeiten schwäbischen . Schlags miteinandej ausgetauscht haben, schlossen wir die! Discussion über Fall. ,רשלרד על ••עראי).! Zur FörderUimjder Sabbathheiligung im socialen unä wrtschaftlichen Leben der,! ן• (Gegenwart. •j Dieser Tage ^as ich in der Augustnummer des ״Sabbath“ den Artikel .Sabbathsehiur und Thora‘־. Selbstverständlich ist $s stets anzüerkennen,. wenn das Judentum in dieser Weise angeregt wird; jedoch nur einseitig und theofetisdlfcLandeln, und die praktische Ausführung des GeaÄS|t|׳ni|rh t zu beobachten, ist sehr bedauerlich, denn לרד*־ steht auch לשד־־ •לעש־ת. Es! sind nicht nuBffi#»c*'tV ■־"•;: zu erfüllen, die דצררת ל־נ־־ר sind auch wia■*; Uer Verein nennt sich ״Verband der SabbathfreunÄffÄd daher haben die Mitglieder in erster Linie die PflpH,tfdiei9nigen, die ש־ד־־ שנת sind, in jeder Weise zu bemi'ijfcöchtiiren, damit der Ausspruch השרד־ א־ד א:נ־ nicht in ^1q4ssesier Weise hervortritt. Kaum ein Prozent des odoxen Judentums kennt hierin seine Pflicht, und d|<jt n/eisten glaube», wenn sie vielleicht jährliehe Beiträge ׳zi gemeinnützigen Zwecken gehen, vollkommen das ihrige getau zu haben. Das Gebot רת־ אריך scflieint für sie gar nicht zu existieren, rbetreibenden und Handwerker, welche ׳'t(Jenen es heisst, ־ע :פ־ך נ־ תאנל:•, gar .’׳ Zumeist diejenigen, welche 8 bis *viel mehr Jahreseinkommen haben, pn Bedarf in Geschäften, deren Inhai ־נ*, geschweige von und דק־א־ ssen wollen. Das Hamb. Farailienbl. demitgliedern wöchentlich unentgeltenthält unter den viele Seiten fülne 3 grössere Annoncen von Geschäf- _ hlossen haben. Diverse שנת geschlossen haltende Geschäftsinhaber hatten ein halbes Jahr und länger annonciert!und viel Geld dafür ausgegeben, aber ohne den gerifcgten Erfolg. Ebenso die Lehrer und Beamten, derenfGeb&lt von den beitragenden Mitgliedern der Gemeinde bestritten wird, decken ihren Bedarf vor- 1ug8weise in chriftlichen BeAmtenvereinigungen, in dem Glauben, grq^ Jorteile zu haben, ohne die am Sabbath עדך und 'דלקת כר; indem sie die ■Q! שדיי שנת sind, •' nicht kennen w< iOOOO M. und decken ihren häus ber weder von קדש irgend ejpvak welches den ’ßeti lieh zugesanJt Wi lenden Anzeigen; I ten, welche .שב־ ge geschlossenen Geschäfte mit conkurrieren zu lassen, ebenso geht es mit den gemeinnützigen, wohltätigen Stiftungen und Vereiüen, welche ebenfalls durch die Beiträge der israelitischen Mitbürger unterhalten werden. Die Vorstände überlassen die Einkäufe der Bedürfnisse den Haus- Verwaltern.• Diverse Vereine teilen den Gebrauch an Drucksachen etc., sowie die Renovierung und Decorierung von Synagogen, Stiftswohnungen und Vereinshäusern solchen Handwerkern und Geschäften zu, welche vor dem orthodoxen Juden keine Achtung haben, ohne auch nur eventuelle Vereinbarungen mit den sich empfehlenden, am שנת nicht Arbeitenden einzugehen. Demnach wird für die אנ־ר;־נ so gilt wie nichts getan, wenn auch hier für die עג־־ד viel geleistet wird. Da nach der Schrift die Bedürftigen nicht aufhören, so steht doch dabei als Gebot, um es auch zu erfüllen, die Hand doppelt zu öffnen, denjenigen, welche von ihrer redlichen Arbeit sich ernähren. Speciell in ünserer Zeit, in der nicht nur die Sonntagsarbeit eingeschränkt, sondern noch auf die gänzliche Sonntagsruhe hingearbeitet wird, wodurch die am שנת geschlossenen Geschäfte dann 2 Tage feiern, muss der Verein hinwirken, dass das orthodoxen Judentum sich mehr zusummenschliesst, zumal die .Antisemiten die Parole ausgeben, nichts beim Juden zu kaufen. Um der Allgemeinheit zu dienen, nenne meinen Namen nicht und würde mich freuen, wenn die betreffenden am שנת geschlossenen Geschäfte und Handwerker, in ihrem Unternehmen mehr als bisher unterstützt werden, denn diese huldigen ja dem Spruch נ־רך ה:נ־ אש־ ־נטרז נהי. (Nachschrift der Redaktion: Wir geben diesem Notschrei aus vollem Herzen in seinem trotz seiner Unbeholfenheit doch eindringlich genug redenden Wortlaut Raum, weil der Uebelsland, der darin berührt wird, so beklagenswert ist, dass auf ihn immer wieder hiugewiesen und auf seine Abstellung gedrungen werden muss. Möge es diesen דנ־־ת דדוצא־נ דן הלנ beschieden sein den Weg zum Herzen zu linden.) Vermischte Nachrichten. Berlin, September 1910. Ein Wohnungs-Zierstück, das besonders zur Weihe einer jeden Sabbathstube beiträgt, ist von altersher in den jüdischen Häusern d i e Schabboslampe gewesen. In Süddeutschland wurde sie vielfach überlieferungsraässig nur ,die Lamp־ genannt und vererbte sich durch Jahrhunderte hindurch von Elteru auf Kinder. Sie galt bis vor Kurzem als Rarität und konnte nur als Antiquität hin und wieder erstanden werden. Nun briugt jedoch die Firma B. Wolff & Co. in Nürnberg zu massigen Preisen solche Lampen in den Handel, die in der Stylart den alten vortrefliieh nachgebildet sind. Wir können unseren Mitgliedern nur empfehlen, in passenden Fällen dieses schöne, echtjüdische Schmuckstück, das auch in moderner Weise für Gas und elektrisches Licht eingerichtet werden kann, anzuschaffen. Sehr wünschenswert wäre auch, dass unsere Frauen sich wieder entschlössen an diesen Lampen (natürlich mit Oel) zu entzünden, weil bei den jetzt vielfach gebräuchlichen Kerzen in Leuchtern, die auf den Tisch gestellt werden, leicht ein Sabbathverbot übertreten werden kann. (Siehe hierüber das betr. Kapitel in den Sabbathvorschriften). t

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.