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Der Sabbath · 1910-07-01 · 6-7 (Juni-Juli 1910) · p. [Seite]

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Journal
Der Sabbath
Volume
10 (1910)
Issue
6-7 (Juni-Juli 1910)
Date
1910-07-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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ז JO }ahrg. Jio. 6-7. Juni-Juli 0ל9ל. י —> fDonafsblaff zur Förderung der Sabbathheiligung im locialen und wirtfcbaftlicben Ceben der Gegenwart, Organ des Verbandes der Sabbathfreunde, des Israelitischen Stellenvermittlungs- und Versicherurigsvereins, FranHfurt a. M. des Vereins für Stellenvermittlung, Berlin, des Stellenvermittlungsvereins jüdischer Kaufleute, Breslau und des Israelitischen Stellenvermittlungsvereins, Hamburg. Verlag: I Israel. Stellenvermittlungsu. Versicherungsverein, Frankfurt a. M. | Redaction: Dr. Ed. Biberfeld, Berlin. Centralbareaa de• Verbandes der Sabbathfreunde: Berlin C., Neue Friedrichstr. 71. Die Mitglieder des Verbandes and der Stellenvennittlangsrereine eu Berlin, Breslan, Frankfurt and Hamburg erhalten das Monatsblatt ,Der Sabbath“ unentgeltlich. Bezugspreis für Nichtmitglieder Mk. 3.— jährlich. — Anzeigen 30 Pfennig die viergespaltene Petitzeile, bei J&hresaufträgen Babatt. — Correspondenzen für die Bedaction an Dr. Ed. Biberfeld, Berlin C., Neue Friedrichstr. 71, alle sonstigen Mitteilungen geschäftlicher Art an die Geschäftsstelle des ,Der Sabbath“, Frankfurt a. M., Neue Zeil 63. Naobdraok der Artikel mit Quellenangabe erwfinseht■ Berlin C•: Heue Friedrichstr. 71 TERElNNBCREAVIi Breslau I! Wallstrasse 10. Kambur<J3.: Butschbahn 17. F r * n h f u r t *. Jlf.t Schütienslr-14. Normalkalender und Sabbath. Durch die ganze Presse ging in diesen Tagen ein Artikel, in welchem für einen immerwährenden sogenannten Normalkalender Propaganda gemacht wurde. Der Entdecker dieser Idee, Herr v. Hesse Wartegg, will damit nicht nur dem seitens der Geschäftswelt vielbeklagten Uebelstand abhelfen, dass die — nichtfestgelegten — Oster- und Pfingstfeiertage zwischen 25. März und 22. April schwankend fallen, sondern auch die Monatsdaten immerwährend auf die gleichen Wochentage festlegen. Das soll in folgender Weise erreicht werden. Das Jahr wird in 4 gleiche Quartale ä 91 Tage geteilt, die ersten beiden Monate haben je 30, der dritte 31 Tage. Der Neujahrstag und im Schaltjahre der Schalttag fallen zwischen dem 31. Dezember und 1. Januar resp. zwischen 31. Juni und 1. Juli und werden nicht als Wochentage gezählt. Das Normaljahr enthält also 51 Wochen ä 7, 1 Woche ä 8 Tagen, das Schaltjahr 50 Wochen ä 7, 2 Wochen ä 8 Tagen. Es würde also, falls er im Jahre 1911 schon eingeführt sein würde, der 31. Dezember 1910 auf Sonnabend fallen, dann der Neujahrstag nicht gerechnet werden als Wochentag und somit der 1. Januar ein Sonntag sein. Dana würde in allen folgenden Jahren der 1. Januar stets .auf Sonntag, der. 1. Februar stets auf Dienstag, der 1. März stets auf Donnerstag fallen. Auch Ostern und Pfingsten werden auf feste Daten verlegt. Ostern auf den 8. April u. s. w. Diese Idee hat ja auf den ersten Anblick etwas Bestechendes und soll nach Angabe des Herrn Hesse-Wartegg von vielen Seiten befürwortet worden sein, auch der Hansabund hat die Idee geprüft und ihre Einrichtung 1 gewünscht. Dass dadurch die auch von nichtjüdischer Seite so oft betonte religiöse Seite der Sonntagsruhe — die Sonntagsheiligung — ganz wegfallen würde, scheint den Propagandisten dieses Kalenders wenig zu genieren, dürfte uns auch einerlei sein. Ob damit nun auch ein immerwährender Kalender geschaffen würde, ist immerhin sehr fraglich, denn es könnten kluge Leute bald auf die Idee kommen, dass alle sieben Tage ein Ruhetag zu viel ist, man vielleicht den Kalender auch ebenso praktisch ejnricbten könne, wenn nur alle zeh־n Tage ein Ruhetag stattfindet, wie z. B. hei dem Kalender der französischen Revolution. * Immerhin ist die Annahme nicht von der Hand zu weisen; dass dieser Normalkalender oder ein ähnliches Gebilde über kurz oder lang zur Einführung gelangt und da dürfte wohl dieFrage gerechtfertigt׳ sein, welchen Einfluss ein solcher Kalender auf uns Schabhoshaltende Juden haben würde, resp. von welchen Folgen dessen Einführung begleitet wäre. Da müssen wir denn, constatieren, dass diese Umwälzung, ..so wohltätig solche vielleicht für das bürgerliche Leben wäre, für die Jehudim ein beispielloses נ״ן; sein würde und Schäden im Gefolge haben müsste, gegen welche die Nachteile der halben oder ganzen Sonntagsruhe Kinder- Spiel waren. Versuchen wir es, uns die Sache klar zu mache«. Wir gehen dabei von der allerdings sehr unwahrscheinlichen , Annahme aus, dass die Einführung des Xormalkalenders 1 bereits mit Ende 1910 stattfinden würde. Wir Jehudim sind doch nicht in der Lage, unsern קורע r:1r, den Tag, ענו ענת הי רנל סלאנתו, willkürlich zu verschieben, nur damit die Rechnung glatt aufgellt! Bei Inkrafttreten des Normalkalenders würde also, da der.31. Dezember

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